22. Juni 2021 / 08:42 Uhr

WM-Fahrt voller Ungewissheit: Sportakrobaten des Dresdner SC wollen sich beweisen

WM-Fahrt voller Ungewissheit: Sportakrobaten des Dresdner SC wollen sich beweisen

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Vitera
Trainerin Petra Vitera ist gespannt auf die Leistungen ihrer Schützlinge. © Matthias Rietschel
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Am Mittwoch beginnen die Titelkämpfe bei der Sportakrobatik-WM in Genf. Dabei geht der Dresdner SC mit einem zwanzigköpfigen Aufgebot in der Schweiz an den Start. Dennoch dämpfte Cheftrainerin Petra Vitera im Vorfeld die Erwartungen.

Dresden. Mehr als ein Jahr lang haben die DSC-Sportakrobaten aufgrund der Corona-Pandemie fast im Verborgenen trainiert. „Weil wir sehr viele Bundeskader haben, durften die meisten Athletinnen und Athleten ja überhaupt trainieren“, ist Cheftrainerin Petra Vitera dankbar, auch wenn die Gestaltung der Übungseinheiten wegen der zu beachtenden Hygieneregeln keinesfalls leicht war. Weil zudem nur festangestellte Trainer die Halle betreten konnten, zog sich für Vitera und die vom Verein für diese Zeit angestellte Katharina Bräunlich der Trainingstag oft lange hin.

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Besondere Situation

Jetzt aber ist es endlich so weit: Bei der in dieser Woche beginnenden Weltmeisterschaft in Genf, die um ein Jahr verschoben worden war, können sich die Athleten wieder vor den Preisrichtern präsentieren. Dabei wird mit den World-Games-Siegern und Europameistern Tim Sebastian und Michail Kraft (Riesa) das deutsche Aushängeschild fehlen. Das Erfolgsduo hatte im vergangenen Jahr die Karriere beendet, nachdem feststand, dass die Titelkämpfe erst ein Jahr später stattfinden.

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Dennoch geht der DSC mit einem starken zwanzigköpfigen Aufgebot in der Schweiz an den Start. In vier Altersklassen werden ab Mittwoch die Medaillen vergeben. „Nach dieser langen Pandemiephase ohne Wettkämpfe, gehen eigentlich alle als Neulinge auf die Matte. Wir haben viele neu gebildete Formationen dabei und konnten uns lange nicht mit internationaler Konkurrenz messen. Keiner weiß, wo er steht. Manche fahren quasi aus dem Nichts zum ersten gemeinsamen Wettkampf nach Genf. Dazu kommt ordentlich Aufregung nach so langer Zeit ohne große Höhepunkte“, dämpft Petra Vitera die Erwartungen vor diesen Titelkämpfen und erklärt: „Wir sind froh, dass wir uns qualifiziert haben, was nur möglich war, weil die Bundeskader fast durchgängig trainieren durften. Alle sollen möglichst ihre beste Trainingsleistung zeigen und dann schauen wir, was dabei herauskommt.“


Ab Mittwoch starten zunächst die jüngeren Jahrgänge. Die Wettbewerbe der Senioren beginnen dann ab dem 2. Juli. Vor einer besonderen Situation steht dann die Herren-Vierergruppe mit Vincent Kühne, Tom Mädler, Aaron Borck und Ben Ködel. Denn in dieser Zusammensetzung trainieren sie erst seit fünf Wochen.