15. Juni 2022 / 19:50 Uhr

Test-Marathon für Japan, Spanien souverän, Außenseiter Costa Rica: Die WM-Gegner des DFB-Teams im Check

Test-Marathon für Japan, Spanien souverän, Außenseiter Costa Rica: Die WM-Gegner des DFB-Teams im Check

Sebastian Harfst
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Japan, Spanien und Costa Rica sind die deutschen Gegner bei der WM.
Japan, Spanien und Costa Rica sind die deutschen Gegner bei der WM. © Getty Images (Montage)
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Mit Costa Rica steht nach Japan und Spanien nun auch der dritte Gruppengegner der deutschen Mannschaft bei der WM in Katar fest. Der SPORTBUZZER macht den Check: Wie sind die drei Kontrahenten der DFB-Auswahl fünf Monate vor der Wüsten-Endrunde in Form?

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich mit einem Ausrufezeichen in den Vor-WM-Sommer verabschiedet. 5:2 gegen Italien – das sollte auch bei den Gegnern Eindruck schinden, die bei der Endrunde in Katar im November und Dezember auf das Team von Hansi Flick warten. Doch wie ist die Form bei den Nationalteams aus Japan, Spanien und den seit Dienstag als abschließende Vorrundengegner in Gruppe E feststehenden Costa-Ricanern? Der SPORTBUZZER, das Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), macht den Check.

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Japan (23. November, 14 Uhr)

Auch der deutsche Auftaktgegner hat vier Länderspiele innerhalb von zwölf Tagen hinter sich. Zum Auftakt des Freundschaftsspielreigens schlug das Team des seit 2018 amtierenden Nationaltrainers Hajime Moriyasu Paraguay mit 4:1. Unter anderem trafen der Bochumer Takuma Asano und der Frankfurter Daichi Kamada. Weiter ging’s mit einer 0:1-Niederlage gegen Brasilien (Tor: Neymar), bevor die japanische Testspiel-Achterbahn beim 4:1 gegen Ghana wieder aufwärts fuhr. Zum Abschluss der Länderspielsaison mussten Asano, Kamada und Co. eine 0:3-Niederlage gegen Tunesien hinnehmen.

Coach Moriyasu nutzte die Möglichkeit zum Testen. Insgesamt 26 Spieler kamen zum Einsatz, drei Torhüter durften ihr Kö nnen zeigen. Wohl auch, weil es für die Japaner in einem guten Monat schon weitergeht. Bei der Ostasienmeisterschaft warten ab dem 19. Juli die Gegner Hongkong, Südkorea und China.

Spanien (27. November, 20 Uhr)

Der Weltmeister von 2010 ist gut in seine Nations-League-Gruppe mit Portugal, Tschechien und der Schweiz gestartet. Nach vier Spielen hat die Mannschaft von Trainer Luis Enrique acht Punkte, ist ohne Niederlage und steht auf Platz eins. Nach Unentschieden gegen Portugal (1:1) und Tschechien (2:2) folgten Siege gegen die Schweiz (1:0) und die Tschechen (2:0).

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Auffällig: Spanien lebt von seiner mannschaftlichen Geschlossenheit. Nur Stürmer Pablo Sarabia von Sporting Lissabon war in den zurückliegenden vier Nations-League-Spielen mehr als einmal als Torschütze erfolgreich (zwei Treffer). Auch die Vorlagen zu den bisher sechs Turniertoren teilten sich fünf Spieler des EM-Halbfinalisten des vergangenen Jahres auf. Nur Real Ma­drids Rechtsaußen Marco Asensio legte zwei Treffer auf.

Langfristiger Hoffnungsträger der Iberer ist der erst 17 Jahre alte Mittelfeldspieler Gavi vom FC Barcelona. Trainer Enrique schwärmte nach dem Sieg gegen die Tschechen: "Der Gavi, den wir heute Abend gesehen haben, war wie ein ausbrechender Vulkan, den man nicht eindämmen kann." Hansi Flick dürfte sich das Video vom Spiel sehr genau ansehen .

Costa Rica (1. Dezember, 20 Uhr)

Mit dem Treffer von Philipp Lahm gegen die Mittelamerikaner begann 2006 das WM-Sommermärchen im eigenen Land (Endstand 4:2). 2022 kommt es zum Abschluss der Gruppenphase zum erneuten Duell mit den Costa-Ricanern. Die qualifizierten sich am Dienstag durch ein 1:0 gegen Neuseeland für die Wüsten-Endrunde. Nationaltrainer Luis Fernando Suárez war nach dem Zittersieg sicher, dass die Welt noch nicht das wahre Gesicht seines Teams gesehen hatte: "Ich hoffe, dass wir ein anderes Costa Rica sein werden, ein stärkeres Costa Rica", sagte er mit Blick auf die Endrunde. Fakt ist: Bis auf PSG-Torhüter Keylor Navas (35, dreimal Champions-League-Sieger mit Real Ma­drid) spielt kein Costa-Ricaner bei einem Topverein.

Insgesamt kommt das Team in diesem Jahr auf sieben Siege gegen überwiegend schwächere Gegner sowie je ein Unentschieden (0:0 ge­gen Mexiko) und eine Niederlage (0:2 gegen Panama).

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