06. Dezember 2022 / 20:11 Uhr

Nach Spanien-Aus: Trainer Luis Enrique lässt Zukunft offen – Vertrag läuft aus

Nach Spanien-Aus: Trainer Luis Enrique lässt Zukunft offen – Vertrag läuft aus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Spanien-Trainer Luis Enrique hat ein Achtelfinal-Aus zu verantworten.
Spanien-Trainer Luis Enrique hat ein Achtelfinal-Aus zu verantworten. © IMAGO/Agencia EFE
Anzeige

Bereits im Achtelfinale ist für Mitfavorit Spanien bei dieser WM Endstation. Das bringt Trainer Luis Enrique in die Bredouille. Der Vertrag des Ex-Nationalspielers läuft am Ende des Jahres aus. Macht er weiter?

Luis Enrique hat nach dem WM-Aus von Spanien seine Zukunft als Nationaltrainer offen gelassen. "Meine Zukunft ist jetzt nicht wichtig. Mein Vertrag läuft aus, aber wir haben noch genug Zeit. Ich brauche noch Zeit, um eine Entscheidung zu fällen, was das Beste für mich und natürlich auch für das Nationalteam ist", sagte Enrique am Dienstagabend nach dem überraschenden Achtelfinal-Aus im Elfmeterschießen gegen Außenseiter Marokko in Katar. "Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu den Spielern, zum Präsidenten, zum Sportdirektor Molina", sagte Enrique. Der Vertrag des früheren Nationalspielers läuft nur noch bis zum Jahresende.

Anzeige

Spanische Medien hatten schon spekuliert, dass jedes Spiel bei der WM das letzte von Luis Enrique als Chefcoach der La Roja sein könnte. Er selbst und Verbandspräsident Luis Rubiales hatten in den vergangenen Monaten immer wieder betont, dass man erst das Ende der Weltmeisterschaft abwarten müsse, ehe man eine Entscheidung über eine weitere Zusammenarbeit treffe. Die Spanier hatten gegen Marokko zwar den Ballbesitz dominiert, echte Chancen waren aber Mangelware.

Enrique übernahm 2018 als Hierro-Nachfolger

Der Verband RFEF war zuletzt sehr zufrieden mit seinem Chefcoach, der das Amt im Juli 2018 als Nachfolger von Fernando Hierro übernommen hatte. Ein knappes Jahr später unterbrach er sein Engagement wegen "dringenden privaten Gründen" für ein halbes Jahr. Im August gab Luis Enrique dann bekannt, dass seine Tochter Xana im Alter von neun Jahren an Knochenkrebs gestorben ist.

Der gebürtige Asturier verfügte als 62-facher Nationalspieler über eine große Identifikation mit La Roja, überzeugte als eloquenter und engagierter Trainer. Bei der EM 2021 führte er den Weltmeister von 2010 bis ins Halbfinale, wo er im Elfmeterschießen an Italien scheiterte. Die WM verlief nun aber enttäuschend. Nur beim 7:0 zum Auftakt gegen Costa Rica konnten die Spanier überzeugen. Für den Fall, dass Luis Enrique nicht weitermacht, gilt Marcelino (García Toral) als ein Kandidat. Der 57-Jährige trainierte zuletzt den FC Sevilla, FC Villareal, FC Valencia und Athletic Bilbao.

Anzeige: Erlebe den DFB-Pokal mit WOW und fiebere live mit!