10. Juli 2020 / 18:24 Uhr

Wolff Fuss über die Auslosung: Bayern gegen Barcelona "finalwürdig" - Atlético als Gradmesser für RB Leipzig

Wolff Fuss über die Auslosung: Bayern gegen Barcelona "finalwürdig" - Atlético als Gradmesser für RB Leipzig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Auf den FC Bayern München (nach erfolgreicher Qualifikation gegen Chelsea) und RB Leipzig warten im Viertelfinale der Champions League schwierige Aufgaben. SPORTBUZZER-Kolumnist Wolff Fuss analysiert die Auslosung.
Auf den FC Bayern München (nach erfolgreicher Qualifikation gegen Chelsea) und RB Leipzig warten im Viertelfinale der Champions League schwierige Aufgaben. SPORTBUZZER-Kolumnist Wolff Fuss analysiert die Auslosung. © Kevin Voigt/Jan Huebner/Pool
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In der Champions League steht nach der coronabedingten Pause direkt die heiße Phase an. Im August wird beim Finalturnier in Lissabon der Königsklassen-Sieger ermittelt. Für den SPORTBUZZER hat Kolumnist Wolff Fuss die Auslosung gecheckt. Sowohl der FC Bayern als auch RB Leipzig stehen laut des "Sky"-Kommentators vor schwierigen Aufgaben.

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Das gab es noch nie in der Geschichte der Champions League: Acht Teams spielen vom 12. bis zum 23. August in einem Finalturnier in Lissabon den neuen Sieger der Königsklasse aus - ohne Zuschauer, ohne Rückspiele, aber mit einer gehörigen Portion Qualität. Die Auslosung am Freitag hat bereits für hochklassige Partien gesorgt. Besonders schwierige Lose haben die beiden deutschen Vertreter, FC Bayern und RB Leipzig, gezogen. Das schon für das Viertelfinale qualifizierte RB Leipzig trifft am 14. August auf Atlético Madrid. Auf die Bayern, die zunächst noch am 8. August ihr Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea (Hinspiel: 3:0) bestreiten müssen, würde in der Runde der besten acht Teams der FC Barcelona oder der SSC Neapel warten. SPORTBUZZER-Kolumnist Wolff Fuss hat die Auslosung aus deutscher Sicht gecheckt.

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Für RB Leipzig könnte Atlético laut des Sky-Kommentators zum Gradmesser werden: "Atlético zeigt dir als Mannschaft, wie gut Du wirklich bist. Das ist mit das schwierigste Los der noch im Wettbewerb befindlichen Teams, eine hochklassige Mannschaft, die alles kann", warnt Fuss die Mannschaft um Trainer Julian Nagelsmann, die im August ohne den vorzeitig zum FC Chelsea gewechselten Timo Werner auskommen muss. So habe der spanische Topklub mit dem FC Liverpool im Achtelfinale "immerhin den Titelverteidiger geschlagen", so der Fußball-Fachmann. Atlético sei laut Fuss zudem "eine super eklig zu spielende Truppe", bei der auch der "Faktor Trainer" nicht zu unterschätzen sei: "Diego Simeones 'Cholismo' (seine Spielphilosophie; d. Red.) ist eine Lebenseinstellung."

Bevor der FC Bayern wie Leipzig überhaupt zu den von FCB-Trainer Hansi Flick als "One-Act-Spiele" titulierten Endrunden-Partien in Portugals Hauptstadt kommen kann, muss erst die zweite Hälfte des Achtelfinales gegen den FC Chelsea gemeistert werden, was aufgrund des 3:0-Hinspiel-Siegs der Flick-Elf realistisch erscheint. Erst dann wartet der Sieger aus dem Achtelfinale zwischen Barcelona und Neapel (Hinspiel 1:1) am 14. August auf den deutschen Meister. Im möglichen Halbfinale könnte der Gegner Real Madrid oder Manchester City heißen. "Es ist nicht so, dass die Bayern Losglück gehabt hätten – der andere Turnierbaum liest sich angenehmer", meint Fuss.

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Das Transfer-Fenster hat in diesem Sommer für einen Tag am 1. Juli und dann wieder ab dem 15. Juli geöffnet. Mit Leroy Sané (zum FC Bayern) und Thomas Meunier (zu Borussia Dortmund) sind schon einige namhafte Transfers über die Bühne gegangen. Der SPORTBUZZER zeigt alle Sommer-Zugänge der Bundesligisten im Überblick. ©

Wolff Fuss: "Gegen den FC Barcelona brauchst du mehr Qualität"

Der SPORTBUZZER-Kolumnist geht davon aus, dass die Bayern im Mini-Turnier richtig gefordert werden: "Neapel klingt vermeintlich einfacher – gegen den FC Barcelona brauchst du mehr Qualität. Vieles spricht dafür, dass die Bayern im Viertelfinale auf Barça treffen werden", so Fuss. "Dieses Duell könnte auch das Finale sein." So gesehen ist aber durch das K.o.-System ohne Rückspiel allerdings jede Partie ein gefühltes Endspiel: "Dass die Entscheidung ab dem Viertelfinale in einem Spiel fällt, ist Chance und Risiko zugleich", analysiert der Kommentator.

So weit wollen die Bayern aber noch nicht blicken: "Wir sollten wie 2013 Schritt für Schritt gehen, und zwar unaufgeregt. Denn mir ist nach dem Double-Gewinn in der Öffentlichkeit schon wieder zu viel Euphorie im Spiel", mahnte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge an. "Jetzt liegt der Fokus auf Chelsea, dann sehen wir weiter." Klar ist bereits jetzt: Ein Spaziergang zum Triple wird es für den FCB nicht.