12. Januar 2020 / 07:33 Uhr

Wo Marco Terrazzino bei Dynamo Dresden noch Reserven sieht

Wo Marco Terrazzino bei Dynamo Dresden noch Reserven sieht

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Marco Terrazzino (vorn) war beim Testspiel in Zwickau einer der Besten im Dynamo-Trikot.
Marco Terrazzino (vorn) war beim Testspiel in Zwickau einer der Besten im Dynamo-Trikot. © Jochen Leimert
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Der Neuzugang vom SC Freiburg bescheinigt der Mannschaft nach dem Testspielsieg in Zwickau gute Ansätze, der nächste Schritt müsse aber jetzt im Trainingslager in Andalusien kommen.

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Dresden. Optimismus, Selbstvertrauen und Leistungsbereitschaft - das ist das, was Dynamo Dresden nach der verkorksten Hinrunde braucht, um in den letzten 16 Spielen den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga zu schaffen. Da tut dem Tabellenletzten ein so erfahrener Mann wie Marco Terrazzino gut. Die Leihgabe vom SC Freiburg versprüht die Zuversicht, die bei der Sportgemeinschaft vor Weihnachten kaum noch zu spüren war. “Ich bin frohen Mutes, freue mich auf die nächste Zeit”, sagt der 28-Jährige am Ende seiner ersten Woche bei den Schwarz-Gelben. Seine Erwartungen an die neuen Kollegen hätten sich nicht nur bestätigt, er habe noch mehr Potenzial vorgefunden, als er Dynamo ohnehin schon zugeschrieben habe, so der Wunschspieler von Trainer Markus Kauczinski.

Beim 1:0-Testerfolg in Zwickau hätte die Truppe gute Ansätze gezeigt: “Im zweiten Drittel des Feldes spielen wir einen sehr gepflegten Fußball. Jetzt heißt es nur noch, dass wir im letzten Drittel noch entschlossener, noch effizienter werden.” Er selbst habe auch noch zu verhalten agiert, Schusschancen ausgelassen. “Warum schießt du nicht?”, habe ihn sein älterer Bruder Vincenzo sofort nach dem Spiel gefragt. Der 35-Jährige hatte das Spiel per Livestream verfolgt und per Handy aus der Ferne sofort Manöverkritik geübt. Die nimmt sich Marco auch an, sein Förderer Vincenzo - ehemals für Waldhof Mannheim aktiv - habe recht: “Ich versuche in Zukunft, öfter den Abschluss zu suchen und ein Tor zu machen.” Dass er schnell und dribbelstark genug ist, um sich richtig in Position zu bringen, das konnte jeder in Zwickau sehen.

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Reserven entdeckte Dynamos neuer Hoffnungsträger aber nicht nur im Angriff: “Gegen den Ball merkt man noch, dass wir etwas zu große Abstände haben und ein bisschen zu viel verzögern in der Restverteidigung, aber wir haben noch Zeit und werden das auf jeden Fall aufarbeiten.” Dass Dynamo wieder torgefährlicher wird und erfolgreicher spielen kann, davon ist Marco Terrazzino überzeugt. Er versichert nach der ersten Woche in seiner neuen Mannschaft: “Es hat mega Spaß gemacht.” Die Pause über die Festtage habe seinen neuen Kameraden offensichtlich auch sehr gut getan: “Man merkt die Frische bei den Jungs.” Die brauchen sie jetzt auch, wenn es ab Sonntagnachmittag im Trainingslager in Mijas an der Costa del Sol an die Verringerung der noch bestehenden Defizite geht. Terrazzino jedenfalls wird versuchen, dabei als Führungskraft voranzugehen. Das darf, ja muss man von einem gestandenen Profi mit 73 Erst- und 96 Zweitliga-Spielen auch erwarten.