29. November 2021 / 14:43 Uhr

Wolf, Zaccardo und Co.: Immer mehr Ex-Wolfsburger bei VfL-Spielen zu Gast

Wolf, Zaccardo und Co.: Immer mehr Ex-Wolfsburger bei VfL-Spielen zu Gast

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Zu Besuch beim VfL Wolfsburg: Roy Präger, Wolfgang Wolf, Cristian Zaccardo, Siggi Reich und Jann Jensen (v. l.).
Zu Besuch beim VfL Wolfsburg: Roy Präger, Wolfgang Wolf, Cristian Zaccardo, Siggi Reich und Jann Jensen (v. l.).
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Der VfL Wolfsburg setzt weiter auf Identifikation und freut sich darüber, dass immer mehr ehemalige Akteure des Klubs bei Heimspielen vorbeischauen. Gegen Dortmund waren es unter anderem Wolfgang Wolf und Cristian Zaccardo.

Einige von ihnen sind regelmäßig dabei, andere wiederum nur ab und an - aber der Trend geht klar in die richtige Richtung: Immer mehr Ex-VfLer schauen sich die Spiele des Fußball-Bundesligisten an und schaffen damit eine Identifikation mit dem Verein, für den sie einen Teil ihrer Karriere tätig waren. Beim 1:3 gegen Borussia Dortmund schauten unter anderem Ex-VfL-Coach Wolfgang Wolf und der ehemalige Wolfsburger Innenverteidiger Cristian Zaccardo von der Tribüne aus zu.

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Von 1998 bis 2003 hatte Wolf die Geschicke des VfL geleitet. Sein Aus zum Saison-Ende hatte schon festgestanden, bevor die Wolfsburger in die Krise taumelten. Doch nach einem 1:1 gegen Nürnberg war schon eher Schluss, Wolf hatte im März gehen müssen. Nun ließ sich der Coach, der mit Ex-VfL-Zeugwart Heribert Rüttger befreundet ist, wieder in der VW-Arena blicken - genau wie der Zaccardo, der 2006 mit Italien Weltmeister geworden war. Er hatte in der Saison 2008/09 beim VfL unter Vertrag gestanden und war mit beteiligt am Gewinn der Meisterschaft.

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Aber nicht nur das Duo verfolgte die Niederlage gegen den BVB, auch Ex-VfL-Knipser Siggi Reich, Aufstiegsheld Roy Präger und Jann Jensen (schaffte 1997 mit Wolfsburg ebenfalls den Aufstieg) waren vor Ort. Die Verbindung zum VfL reißt also nicht ab, der Verein versucht aber auch alles, um ein Wir-Gefühl zu erzeugen. So hält der Klub den Kontakt zu den Ehemaligen, ruft sie zu Geburtstagen an, lädt sie zu gewissen Anlässen in die VW-Arena ein. So war es beispielsweise vor einigen Wochen, als Ex-VfL-Manager Peter Pander beim Freiburg-Spiel anlässlich seines 70. Geburtstags ein Trikot überreicht bekommen hatte. Und auch andersrum wissen die Ex-Wolfsburger, dass sie sich jederzeit an den VfL wenden können. Unterstützung gibt's von der Sportkommunikation bei Volkswagen.


Diese gegenseitige Wertschätzung kommt bei den Ehemaligen gut an - davon profitiert auch der VfL, dem das Thema Identifikation sehr am Herzen liegt. Gegen Augsburg etwa hatte es ein großes Treffen ehemaliger VfL-Fußballer aus sechs (!) Jahrzehnten gegeben. Weil es den Club45, zuvor beliebter Ehemaligen-Treffpunkt in der Arena, nicht mehr gibt, hatte der VfL für die Ex-Kicker (die zum größten Teil auch Dauerkarten-Inhaber sind) ein Treffen im Business-Bereich organisiert.

Neben den bereits genannten Spielern und Trainern waren jüngst auch Marko Topic (2003 bis 2005) und Paul Verhaegh (2017 bis 2019), der nach einem Zerwürfnis mit Trainer Bruno Labbadia hatte gehen müssen, in der VW-Arena zu Gast. Auch Marken-Botschafter und Meisterheld Grafite lässt sich ab und an in Wolfsburg blicken. Ob am 8. Dezember beim nächsten Heimspiel gegen den OSC Lille in der Champions League auch wieder Ex-VfLer dabei sein werden, ist noch unklar - aber die Planungen laufen.