18. Juni 2018 / 08:30 Uhr

WM-Serie: Beim VfL Wolfsburg war er ein Star, jetzt ist er ein Weltstar

WM-Serie: Beim VfL Wolfsburg war er ein Star, jetzt ist er ein Weltstar

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wolfsburg und die WM - Angeber-Wissen für Klugscheißer
Wolfsburg und die WM - Angeber-Wissen für Klugscheißer
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Unter dem Motto „WM-Klugscheißer-Wissen für Wolfsburger“ präsentieren wir Ihnen während der gesamten WM-Vorrunde jeden Tag eine Geschichte, die zu einem WM-Spiel des Tages passt – damit Sie auf dem Sofa, in der Kneipe oder beim Public Viewing mit Insider-Wissen glänzen können. Diesmal geht's um einen belgischen Nationalspieler, der für eine Rekordablöse sorgte

Das Spiel der Mannschaft war auf ihn zugeschnitten, beim damaligen VfL-Trainer Dieter Hecking genoss er künstlerische Freiheit, die Fans lagen ihm zu Füßen. So etwas brauchte Kevin De Bruyne aber auch, um Top-Leistungen bringen zu können. Für vergleichsweise bescheidene 22 Millionen Euro war der Super-Belgier im Januar 2014  vom FC Chelsea zum Wolfsburger Fußball-Bundesligisten gewechselt. Als er im Sommer 2015 ging, gab’s einen Rekord.

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Es soll immer mal wieder vorkommen, dass sie beim VfL  nachschauen, wie viel Geld Manchester City wirklich überwiesen hat. 74 Millionen plus Bonuszahlungen – am 30. August 2015 war der teuerste Bundesliga-Transfer aller Zeiten perfekt. Auch die Bayern hatten bei De Bruyne mitgemischt – nur logisch. Denn schnell war nach seinem Wechsel zum VfL klar, dass dieser Spieler alles mitbringt, um ein Weltstar werden zu können. Übersicht, viel Gefühl im Fuß, Tempo – seine Tore waren wie Gemälde, seine Pässe weltklasse.

Kevin De Bruyne: In England das, was er auch beim VfL war - der Superstar. Zentrale Figur bei Manchester City (wechselte nach dem Pokalsieg für 80 Millionen dorthin), einer der besten Fußballe Europas.
Ein Weltstar: Kevin De Bruyne von Manchester City. ©

In Wolfsburg knackte er den Vorlagen-Rekord von VfL-Meisterspielmacher Zvjezdan Misimovic, der in der Spielzeit 2008/09 auf 20 Assists gekommen war. De Bruyne bereitete eine Bude mehr vor und war damit der beste Vorlagengeber der Bundesliga-Geschichte. Genug Gründe, um abzuheben. Aber das passte zu dem meist schüchtern daherkommenden Nationalspieler nicht. Angesprochen auf seinen Eintrag in die Geschichtsbücher wegen der vielen Vorlagen blieb De Bruyne gewohnt cool. „Klar, das ist schön. Das bedeutet, dass ich einen guten Job mache“, erklärte der Spielmacher, der mit dem VfL im Mai 2015 den Pokal gewann.

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Die Wochen danach waren für die VfL-Fans nur noch nervig. Ende Juli hatte der damalige VfL-Manager Klaus Allofs erklärt: „Kevin De Bruyne bleibt zu 99,9 Prozent.“ Doch einen Monat später war der Super-Belgier weg. Schon im Januar 2015 hatte der englische Scheich-Klub versucht, De Bruyne auf die Insel zu locken. Allofs blockte jedoch ab. Doch als die Engländer in der Sommerpause einen zweiten Anlauf unternahmen, bröckelte der Widerstand von Woche zu Woche. Und als sie kurz vor Ende der Transferperiode bereit waren, 74 Millionen auf den Tisch zu legen, war der Weg frei. Am letzten Tag des Transferfensters ging der Deal schließlich über die Bühne. „Das Beste ist, dass Wolfsburg so viel Geld für mich bekommt. Das ist doch eine tolle Geschichte“, erklärte De Bruyne kurz nach seiner Unterschrift in Manchester.

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Der Gerüchte-Überblick ©

Am 12. September 2015 machte er sein erstes Spiel für City, 2016 holte er mit dem Premier-League-Klub den Ligapokal, in der gerade abgeschlossenen Saison wurde der wieder gewonnen. Aber nicht nur der: City wurde Meister – auch, weil die rothaarige Perle, wie die Daily Mail ihn kurz nach seiner Verpflichtung taufte, lieferte: acht Tore und 16 Vorlagen in 37 Spielen!

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