20. November 2022 / 19:54 Uhr

WM-Flucht bei Katar-Pleite: Eröffnungsspiel in Schlussphase plötzlich vor halbleeren Rängen

WM-Flucht bei Katar-Pleite: Eröffnungsspiel in Schlussphase plötzlich vor halbleeren Rängen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Halbleere Ränge in der Schlussphase im Al-Bait Stadion bei der Begegnung zwischen Katar und Ecuador. 
Halbleere Ränge in der Schlussphase im Al-Bait Stadion bei der Begegnung zwischen Katar und Ecuador.  © IMAGO/PA Images
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Gastgeber Katar hat das WM-Eröffnungsspiel am Sonntagabend gegen Ecuador verdient verloren. Bereits zur Halbzeit führten die Südamerikaner mit 2:0, viele Zuschauer verließen bereits vorzeitig das Stadion, das in der Schlussphase noch nicht mal mehr halb voll war.  

Beim WM-Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Katar und Ecuador (0:2) am Sonntag ist das Al-Bait Stadion in der Schlussphase nicht mal mehr zur Hälfte gefüllt gewesen. Viele der 67 372 Zuschauer hatten die Arena frühzeitig verlassen, die Bilder von halb verwaisten Rängen sorgten im Internet für Verwunderung und waren Anlass für erneute Kritik am umstrittenen Gastgeber.

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"Man muss sagen: Es ist einfach keine Fußball-Nation", sagte Ex-Weltmeister Christoph Kramer als Experte im ZDF. "Da ist gar kein Feuer, da kommt nichts von den Rängen und nichts vom Platz. Das passt irgendwie zum Spiel, dass sich das Stadion relativ schnell geleert hat - ich wäre wahrscheinlich auch früher gegangen." Katar war in seinem allerersten WM-Spiel gegen Ecuador größtenteils chancenlos und verlor völlig verdient 0:2 (0:2).

"Wir haben uns unterstützt gefühlt und wir hoffen, dass die Menschen das nächste Mal stolzer auf uns sein werden“, sagte der katarische Nationaltrainer Felix Sanchez angesprochen auf die vielen leeren Sitze gegen Ende des Spiels. "Ich bin sicher, dass uns die Menschen bis zum Ende des Turniers unterstützen werden.“ Die Atmosphäre im Stadion sei "großartig" gewesen. "Es tut uns leid, dass wir nicht zu dieser großartigen Atmosphäre und der Party beitragen konnten. Aber wir wussten, dass das passieren kann."

Kramer verglich die Situation mit der von der WM 2010. "Südafrika hatte als WM-Gastgeber auch einen schweren Stand, aber da hatte man irgendwie das Gefühl, dass man mit dem Land im Rücken und mit dem Esprit und Feuer der Leute irgendwie eine Wucht entwickeln kann“, sagte der Profi von Borussia Mönchengladbach: "Das hatte man heute gar nicht."

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