24. November 2022 / 18:58 Uhr

WM-Rekordtor von Ronaldo leitet Sieg ein: Portugal unterstreicht Ambitionen gegen Ghana

WM-Rekordtor von Ronaldo leitet Sieg ein: Portugal unterstreicht Ambitionen gegen Ghana

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Cristiano Ronaldo (links) erzielte beim Sieg gegen Ghana per Elfmeter das 1:0.
Cristiano Ronaldo (links) erzielte beim Sieg gegen Ghana per Elfmeter das 1:0. © IMAGO/Shutterstock (Montage)
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Portugal zählt sich selbst zu den WM-Favoriten – und gegen Ghana lieferte die Elf um Weltstar Cristiano Ronaldo eine ansprechende Leistung ab. Nach einem Rekordtreffer des aktuell vereinslosen Ex-Manchester-Profis war der Bann gebrochen. Ghana schnupperte kurz an einer Überraschung.

Portugal hat zum Auftakt der Weltmeisterschaft seine Titelambitionen unterstrichen. Durch ein 3:2 (0:0) gegen Ghana übernahmen die Portugiesen am Donnerstagabend die Tabellenführung der Gruppe H und zeigten sich unbeeindruckt vom Wirbel rund um das jüngst erschienene Frust-Interview von Cristiano Ronaldo. Durch ein WM-Rekordtor brachte "CR7" seine Mannschaft zunächst in Führung (65.). Der 37-Jährige ist damit nun der erste Spieler, der bei fünf Weltmeisterschaften (von 2006 bis 2022) jeweils mindestens ein Tor erzielt hat. Den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 besorgte Ghana-Kapitän Jordan Ayew (73.), ehe Portugal per Doppelschlag von Joao Felix (78.) und Rafael Leao (80.) die Weichen auf Sieg stellte. Der Anschlusstreffer von Osman Bukari (89.) kam zu spät.

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Mit Superstar und Kapitän Ronaldo startete die portugiesische Nationalmannschaft gegen den Außenseiter aus Ghana. Außerdem vertraute Nationaltrainer Fernando Santos in der Offensive auf Felix und Otavio. Der BVB-Profi Raphael Guerreiro durfte, anders als der zweite Bundesliga-Akteur André Silva, ebenfalls von Beginn an ran. Ghanas Trainer Otto Addo, der nebenbei als Top-Talente-Trainer bei Borussia Dortmund angestellt ist, verzichtete zunächst auf Daniel-Kofi Kyereh vom SC Freiburg, setzte dafür aber auf den erst im Sommer eingebürgerten Inaki Williams. In Jordan Ayew saß einer von zwei Spielern des Kaders mit WM-Erfahrung überraschend zunächst nur auf der Bank. Sein Bruder, Andre Ayew, führt Ghana als Kapitän aufs Feld.

Portugal dominierte die erste Halbzeit, hatte 70 Prozent Ballbesitz und war somit die spielbestimmende Mannschaft, sonderlich viele Highlights gab es dennoch nicht. Wenn es allerdings vorne mal zu gefährlichen Aktionen kam, war Ronaldo beteiligt. So zum Beispiel in der zehnten Minute, als die Portugiesen nach technischem Fehler von Mohammed Kudus schnell umschalteten und "CR7" einen Steckpass nicht mehr rechtzeitig vor dem rauseilenden Torwart Ati Zigi erreichte. Während Ghana im ersten Durchgang zu keiner klaren Torchance kam, dauerte es auch bis Portugal erneut gefährlich vor dem Kasten auftauchte. Wieder war es Ronaldo, diesmal zappelte der Ball nach schönem Schlenzer im Netz – und der 37-Jährige schien der erste Spieler zu sein, der bei fünf WM-Turnieren trifft. Doch Schiedsrichter Ismail Elfath hatte noch vor Überprüfung des VAR auf Foulspiel an den Ghanaer Alexander Djiku entschieden (31.).

Mit Beginn des zweiten Durchgangs wurden die Afrikaner mutiger und kamen prompt zu ihrer besten Möglichkeit. Nach einer Drehung gegen Ruben Neves trieb Kudus den Ball durchs Zentrum, zog aus 20 Metern ab und verfehlte nur knapp den rechten Pfosten (55.). Nur wenig später haben die Ghanaer erst Glück und dann Pech: Nach einem Foulspiel geriet der gelbvorbelastete Alidu Seidu mit Felix aneinander und gab dem Portugiesen einen leichten Kopfschieber mit, Referee Elfath löste die Situation jedoch ohne zweite Gelbe Karte (59.). Kurz darauf wurde Ronaldo von Mohammed Salisu im Sechzehner zu Fall gebracht und Schiedsrichter Ismail Elfath entschied auf Elfmeter – eine strittige Entscheidung, spielte Salisu doch zunächst den Ball. Der Gefoulte nahm sich der Sache selbst an und schrieb sich letztlich doch in die WM-Geschichtsbücher (65.).

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In der Folge wirkte Ghana für wenige Minuten wie wach geküsst und kam prompt zu einer guten Doppelchance – wieder prüfte Kudus Portugals Keeper Diogo Costa mit einem Fernschuss (72.), doch der Mann vom FC Porto war zur Stelle. Eine Minute später hatte er dann keine Chance mehr, als Jordan Ayew auf Vorlage vom überragend aufgelegten Kudus mit seinem dritten WM-Tor für den Ausgleich sorgte. In Schockstarre verfiel die "Selecao" allerdings nicht: Ein Doppelschlag von Felix (78.) und des nur drei Minuten zuvor eingewechselten Rafael Leao (80.) brachten Ronaldo und Co. letztlich auf Siegkurs. Der Anschlusstreffer von Bukari entfachte nochmal Hoffnung für die erneut lange Nachspielzeit, war letztlich aber zu wenig (89.).

Portugal trifft am zweiten Spieltag auf Uruguay (Montag, 20 Uhr). Ghana bekommt es am selben Tag mit Südkorea zu tun (14 Uhr), die sich im ersten Spiel gegen die Südamerikaner zu einem 0:0 gemüht hatten.

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