09. Juli 2019 / 19:55 Uhr

Wohlfühl-Wiege will’s bei Dynamo Dresden noch mal wissen

Wohlfühl-Wiege will’s bei Dynamo Dresden noch mal wissen

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Der gebürtige Deggendorfer Patrick Wiegers kämpft derzeit um den Stammplatz im Tor von Dynamo Dresden.
Der gebürtige Deggendorfer Patrick Wiegers kämpft derzeit um den Stammplatz im Tor von Dynamo Dresden. © Stefan Schramm
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Torwart Patrick Wiegers mag die Berge – und seine Mannschaft. Er will die Nummer eins bei Dynamo Dresden werden.

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Längenfeld. Die freie Zeit war kurz, aber gut genutzt. Am Tag nach dem 1:1 im Testspiel gegen Atromitos Athen im österreichischen Trainingslager lieh sich Dynamo Dresdens Patrick Wiegers ein E-Bike aus und fuhr gemeinsam mit seinem Torwart-Kollegen Kevin Broll sowie mit Baris Atik, René Klingenburg und Osman Atilgan von Längenfeld ins benachbarte Sölden. Dort ging es per Seilbahn auf den 3048 Meter hohen Gaisbergkogel. Die schöne Aussicht als Abwechslung vom anstrengenden Camp-Alltag tat richtig gut, auch wenn ein starker Regenschauer das Quintett auf der Rückfahrt durchnässte. „Die Alpen geben mir ein Stück Heimatgefühl, weil ich ja selber im Bergland großgeworden bin – und auch aufgrund des Dialekts“, erzählt Wiegers am Dienstag in Längenfeld.

Der 29-jährige Niederbayer, der seit fünf Jahren bei Dynamo unter Vertrag und zwischen den Pfosten steht, fühlt sich wohl im Team und im Trainingslager, obwohl – oder gerade weil – dort viel intensiver gearbeitet werde als in den letzten Jahren. Auch auf der Position im Tor werden dabei die Karten derzeit neu gemischt.

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Am Dienstag nahm sich der Dynamo-Tross Zeit für das obligatorische Trainingslager-Gruppenfoto mit den anwesenden Fans.
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Am Dienstag nahm sich der Dynamo-Tross Zeit für das obligatorische Trainingslager-Gruppenfoto mit den anwesenden Fans. ©
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Nach dem Weggang der bisherigen Nummer eins Markus Schubert zu Schalke 04 konkurrieren neben „Wiege“, der gute Karten zu haben scheint, noch Tim Boss und der neuverpflichtete, derzeit aber mit einer Rippenverletzung angeschlagene Kevin Broll um den Stammplatz im Gehäuse. Dass Wiegers bei Trainer Cristian Fiel ein gutes Ansehen hat, zeigte sich vergangene Saison, als er in den letzten drei Saisonspielen der Dresdner Schlussmann war.

Wiegers will vor 30 000 spielen

Der Ex-Regensburger führt diese Einsätze auch darauf zurück, dass er ein absoluter Teamplayer sei, sich in den Dienst der ganzen Truppe stelle. „Wenn sie erfolgreich ist, bin ich zufrieden“, sagt der 1,88 Meter große Keeper, der auch mit seiner zwischenzeitlichen Rolle als Nummer drei leben konnte. Mannschaftsdienliche Spieler finde man immer seltener, glaubt er und fordert: „Die Spieler, die denken, sie könnten das alleine reißen, müssen dann eben zum Tennis gehen, wo sie für sich fungieren können.“

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Patrick Wiegers‘ vielleicht größter Nachteil gegenüber seinen beiden jüngeren Kontrahenten sind etwas geringere fußballerische Qualitäten, darunter die Spieleröffnung. Doch „Wiege“, der noch gemeinsam mit dem heutigen Cheftrainer für die Schwarz-Gelben kickte, sieht es positiv: „Der ,Fielo‘ weiß schon auch, was er an mir hat, wenn er mich reinstellt. Ich habe kein Problem damit, vor 30 000 Leuten im Stadion zu spielen“, erkennt er auch einen kleinen Vorteil gegenüber den Anderen.

Darauf ausruhen wolle er sich aber nicht: „Ich muss mich trotzdem hier jeden Tag beweisen.“ Eine Entscheidung, wer die neue Nummer eins im Dresdner Tor wird, geben Fiel, Torwarttrainer Brano Arsenovic und ihr Team dem Trio vermutlich erst in etwa zwei Wochen bekannt.

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