14. Juni 2018 / 03:34 Uhr

WM-Serie: Das Stadion, in dem der VfL Wolfsburg eine seiner bittersten Niederlagen erlebte

WM-Serie: Das Stadion, in dem der VfL Wolfsburg eine seiner bittersten Niederlagen erlebte

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
WM-Klugscheißer-Wissen für Wolfsburger
WM-Klugscheißer-Wissen für Wolfsburger
Anzeige

Unter dem Motto „WM-Klugscheißer-Wissen für Wolfsburger“ präsentieren wir Ihnen während der gesamten WM-Vorrunde jeden Tag eine Geschichte, die zu einem WM-Spiel des Tages passt – damit Sie auf dem Sofa, in der Kneipe oder beim Public Viewing mit Insider-Wissen glänzen können. Heute geht's - natürlich - um das Eröffnungsspiel.

Es ist das größte Stadion Russlands, es ist Schauplatz des WM-Eröffnungsspiels, eine der prächtigsten Sport-Anlagen Europas – und es ist der Ort, an dem der VfL Wolfsburg seine wohl bitterste internationale Niederlage kassierte: das Luschniki-Stadion in Moskau.

Anzeige

Dort, wo sich heute Gastgeber Russland und Saudi-Arabien gegenüberstehen, trat der VfL am 25. November 2009 bei ZSKA Moskau an. Es war die erste Champions-League-Teilnahme der Wolfsburger, und die Ausgangslage war gut: Ein Punkt hätte an diesem vorletzten Gruppenspieltag schon gereicht, und der VfL wäre in die K.o.-Phase eingezogen.

Gegen die engagiert aufspielenden Moskauer bewahrte der VfL kühlen Kopf, nach schönem Pass von Obafemi Martins erzielte Edin Dzeko die Wolfsburger Führung. Als dann kurz nach der Pause Martins den Ball ins Tor stocherte, schien die Sache für den amtierenden deutschen Meister gelaufen. Doch der im Abseits stehende Dzeko hatte den Ball noch berührt, der Treffer zählte nicht. Eine korrekte Entscheidung von Schiri Nicola Rizzoli, der knapp fünf Jahre später das WM-Finale pfiff, in dem Deutschland gegen Argentinien den Titel holte.

Für den VfL ging’s nach Rizzolis Abseitspfiff dahin: Moskau stürmte, Tomas Necid köpfte den Ausgleich, Milos Krasic hämmerte den Ball aus 28 Metern zum 2:1-Sieg für ZSKA ins Netz. Einziges „Erfolgserlebnis“: VfL-Spielmacher Zvjezdan Misimovic wurde während (!) der Partie Vater, durfte nach Abpfiff schneller weg.

Anzeige
Der Anfang vom Ende in der Königsklasse: Tomas Necid köpft im Luschniki-Stadion den Ausgleich für ZSKA gegen den VfL.
Der Anfang vom Ende in der Königsklasse: Tomas Necid köpft im Luschniki-Stadion den Ausgleich für ZSKA gegen den VfL. © Imago

Wolfsburg verlor anschließend noch gegen Manchester United mit 1:3, alle drei Treffer erzielte Michael Owen, es waren seine letzten auf internationaler Bühne. Die Champions-League-Premiere des VfL war beendet, in der Bundesliga lief es auch nicht gut, zwei Monate später war Trainer Armin Veh weg.

Wer kommt zum VfL Wolfsburg? Der Gerüchte-Überblick 2018

Der Gerüchte-Überblick Zur Galerie
Der Gerüchte-Überblick ©

Das Luschniki-Stadion wurde vier Jahre nach dem VfL-Auftritt dort vorübergehend geschlossen – um es für die WM umzubauen. Im November 2017 wurde es wieder eröffnet, hat jetzt 81.000 Plätze und wird auch Schauplatz des Finales sein. Beim Eröffnungsspiel stehen mit Igor Akinfeev, Sergey Ignashevich und Alan Dzagoev noch drei Spieler im russischen Kader, die schon vor knapp neun Jahren bei der bitteren VfL-Niederlage im ZSKA-Team dabei waren.

[Anzeige] Kein Bundesliga-Spiel verpassen: Checke hier die aktuellen Streaming-Angebote von WOW/Sky und DAZN.