11. Mai 2022 / 16:14 Uhr

WM-Teilnahme von Ecuador in Gefahr? FIFA leitet nach Chile-Beschwerde Disziplinarverfahren ein

WM-Teilnahme von Ecuador in Gefahr? FIFA leitet nach Chile-Beschwerde Disziplinarverfahren ein

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der chilenische Fußballverband hat bei der FIFA Beschwerde eingereicht.
Der chilenische Fußballverband hat bei der FIFA Beschwerde eingereicht. © IMAGO/Mandoga Media/PA Images (Montage)
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Der Weltverband FIFA hat nach einer Beschwerde des chilenischen Fußballverbandes gegen Ecuador ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Hintergrund: Die für die WM 2022 in Katar qualifizierten Ecuadorianer sollen nach Einschätzung der Chilenen in der WM-Quali einen Spieler ohne Spielberechtigung eingesetzt haben.

Nach einer Beschwerde des chilenischen Fußballverbands wegen Zweifeln an der Herkunft des ecuadorianischen Nationalspielers Byron Castillo hat der Weltverband FIFA ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Die beteiligten Verbände seien zu einer Stellungnahme gegenüber der Disziplinarkommission zu den Vorwürfen aufgefordert worden, teilte die FIFA am Mittwoch mit. Nach Einschätzung der Chilenen hatte Castillo keine gültige Spielberechtigung während der Qualifikationsphase für die WM Ende dieses Jahres in Katar.

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Nach Angaben des chilenischen Verbands soll Castillo falsche Angaben über seinen Geburtsort und sein Geburtsdatum gemacht haben. So sei der Rechtsverteidiger von Barcelona SC Guayaquil in Kolumbien zur Welt gekommen und nicht in Ecuador. Außerdem sei er in Wirklichkeit drei Jahre älter als angegeben.

Offenbar zielt die Beschwerde Chiles darauf ab, dass die FIFA die acht WM-Qualifikationsspiele, an denen Castillo beteiligt war, als Siege für die jeweiligen Gegner Ecuadors wertet. Damit könnte Ecuador seinen WM-Platz verlieren und Chile nachrücken.

Um die tatsächliche Herkunft von Castillo wird seit Jahren debattiert. 2021 ordnete die ecuadorianische Justiz schließlich an, dass Castillo eine neue Geburtsurkunde mit Geburtsort in Ecuador ausgestellt wird. Erst danach wurde er in den Nationalkader für die WM-Qualifikationsspiele berufen.

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