10. September 2019 / 13:30 Uhr

Wochen der Wahrheit für Eutin 08

Wochen der Wahrheit für Eutin 08

Jan-Philipp Wottge
Kieler Nachrichten
08-Flügelflitzer Fatlind Zymberi (rechts) hängte die Lübecker Henrik Bombek (links) und Hayri Akcasu beim Eutiner 3:1-Erfolg nicht nur in dieser Szene der Oberliga-Partie am Waldeck ab.
08-Flügelflitzer Fatlind Zymberi (rechts) hängte die Lübecker Henrik Bombek (links) und Hayri Akcasu beim Eutiner 3:1-Erfolg nicht nur in dieser Szene der Oberliga-Partie am Waldeck ab. © Jan-Phillip Wottge
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Aufatmen bei Eutin 08: Der Drei-Punkte-Abzug wegen fehlender Schiedsrichter und die zwei Unentschieden gegen Frisia 03 Risum-Lindholm und beim TSV Kropp hatten das Fernziel Hallenmasters in (fast) unendliche Weite gerückt. Doch durch den 3:1-Heimsieg gegen den VfB Lübeck II ist der Anschluss ans Tabellenmittelfeld der Fußball-Oberliga wieder hergestellt.

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Für Verdruss sorgte lediglich der Platzverweis von Egzon Lahi nach einem Gerangel an der Seitenlinie mit Lübecks Til Martin Weidemann kurz vor dem Spielende. „Lahi muss sich in der Situation zurückhalten. Keine Frage. Sowohl Lahi als auch Weidemann gehen sich ans Trikot. Aber da muss man nicht zwingend Rot ziehen“, klagte 08-Coach Dennis Jaacks und fügte an: „Er wird uns fehlen. Da er aber kein Wiederholungstäter ist, wird die Sperre hoffentlich nicht allzu lange ausfallen.“

Erneut wird Jaacks zum Umbau seiner Elf gezwungen. Dabei war es die zweite Hälfte gegen die Lübecker, die Mut für die Wochen der Wahrheit mit Spielen bei Phönix Lübeck, beim SV Eichede und beim PSV Neumünster machte. Jaacks hatte Lahi nach einer verhaltenen ersten Halbzeit (1:0) von der offensiven Flügelposition auf die Linksverteidigerposition zurückbeordert. Mit Lahi und Tim Gürntke (rechts) waren die Außenposition nach der Halbzeit spielstark besetzt. Und das war nötig. Schließlich stand die 08-Defensive zwar vom Start weg stabil, doch nach vorne lief so gut wie nichts.

Jaacks: „Wir haben die Wege mit mehr Risiko in die Tiefe gesucht. Das hat sich schnell ausgezahlt.“

Dass die Rosenstädter dennoch mit einer Führung in die Pause gingen, lag an einem Geniestreich von Youngster Sören Lepin. Der schlaksige gelernte Innenverteidiger, der in Eutin den Keilstürmer gibt, vernaschte zwei VfB-Verteidiger und tunnelte anschließende Lübecks Keeper Nico Heyden. „Es wirkt bei ihm alles etwas unorthodox, aber er spielt sehr instinktiv. Es war ein typischer Lepin“, schmunzelte Jaacks über die Einzelleistung des 19-Jährigen.

Nach der Pause versprühte Eutin mit seinen spielstarken Außenverteidigern mehr Kreativität. Umschaltmomente wurde mit mehr Präzision vorgetragen. „Wir haben die Wege mit mehr Risiko in die Tiefe gesucht. Das hat sich schnell ausgezahlt“, analysierte Jaacks. Florian Ziehmer schickte Fatlind Zymberi, der frei vor dem VfB-Tor die Übersicht behielt und zum 2:0 (54.). Kevin Hübner tat es ihm nur vier Minuten später mit dem 3:0 gleich. „Wir haben sofort mehr Gefahr ausgestrahlt. Trotzdem wurde die Defensive nicht vernachlässigt. Die Balance zu finden, ist nicht einfach. Dafür bedarf es Automatismen“, sagte Jaacks. Doch für Automatismen ist Konstanz von Nöten. Konstanz in der Formation. Und die muss Jaacks beim 1. FC Phönix Lübeck wieder ändern. Lahi wird gesperrt fehlen. Es sind die Wochen der Wahrheit für Eutin 08.

Torbuzzer SH: VfB Lübeck - Weiche Flensburg und SV Todesfelde - 1. FC Phönix Lübeck
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