14. Juni 2018 / 18:33 Uhr

WM-Serie: Auch der VfL Wolfsburg war mal an Mo Salah dran

WM-Serie: Auch der VfL Wolfsburg war mal an Mo Salah dran

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wolfsburg und die WM - Angeber-Wissen für Klugscheißer
Wolfsburg und die WM - Angeber-Wissen für Klugscheißer
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Unter dem Motto „WM-Klugscheißer-Wissen für Wolfsburger“ präsentieren wir Ihnen während der gesamten WM-Vorrunde jeden Tag eine Geschichte, die zu einem WM-Spiel des Tages passt – damit Sie auf dem Sofa, in der Kneipe oder beim Public Viewing mit Insider-Wissen glänzen können. Diesmal geht's um einen ägyptischen Superstar, der 2014 nach London anstatt nach Wolfsburg wechselte.

Er ist nicht nur der Fußball-Held seiner Nation, er ist so etwas wie der Star eines Kontinents: Mohamed Salah, Offensiv-Zauberer des FC Liverpool und der ägyptischen Nationalelf. Seit seiner Verletzung aus dem Champions-League-Finale ist er zudem quasi die Schulter Afrikas, um seinen WM-Einsatz wurde wochenlang gezittert. Was kaum noch einer weiß: Auch der VfL Wolfsburg hatte Englands und Afrikas amtierenden Fußballer des Jahres mal auf dem Einkaufszettel!

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Ende 2013, das Duo Klaus Allofs/Dieter Hecking war beim VfL knapp ein Jahr im Amt, gab es erste Gerüchte. Salah, damals beim FC Basel in der Schweiz unter Vertrag, wurde von der halben Bundesliga beobachtet, neben Wolfsburg waren unter anderem auch Schalke und Leverkusen interessiert. Manager Allofs und Trainer Hecking reisten zum Spiel der Basler gegen Grashopper Zürich. Angesprochen auf Salah, bestätigte Allofs anschließend: „Es war eine tolle Gelegenheit, ihn zu sehen. Er war aber nicht allein der Grund unseres Besuchs.“ Denn mit Salahs Sturmpartner Giovani Sio und dem Zürich-Talent Nassim Ben Khalifa mischten auch zwei Spieler mit, die vom VfL verliehen waren.

Das sind die Tops und Flops aller Schmadtke-Transfers:

<b>Jörg Schmadtke</b> hat für Alemannia Aachen, Hannover 96 und den 1. FC Köln so einige Transfers über die Bühne gebracht.  Zur Galerie
Jörg Schmadtke hat für Alemannia Aachen, Hannover 96 und den 1. FC Köln so einige Transfers über die Bühne gebracht.  ©

Salah und der VfL – das blieb ein Thema, auch wenn sich das Wolfsburger Interesse nach und nach wieder abkühlte. Was vor allem daran lag, dass der Interessenkreis für Salah immer größer wurde. „An ihm sind viele Klubs dran“, so Allofs damals, „das ist dann selten ein guter Moment, um den Spieler zu günstigen Konditionen zu bekommen...“ Als sich dann der FC Chelsea an den wendigen Flügelmann aus dem Champions-League-Spiel in Basel erinnerte, der bei der 1:2-Niederlage der Londoner ein Tor schoss, waren die Bundesliga-Klubs aus dem Rennen – und Salah wurde sechs Wochen nach der Schweiz-Reise von Allofs und Hecking der erste Ägypter in der Premier League.

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Glücklich wurde der damals 22-Jährige dort allerdings nicht, an Oscar und Eden Hazard war kein Vorbeikommen, auch Willian und André Schürrle hatten mehr Einsatzzeiten. Salah wurde verliehen, erst an den AC Florenz, dann an den AS Rom, wo er glänzend aufspielte – und schließlich für die damalige Liverpooler Rekord-Ablöse von 42 Millionen Euro zu den Reds wechselte.

Stattdessen kam de Bruyne

Und der VfL? Als klar war, dass das mit Salah nichts wird, schaute er sich für die Planstelle „Offensiv, schnell, ballsicher, torgefährlich“ weiter auf dem europäischen Markt um – und fand im Januar 2014 bei Salahs damals neuem Klub einen alten Allofs-Bekannten aus Bremer Zeiten: Für vergleichsweise bescheidene 22 Millionen Euro wechselte Kevin de Bruyne vom FC Chelsea nach Wolfsburg.