01. Oktober 2022 / 15:45 Uhr

Protest gegen WM-Gastgeber Katar: Französische Städte starten Public-Viewing-Boykott

Protest gegen WM-Gastgeber Katar: Französische Städte starten Public-Viewing-Boykott

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die WM in Katar startet im November.
Die WM in Katar startet im November. © IMAGO/PantherMedia/Valerio Rosati
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Aus Protest gegen die Menschenrechtslage im WM-Gastgeberland Katar verweigern mehrere französische Großstädte die Durchführung von Public-Viewing-Veranstaltungen während der Weltmeisterschaft. Der Stadtrat von Lille etwa habe dies einstimmig beschlossen, so die Bürgermeisterin Martine Aubry.

Wegen der Menschenrechtslage in Katar haben sich mehrere französische Großstädte gegen ein Public Viewing während der Weltmeisterschaft entschieden. Einstimmig habe der Stadtrat von Lille eine Erklärung verabschiedet, in der er die Austragung der Fußball-WM vom 20. November bis 18. Dezember in Katar missbilligt, da sie in Bezug auf Menschenrechte, Umwelt und Sport unsinnig sei, teilte die Bürgermeisterin der nordfranzösischen Stadt, Martine Aubry, am Samstag mit. "Wir werden kein einziges Spiel auf Großbildschirmen übertragen."

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Genauso entschieden bereits die ostfranzösischen Städte Straßburg und Reims, berichtete der Sender France Info. "Es ist unmöglich für uns, die zahlreichen Warnungen von NGOs zu überhören, die den Missbrauch und die Ausbeutung von Gastarbeitern anprangern", begründete die Straßburger Bürgermeisterin Jeanne Barseghian die Entscheidung gegen Public-Viewing-Veranstaltungen.

Der Bürgermeister von Reims, Arnould Robinet, verwies auf den "kontroversen" Charakter der WM, aber auch auf die Energiekosten einer Großbildleinwand "zu einer Zeit, in der die öffentliche Hand sowohl von unseren Mitbürgern als auch von unseren Verwaltungen verlangt, ihren Energieverbrauch zu senken".

Katar steht vor dem WM-Turnier wegen Menschenrechtsverstößen und des Umgangs mit Arbeiterinnen und Arbeitern aus anderen Ländern schon lange in der Kritik. In der Vergangenheit war es auch zu tödlichen Unfällen auf den WM-Baustellen gekommen. Die Regierung des Emirats verweist auf eigene Reformen und weist Teile der Kritik zurück.

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