Murmansk. Das harte Training bei eisigen Temperaturen im Kulkwitzer See hat sich für die Leipzigerin Alisa Fatum bezahlt gemacht. Zwei WM-Titel, der Weltcup-Sieg und zwei Silbermedaillen sind die ruhmreiche Ausbeute der Extremsportlerin bei den Weltmeisterschaften im Eisschwimmen im russischen Murmansk am vergangenen Wochenende.
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„Diese Titel kann mir jetzt niemand mehr nehmen. Und auch nicht die Erfahrung einer solchen Meisterschaft und die tollen Leute, die ich kennenlernen durfte“, berichtet die 23-Jährige glücklich. Sie ergänzt: „Dafür würde ich die sächsischen Schwimmmeisterschaften sofort wieder verpassen.“ Verständlich, denn für die Studentin der Gesundheits- und Pflegewissenschaften war der Aufenthalt in Russland ausschließich von Erfolg gekrönt.
Zwei WM-Titel, der Weltcup-Sieg und zwei Silbermedaillen
Teilgenommen hat Fatum sowohl am Weltcup als auch an der Weltmeisterschaft und konnte sich in einer Reihe von Disziplinen beweisen. Zusammen mit Tobias Jakle, Stefan Runge und Christof Wandratsch holte sie mit 20 Sekunden Vorsprung (!) den WM-Pokal in der 4x250m-Staffel. Silber gab es für die gelernte Physiotherapeutin in den 50m-Disziplinen Freistil und Delphin. Die Krone konnte sich Fatum dann in den Königsdisziplinen aufsetzen. Den Weltcup im 500m-Freistil gewann sie in 6:27 Minuten, die Weltmeisterschaft im 1000m-Freistil in 13:02 Minuten – nur knapp vier Sekunden vor der Konkurrenz kam sie ins Ziel. „Ich wurde auf den 1000-Metern die ganze Zeit verfolgt. Ich musste wirklich alles geben. Das hat aber auch geholfen – die Kälte ist mir dadurch nicht mehr so aufgefallen“, beschreibt die Leipzigerin. „Am Ende habe ich nur angeschlagen und bin sofort aus dem Becken. Ich habe keine vier Sekunden mehr warten können.“ Alles habe gekribbelt, seitdem spühre sie ihren rechten Ringfinger nicht mehr richtig. Das sei aber völlig normal, versicherten ihr die Mannschaftskollegen.
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