24. März 2021 / 17:13 Uhr

Gruppen, Favoriten, Modus: Alle Informationen zum Start der WM-Qualifikation

Gruppen, Favoriten, Modus: Alle Informationen zum Start der WM-Qualifikation

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ab Mittwoch in der WM-Quali gefordert: Jude Bellingham, Kylian Mbappé und Erling Haaland.
Ab Mittwoch in der WM-Quali gefordert: Jude Bellingham, Kylian Mbappé und Erling Haaland. © Getty Images/IMAGO/Bildbyran/PanoramiC (Montage)
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Am Mittwochabend startet die europäische Qualifikation für die WM 2022 in Katar. Das DFB-Team startet am Donnerstag gegen Island. Der SPORTBUZZER gibt vorab einen Überblick über die zehn Gruppen, den Modus und die Favoriten.

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Am Mittwochabend beginnt die europäische Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Katar mit dem Spiel zwischen der Türkei und den Niederlanden (18 Uhr, DAZN). In zehn Gruppen kämpfen insgesamt 55 Nationen um eines der zehn direkten Tickets für das Turnier im Winter 2022. Nur die Gruppenersten qualifizieren sich direkt, die Gruppenzweiten müssen ein Playoff-Turnier mit zwei Teams, die in der Nations League am besten abschnitten, um die verbleibenden drei Plätze für die WM-Endrunde austragen. Der SPORTBUZZER gibt vor dem Start in die WM-Quali einen Überblick über die Lage in den einzelnen Gruppen und zeigt die Favoriten.

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Gruppe A: Portugal, Serbien, Irland, Aserbaidschan, Luxemburg, (Katar)

Die Gruppe A wartet gleich mit der größten Besonderheit im gesamten Wettbewerb auf: Mit Katar spielt in der Staffel nämlich ein Gast mit. Der WM-Gastgeber ist zwar automatisch für das Turnier im Winter 2022 qualifiziert. In der europäischen Qualifikation will man nun aber außerhalb der Konkurrenz Spielpraxis für die WM im eigenen Land sammeln. Gruppen-Favorit ist indes unbestreitbar Europameister Portugal, Serbien und Irland dürfen sich Außenseiter-Chancen ausrechnen – sie dürften um Platz zwei kämpfen.

Gruppe B: Spanien, Schweden, Griechenland, Kosovo, Georgien

An Spanien dürfte in der Gruppe B kaum ein Weg vorbei führen. Gerade nach der 6:0-Demonstration gegen das DFB-Team in der Nations League im vergangenen November zählt die "Furia Roja" wieder zu den ganz heißen Favoriten für die EM in diesem Jahr – und die WM im nächsten. Allerdings hat Spaniens wohl größter Konkurrent in der Gruppe B ein Ass im Ärmel: Bei Schweden gibt Sturm-Ikone Zlatan Ibrahimovic mit 39 Jahren sein Nationalmannschafts-Comeback nach fünf Jahren Pause.

Gruppe C: Italien, Schweiz, Nordirland, Bulgarien, Litauen

Die Gruppe C verspricht einen spannenden Zweikampf um die direkte Qualifikation: Italien sieht sich sicher in der Pole Position, aber auch die mit zahlreichen Bundesliga-Profis gespickten Schweizer brauchen sich nicht zu verstecken. "Wir sind nicht so weit weg von ihnen. Wir haben eine gute Mannschaft und können auch Italien Probleme bereiten", sagte Gladbachs Denis Zakaria dem SRF.

Gruppe D: Frankreich, Ukraine, Bosnien-Herzegowina, Finnland, Kasachstan

Um Frankreich als Gruppensieger in Gruppe D zu sehen, braucht es keinen Propheten. Der Weltmeister ist unumstrittener Favorit – sowohl in der Gruppe als auch bei der WM-Endrunde im kommenden Jahr. Spannend wird es dahinter: Wer holt sich den Playoff-Platz? Nur Kasachstan ist hier wohl aus der Verlosung ausgenommen.

Gruppe E: Belgien, Wales, Tschechien, Weißrussland, Estland

Die Gruppe E beginnt am Mittwochabend (20.45 Uhr, DAZN) gleich mit dem Topspiel: In Leuven trifft Belgien auf Wales. Dass die Briten um den von Real Madrid an Tottenham verliehenen Superstar Gareth Bale Belgien ernsthaft um die direkte Qualifikation bringen kann, scheint aber zunächst unwahrscheinlich.

Gruppe F: Österreich, Dänemark, Schottland, Israel, Moldawien, Faröer

Zwei deutsche Nachbarländer kämpfen in Gruppe F um das direkte Ticket zur WM. Mit 19 Bundesliga-Legionären will sich Österreich erstmals seit 1998 wieder für eine WM-Endrunde qualifizieren. Aber auch Dänemark rechnet sich gute Chancen auf Platz eins aus. Beide beginnen gegen die anderen beiden professionellen Nationen: Die Österreicher spielen am Mittwoch in Schottland (20.45 Uhr), für Dänemark beginnt die Quali am gleichen Tag in Israel (18.45 Uhr, beide DAZN). Doch Vorsicht: Auch mit den Schotten ist nach der geglückten EM-Qualifikation zu rechnen.

Gruppe G: Niederlande, Norwegen, Türkei, Montenegro, Lettland, Gibraltar

Die EM verpasste BVB-Star Erling Haaland mit Norwegen in den Playoffs. Schafft es die Sturm-Hoffnung mit den Skandinaviern dafür nun zur WM? Der Weg dorthin wird in Gruppe G nicht einfach. Die Niederlande mit ihrem top-besetzten jungen Kader wird die Messlatte sein. Im Kampf um den zweiten Platz wartet auf Haaland, Kapitän Martin Ödegaard und Co. die Türkei – die der deutschen Elf im November immerhin ein 3:3-Unentschieden abluchste.

Gruppe H: Kroatien, Slowakei, Slowenien, Russland, Malta, Zypern

Gruppe H bietet eine richtige Wundertüte: Zwar dürfte Vize-Weltmeister Kroatien für Platz eins favorisiert sein. Allerdings ist die Mannschaft längst nicht mehr so dicht mit Weltklasse-Spielern besetzt, wie noch bei dem Turnier in Russland vor drei Jahren. Sowohl die Russen, als auch Slowenien und die Slowakei sollten in der Lage sein, gegen die Elf von der Adria zu punkten.

Gruppe I: England, Polen, Ungarn, Albanien, Andorra, San Marino

Mit den Engländern bietet Gruppe I einen der Top-Favoriten auf den Titel in Katar. Schwierigster Gruppen-Gegner für die Three Lions dürfte Polen mit Weltfußballer Robert Lewandowski sein. Auch die mit zahlreichen Bundesliga-Profis gespickten Ungarn hoffen, ein Wort mitzureden.

Gruppe J: Deutschland, Island, Rumänien, Armenien, Nordmazedonien, Liechtenstein

Die deutsche Elf hat wahres Losglück gehabt. Sollte sich die sportliche Talfahrt aus dem vergangenen Herbst nicht dramatisch fortsetzen, wird die Mannschaft wohl keine Probleme haben, ihre Gruppe zu gewinnen. Spannend wird zum einen, wer nach der EM auf dem Trainerposten von Joachim Löw übernimmt. Zum anderen bietet der Kampf um den zweiten Platz, der zu den Playoffs berechtigt, Unterhaltungswert. In der Favoriten-Position dürften hier die Isländer sein, die schon bei der WM 2018 dabei waren.