09. Dezember 2022 / 08:25 Uhr

Die acht Viertelfinalisten der WM in Katar im Check: Wer in der Form-Tabelle die Nase vorn hat

Die acht Viertelfinalisten der WM in Katar im Check: Wer in der Form-Tabelle die Nase vorn hat

Hendrik Buchheister
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der SPORTBUZZER schaut auf die Titelchancen der WM-Viertelfinalisten.
Der SPORTBUZZER schaut auf die Titelchancen der WM-Viertelfinalisten. © Getty Images/IMAGO/Sven Simon (Montage)
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Ab Freitag geht es bei der Weltmeisterschaft in Katar mit dem Viertelfinale weiter. Zahlreiche Top-Nationen sind noch im Rennen um den Titel - aber auch ein krasser Außenseiter ist weiter dabei. Der SPORTBUZZER macht bei den acht verbliebenen Nationen den Formcheck.

Die Weltmeisterschaft biegt auf die Zielgerade ein. Im Viertelfinale sind sechs der größten Nationen des Weltfußballs unter sich, dazu Vizeweltmeister Kroatien – und das Sensationsteam aus Marokko. Für die Nordafrikaner geht es am Samstag (16 Uhr/ZDF und MagentaTV) gegen Portugal. Ebenfalls am Samstag (20 Uhr/ZDF und MagentaTV) stehen sich England und Frankreich gegenüber. Schon am Freitag duellieren sich Kroatien und Brasilien (16 Uhr/MagentaTV) sowie die Niederlande und Argentinien (20 Uhr/ARD und MagentaTV). Welches Land hat die größten Titelchancen? Die Rangliste auf Basis der Beobachtungen der SPORTBUZZER-Reporter in Katar.

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1. Brasilien: Der Topfavorit kommt zur heißen WM-Phase in Form. Bei der 4:1-Demontage von Südkorea präsentierte die Mannschaft in der ersten Hälfte das volle Repertoire ihres Könnens. Auch die Diskussion um Brasiliens Jubeltänze können nicht von der überragenden Offensive ablenken. Im Mittelfeld stabil dank Casemiro, außerdem mit dem wohl besten Torwart der Welt (Alisson vom FC Liverpool). Die Brasilianer sind auf einer Mission: Sie wollen für den kranken Pelé Weltmeister werden. Die Chancen sind gut.

2. Frankreich: Der Titelverteidiger flog mit Sorgen nach Katar wegen der verletzten Schlüsselspieler N’Golo Kanté, Paul Pogba und Karim Benzema. Frankreich überstand als erster Weltmeister seit Brasilien 2006 die Vorrunde. Spätestens nach dem Achtelfinalsieg über Polen ist klar, dass mit Frankreich zu rechnen ist – vor allem wegen Kylian Mbappé. Der Angreifer kann wie bei der WM 2018 auch in Katar die überragende Figur werden.

3. Argentinien: Wie Brasilien sind auch die Argentinier auf einer Mission: Sie wollen Lionel Messi bei dessen fünfter und letzter WM zur Krönung seiner Karriere verhelfen. Den Schock der Blamage gegen Saudi-Arabien zum Start überwanden sie schnell. Argentinien ist hinten solide und hat vorne Messi. Im Achtelfinale gegen Australien schoss er sein erstes WM-Tor in einem K.-o.-Spiel. Das Schicksal steht günstig für Argentinien.

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4. England: "It’s coming home?" Nun ja. Die Chancen auf den ersten WM-Titel seit 1966 sind besser als je zuvor. England hat in der Offensive einen Überfluss an Spielern, die den Unterschied machen können. Harry Kane glänzt als Vorbereiter und schoss im Achtelfinale gegen den Senegal sein erstes Tor in Katar. Die Abwehr um den viel kritisierten Harry Maguire steht. Das Viertelfinale gegen Titelverteidiger Frankreich wird zeigen, ob England das Zeug zum Weltmeister hat.

5. Niederlande: Die Niederländer spielen nicht schön, aber erfolgreich. Trainer Louis van Gaal hat sich vom heiligen 4-3-3 abgewandt und lässt seine Mannschaft mit fünf Leuten verteidigen. Vorne effizient bei Kontern. Cody Gakpo ist eine der WM-Entdeckungen, Memphis Depay zeigt, dass er zu Weltklasseleistungen imstande ist. Für die Niederlande, die im Achtelfinale die USA aus dem Turnier beförderten, ist alles möglich.

6. Portugal: Beim rauschenden Achtelfinale gegen die Schweiz (6:1) begann eine neue Zeitrechnung: Cristiano Ronaldo ist nur noch zweite Wahl. Ohne ihn spielt Portugal dynamischer, schneller, unberechenbarer. Trainer Fernando Santos weiß, wie man Titel gewinnt. Er machte Portugal 2016 zum Europameister. In allen Mannschaftsteilen mit Weltklassespielern. Portugal muss als Geheimfavorit ernst genommen werden.

7. Marokko: Die Sensation der WM. Marokko wurde Gruppensieger vor Kroatien und Belgien und eliminierte im Achtelfinale Ex-Weltmeister Spanien. Lebt von der enormen Unterstützung der Fans im Stadion und in der gesamten arabischen Welt. Defensiv extrem stabil (erst ein WM-Gegentor). Dank Achraf Hakimi und Hakim Ziyech mit Weltklassespielern, die den Unterschied machen können. Dennoch krasser Außenseiter im Viertelfinalfeld.

8. Kroatien: Der Vizeweltmeister schaffte bei der WM erst einen Sieg in der regulären Spielzeit. Glaubt trotzdem – oder gerade deswegen – an seine Chance: Kroatien brauchte 2018 im Achtelfinale und Viertelfinale das Elfmeterschießen und kam auch in Katar im Achtelfinale gegen Japan auf diese Weise weiter. Herzstück ist das Mittelfeld um den ewigen Luka Modric.

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