13. November 2018 / 06:02 Uhr

Wolff Fuss zur Bayern-Pleite gegen den BVB: "Die Konkurrenz hat aufgeholt"

Wolff Fuss zur Bayern-Pleite gegen den BVB: "Die Konkurrenz hat aufgeholt"

Wolff-Christoph Fuss
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für Wolff Fuss steht fest: Der FC Bayern ist ein Tanker in schwerer See.
Für Wolff Fuss steht fest: Der FC Bayern ist ein Tanker in schwerer See. © imago/Montage
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In der SPORTBUZZER-Kolumnen-Reihe "Fünferkette" macht sich Sky-Kommentator Wolff Fuss über den FC Bayern nach der Niederlage im Topspiel gegen den BVB Gedanken. Setzt der FCB zu sehr auf die alte Garde?

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Der FC Bayern rühmt sich für seine familiäre Atmosphäre. Allem Anschein nach zu Recht. Verdiente ehemalige Spieler finden immer ein Plätzchen oder Pöstchen im Verein. Legenden wie Franck Ribéry und Arjen Robben bekamen im Mai die Verträge um ein weiteres Jahr verlängert. Das gibt Standing Ovations auf jeder Jahreshauptversammlung. Beide waren über Jahre hinweg das Beste, was es auf den jeweiligen Positionen in der Bundesliga gab.

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Dortmund schlägt München. Darüber berichtet auch die internationale Presse.  Zur Galerie
Dortmund schlägt München. Darüber berichtet auch die internationale Presse.  ©
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Dass Ribéry noch immer zu großen Leistungen fähig ist, hat er am Samstag bewiesen. Dass ihn Niederlagen schmerzen und sein Ehrgeiz ungebrochen ist, ließ er vor der Abfahrt des Mannschaftsbusses unterhalb der Tribüne den Experten von beIN Sports spüren. Robben fehlte verletzt. Es sind nach wie vor diese beiden, die Bayern in bester Form und Laune braucht, um Spiele zu gewinnen. Diese beiden, die sich im Alltag mittlerweile schwerer tun, den Platz auf der Bank und Auswechslungen allerdings trotzdem nicht ausstehen können.

Tanker aus München gerät in schwere See

Bei Real Madrid beispielsweise stellt man Legenden, selbst wenn sie zuvor sämtliche Jugendmannschaften durchlaufen haben, sofort den Stuhl vor die Tür, sobald das Gefühl entsteht, dass sie der Mannschaft nicht mehr weiterhelfen können. Harte Nummer. Die Bayern sind anders. Spieler wie die Dortmunder Jungstars Bruun Larsen, Pulisic oder Sancho können in diesem Umfeld allerdings nicht wachsen. Um die Entwicklungsphasen abzuwarten, fehlt in München die Zeit. Gleichwertige Alternativen kosten mittlerweile namhafte dreistellige Millionenbeträge. Das wollen die Bayern-Bosse nicht investieren.

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In den vergangenen Jahren war es dem Rekordmeister möglich, die Liga über die individuelle Klasse zu dominieren. Die Konkurrenz jedoch hat aufgeholt. Die Meisterschaft gibt es nicht mehr im Vorbeigehen. Wenn Dortmund zur zweiten Hälfte umstellt und mit Plan B und neuem Tempo aufschlägt, gerät der Tanker aus München in schwere See. Die taktischen Handlungsspielräume sind eingeschränkt. Sieben Punkte beträgt der Rückstand. Die Familie befindet sich inmitten einer schweren Saison.

Hier abstimmen: War der Sieg des BVB gegen den FC Bayern verdient?

Aus vier mach fünf: Immer dienstags wechseln sich an dieser Stelle ab sofort Bestseller-Autor Ronald Reng, Kulttrainer Hans Meyer, Ex-Schiedsrichter Babak Rafati, Sky-Kommentator Wolff Fuss und Jochen Breyer, Moderator des ZDF-„Sportstudios“, mit Meinungsbeiträgen ab. Sie sind alle Kolumnisten des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), zu dem auch der SPORTBUZZER gehört. Aus dem Kreis der Kolumnisten ausgeschieden ist Trainer Lucien Favre, der seit Saisonbeginn bei Borussia Dortmund im Amt ist. Dafür verstärkt der frühere Bundesliga-Referee Rafati das Team, während Kult-Kommentator Wolff Fuss nach einem Jahr Pause zurückkehrt.

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