25. November 2022 / 08:08 Uhr

Gavi, Richarlison, Saka und Co. setzen WM-Glanzlichter: Das sind die Stars nach dem ersten Spieltag

Gavi, Richarlison, Saka und Co. setzen WM-Glanzlichter: Das sind die Stars nach dem ersten Spieltag

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gavi (links) Richarlison (Mitte) und Bukayo Saka stachen am ersten WM-Spieltag mit starken Leistungen heraus.
Gavi (links) Richarlison (Mitte) und Bukayo Saka stachen am ersten WM-Spieltag mit starken Leistungen heraus. © IMAGO/Ulmer/Teamfoto/ Sports Press Photo/ANP (Montage)
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Der fünfte WM-Tag ist beendet, jedes Team stand bisher einmal auf dem Rasen in Katar. Zeit, um eine erste Bilanz zu ziehen: Der SPORTBUZZER verrät, welche Spieler sich ins Rampenlicht gespielt haben – und hat eine Mischung aus Top-Talenten und Routiniers zusammengestellt.

Der erste Spieltag der Weltmeisterschaft in Katar ist gespielt und sorgte neben den Diskussionen außerhalb des Platzes rund um das "One Love"-Verbot der FIFA auch sportlich für Schlagzeilen. Argentinien und Deutschland patzten zum Turnierauftakt, England und Spanien setzten mit zwei Kantersiegen gleich mal ein Ausrufezeichen. In den ersten 16 Partien haben schon so manche Spieler überzeugt und waren maßgeblich an den Leistungen ihrer Mannschaften beteiligt. Der SPORTBUZZER, das Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), blickt auf eine Auswahl von 6 Spielern, die sich im ersten Gruppenspiel ins Rampenlicht gespielt haben.

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Bukayo Saka (21 Jahre, England)

Vor rund eineinhalb Jahren war Bukayo Saka nach dem verschossenen Elfmeter im EM-Finale gegen Italien noch der Sündenbock für die englischen Fans. Dennoch vertraut sein Trainer Gareth Southgate dem Youngster und setzte zum Auftakt der Weltmeisterschaft gegen den Iran auf den 21-Jährigen – und der Arsenal-Profi zahlte es mit einer überzeugenden Leistung zurück. Mit seinen zwei Treffern (43. und 62. Minute) hatte Saka maßgeblichen Anteil an dem deutlichen 6:2-Erfolg gegen die Iraner und wurde völlig zu Recht zum Spieler des Spiels gekürt. Vor allem sein erster Treffer brachte die "Three Lions" noch vor der Pause zu einer sicheren 2:0-Führung und stellte somit die Weichen auf Sieg. Bis zu seiner Auswechslung in der 70. Minute stach der Engländer mit Offensivdrang sowie schnellem Tempodribbling in einem generell starken Team noch etwas heraus.

Gavi (18 Jahre, Spanien)

Mit dem 7:0 gegen Costa Rica setzte die spanische Nationalmannschaft im ersten Gruppenspiel direkt mal ein Ausrufezeichen. Vermutlich hätten sich mehrere Spieler einen Platz in dieser Auswahl verdient, doch einer der besonders herausragte, war der 18 Jahre alte Golden-Boy-Sieger Gavi. Zusammen mit dem Routinier Sergio Busquets und Pedri (19) bildete er das Dreier-Mittelfeld der Spanier. Neben seiner 91-prozentigen Passquote glänzte der Youngster mit Offensivaktionen: Den Führungstreffer von Dani Olmo (11.) leitete er mit einem feinen Steckpass ein, beim 4:0 von Ferran Torres (54.) gab Gavi ebenfalls den entscheidenden letzten Pass. Doch damit nicht genug: Der Barcelona-Profi war sogar selbst noch erfolgreich. Eine Hereingabe des eingewechselten Alvaro Morata brachte er per sehenswerter Direktabnahme gekonnt im Kasten unter und sicherte sich somit die Spieler-des-Spiels-Trophäe. Nach dieser dominanten Vorstellung sollte das DFB-Team vor dem direkten Duell gegen die Spanier (Sonntag, 20 Uhr) in jedem Fall gewarnt sein - und Gavi unter Kontrolle kriegen.

