04. Dezember 2022 / 13:04 Uhr

WM-Kadergröße, Auswechslungen und Co.: Das sagt die Technische Studiengruppe der FIFA

WM-Kadergröße, Auswechslungen und Co.: Das sagt die Technische Studiengruppe der FIFA

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Arsene Wenger (links) und Jürgen Klinsmann gehören bei der WM zur Technischen Studiengruppe der FIFA.
Arsene Wenger (links) und Jürgen Klinsmann gehören bei der WM zur Technischen Studiengruppe der FIFA. © IMAGO/Ulmer/Teamfoto
Anzeige

Die Technische Studiengruppe der FIFA stellt erste WM-Erkenntnisse vor. Chef Arsène Wenger und Jürgen Klinsmann äußern sich dabei zu verschiedenen Themen. Eine Änderung soll bleiben.

Jürgen Klinsmann ist gegen vergrößerte Kader von 26 Spielern bei Weltmeisterschaften. Das sagte der Weltmeister von 1990 und spätere Bundestrainer als Mitglied der Technischen Studiengruppe des Weltverbandes FIFA am Sonntag auf einer Pressekonferenz in Katar. "Ich bin kein Fan davon, ich würde lieber 23 Spieler sehen", sagte Klinsmann: "Es bringt nichts, wenn du plötzlich 26 Spieler zur Verfügung hast. Sie können nicht alle spielen, und man muss eine große Gruppe bei guter Laune halten."

Anzeige

Derweil sprach sich der langjährige Arsenal-Trainer Arsène Wenger als Chef der Kommission für die Beibehaltung von fünf Auswechslungen auch bei Weltmeisterschaften aus. Zuletzt war die temporäre Ausweitung während der Corona-Zeit von drei auf fünf Wechsel dauerhaft ins Regelwerk übernommen worden. "Wir werden nicht zurückgehen auf drei. Niemand möchte das", sagte der Elsässer. "Es gab die Anfrage, zu mehr als drei Zeitpunkten wechseln zu dürfen.“ Das werde wohl nicht passieren, aber man werde vielleicht den Zeitrahmen von 30 Sekunden pro Wechsel verlängern müssen: „Dafür haben wir jetzt auch die längeren Nachspielzeiten."

Wenger findet auch die Erweiterung des Starterfeldes auf 48 Mannschaften bei der WM 2026 gut. "Wir müssen noch weitere 16 gute Teams finden", sagte der 73-Jährige. "Aber das repräsentiert immer noch nur 22 Prozent der Welt. Es wird mehr Anreize geben, den Fußball innerhalb eines Landes weiterzuentwickeln. Da gibt es Defizite in der Ausbildung in vielen Ländern der Welt. Ich bin überzeugt, wenn die Länder mehr Chancen schaffen, wird sich der Fußball besser entwickeln."

In welchem Format man in vier Jahren spielen soll, wollte Wenger nicht beurteilen. "Es ist noch nicht abgeschlossen entschieden, oder wir mit zwölf Gruppen à vier Teams spielen oder 16 Gruppen à drei. Wir können auch zwei Vorrunden zu 24 in sich organisieren. Aber das wird nicht von mir entschieden."

Anzeige: Erlebe die gesamte Bundesliga mit WOW und DAZN zum Vorteilspreis