23. November 2022 / 17:45 Uhr

WM-Auftaktpleite gegen Japan: Schweinsteiger spricht von "nackter Wahrheit" und knöpft sich Niklas Süle vor

WM-Auftaktpleite gegen Japan: Schweinsteiger spricht von "nackter Wahrheit" und knöpft sich Niklas Süle vor

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
TV-Experte Bastian Schweinsteiger (l.) fand nach der deutschen Auftaktpleite klare Worte und kritisierte unter anderem Verteidiger Niklas Süle deutlich. 
TV-Experte Bastian Schweinsteiger (l.) fand nach der deutschen Auftaktpleite klare Worte und kritisierte unter anderem Verteidiger Niklas Süle deutlich.  © dpa/Getty Images (Montage)
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Bastian Schweinsteiger spricht nach der deutschen Auftaktpleite bei der WM in Katar Klartext. Der Weltmeister von 2014 sieht in dem Resultat gegen Japan den wahren Leistungsstand der Nationalmannschaft abgebildet. Besonders Niklas Süle kritisiert er hart.

Gut acht Jahre nach dem Gewinn des Titels in Brasilien ist Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger mit seinem Nachfolgern im DFB-Trikot hart ins Gericht gegangen. "Wir haben verdient verloren, weil wir es nicht geschafft haben, unsere Fehler abzustellen und unsere Torchancen zu nutzen", sagte der ARD-Experte nach der 1:2 (1:0)-Pleite der deutschen Nationalmannschaft gegen Japan zum Auftakt der WM in Katar: "Wir haben die nackte Wahrheit gesehen."

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Schweinsteiger sah Mängel in allen Mannschaftsteilen: Er kritisierte fehlende defensive Stabilität, die Ballverluste im Mittelfeld, die mangelnde Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor. "Es ist wirklich enttäuschend, dass wir so ein Spiel verlieren. Aber es zeigt auch, wo wir stehen. Im Defensivverhalten waren große Fehler zu sehen. Das ist nicht abgezockt genug, das ist nicht erfahren genug, das ist nicht clever genug", meinte der frühere Weltklasse-Spieler.

Bei der Analyse der Gegentreffer geriet besonders der als Rechtsverteidiger aufgebotene Niklas Süle ins Visier von Schweinsteiger. Das Abwehrverhalten des Dortmunders und von Leon Goretzka vor dem 1:1 sei "gang, ganz schlecht" gewesen, urteilte der einstige Bayern-Profi. Beim zweiten japanischen Tor habe Süle dann die Abseitsfalle aufgehoben: "Niklas Süle muss das sehen, dass er da rausschieben muss. Der Fehler darf einem Außenverteidiger nie passieren, das muss man sehen.“

Deutschland in der Einzelkritik gegen Japan

Die deutsche Nationalmannschaft hat gegen Japan enttäuscht. Alle DFB-Spieler hier in der Einzelkritik. Zur Galerie
Die deutsche Nationalmannschaft hat gegen Japan enttäuscht. Alle DFB-Spieler hier in der Einzelkritik. ©

Die DFB-Auswahl hatte am Dienstag im Khalifa International Stadium den lange Zeit greifbar nahen Sieg leichtfertig aus der Hand gegeben. Ilkay Gündogan war nach gut einer halben Stunde per Foulelfmeter die Führung gelungen (33.). Im zweiten Durchgang reihte die Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick dann zahlreiche Chancen aneinander - und ließ diese aus. Die Strafe: Japan schlug zurück und profitierte dabei von den Wacklern in der deutschen Abwehr. Die beiden Bundesliga-Profis Ritsu Doan (76.) und Takuma Asano (83.) drehten die Begegnung und erhöhten den Druck auf die Deutschen auch hinsichtlich des weiteren Turnierverlaufs.

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Bei einem weiteren Rückschlag am Sonntag gegen Angstgegner Spanien könnten die Hoffnungen auf den Einzug ins Achtelfinale schon begraben und das Ticket für die Heimreise Anfang Dezember gebucht werden. "Wenn wir eine Chance gegen Spanien haben wollen, müssen wir deutlich besser werden", forderte Schweinsteiger.

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