Olivier Giroud (36 Jahre, Frankreich)

Nach dem bitteren WM-Aus des verletzten Karim Benzema baut "Les Bleus" wieder auf Olivier Giroud. Und der 36-Jährige, der mittlerweile sein Geld bei der AC Mailand verdient, zahlte seine Startelf-Nominierung direkt mit einem Doppelpack zum WM-Auftakt gegen Australien zurück. Dabei machte er das, was von einem wuchtigen Mittelstürmer erwartet wird: Er stand beim 2:1-Führungstreffer (32.) goldrichtig und schraubte sich bei seinem mustergültigen Kopfballtor zum 4:1 (71.) höher als die komplette gegnerische Abwehr. Zudem gelang Giroud am ersten Spieltag beinahe schon DAS Tor der WM, sein spektakulärer Fallrückzieher landete jedoch knapp neben dem Gehäuse der Australier. Mit seinen beiden Treffern schaffte er Historisches: Mit den Länderspieltoren 50 und 51 zog der bullige Angreifer mit dem bisherigen französischen Rekordhalter Thierry Henry gleich. Die Chance, weitere Tore nachzulegen, hat Giroud bereits am zweiten WM-Spieltag – im Duell gegen Dänemark (Samstag, 17 Uhr, live im SPORTBUZZER-Ticker).

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Enner Valencia (33 Jahre, Ecuador)

Der 33-jährige Enner Valencia führte "La Tri" als Kapitän gegen Katar auf den Rasen – und mit seinen beiden Toren zum Sieg. Die Südamerikaner waren dem WM-Gastgeber klar überlegen, was vor allem der Verdienst des erfahrenen Angreifers von Fenerbahçe Istanbul war. In der dritten Spielminute wurde sein vermeintlicher Treffer per Kopf noch wegen einer Abseitsstellung aberkannt. In der 16. Minute war es dann so weit: Als Gefoulter trat er zum Elfmeter selbst an und verwandelte souverän (16.), ließ in der 31. Minute ein weiteres Kopfballtor folgen. Kurios: Valencia erzielte damit die letzten fünf WM-Tore Ecuadors im Alleingang. Sein Einsatz im Spiel gegen die Niederlande (Freitag, 17 Uhr, live im SPORTBUZZER-Ticker) ist jedoch offen. "Ich hoffe, dass ich bereit sein werde", sagte Valencia, nachdem er in der 77. Minute gegen Katar verletzt ausgewechselt werden musste.

Richarlison (25 Jahre, Brasilien)

Er stellte selbst Neymar und Vinicius Junior beim 2:0-Auftaktsieg der Brasilianer gegen Serbien in den Schatten: Tottenham-Profi Richarlison. Der 25 Jahre alte Offensivspieler erzielte beide Treffer für die Seleção – und sorgte damit quasi im Alleingang für einen erfolgreichen Turnierstart seiner Mannschaft. Während sich der Favorit auf den WM-Titel im ersten Durchgang gegen kompakte Serben noch schwertat, drehte er nach der Pause mächtig auf. Erst war Richarlison mit einem Abstauber aus kurzer Distanz zur Stelle (63.), zehn Minuten später sollte dann sein ganz großer Moment folgen: Eine Flanke von Vinicius Junior nahm der Mittelstürmer überragend an, legte sich den Ball mit dem ersten Kontakt hoch und drosch den Ball schließlich artistisch per Seitfallzieher ins Tor der Serben – ein absoluter Zauber-Treffer und das bis dato schönste Tor dieses Turniers!

Takuma Asano (28 Jahre, Japan)

In der Startelf stand Takuma Asano beim Auftaktsieg der Japaner gegen die deutsche Nationalmannschaft zwar nicht, hatte als Joker aber entscheidenden Anteil am überraschenden Erfolg seiner Mannschaft. Nach einer knappen Stunde wechselte Trainer Hajime Moriyasu den Profi des VfL Bochum beim Stand von 1:0 für das DFB-Team ein – und brachte mit ihm die Wende ins Spiel. Asano war nach seiner Einwechslung sofort voll im Spiel, setzte immer wieder zu gefährlichen Dribblings an und stellte die deutsche Hintermannschaft vor große Probleme. Am Ausgleichstreffer durch den Freiburger Ritsu Doan (75.) war er noch nicht beteiligt, doch dann folgte sein großer Moment: In der Schlussphase der Partie nahm der Offensivspieler einen langen Ball von Ko Itakura gekonnt mit, schüttelte DFB-Innenverteidiger Nico Schlotterbeck mit seinem Tempo ab und nagelte das Leder schließlich aus spitzem Winkel zum 2:1 in die Maschen (83.). Japan brachte den knappen Vorsprung im Anschluss mit Glück und Geschick über die Zeit und sicherte sich eine ideale Ausgangsposition für die zweite Partie am Sonntag gegen Costa Rica (11 Uhr, ZDF und Magenta TV) – vor allem dank Asano.

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