06. August 2019 / 10:05 Uhr

WM-Affäre: Schweizer Behörde erhebt Anklage gegen Ex-DFB-Funktionäre Wolfgang Niersbach und Theo Zwanziger

WM-Affäre: Schweizer Behörde erhebt Anklage gegen Ex-DFB-Funktionäre Wolfgang Niersbach und Theo Zwanziger

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gegen die Wolfgang Niersbach und Theo Zwanziger wurde Anklage erhoben. 
Gegen die Wolfgang Niersbach und Theo Zwanziger wurde Anklage erhoben.  © imago/Jan Huebner/DeFodi
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Gegen die früheren DFB-Funktionäre Theo Zwanziger, Wolfgang Niersbach und Horst R. Schmidt ist von der Schweizer Bundesanwaltschaft wegen der Affäre um die WM 2006 Anklage erhoben worden.

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Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat in der Affäre um die Fußball-WM 2006 Anklage gegen die früheren DFB-Funktionäre Theo Zwanziger, Wolfgang Niersbach und Horst R. Schmidt erhoben. Zwanziger und Schmidt sowie dem früheren FIFA-Generalsekretär Urs Linsi wird Betrug in Mittäterschaft vorgeworfen. Niersbach wird die Gehilfenschaft zu Betrug angelastet, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Im Juli eingestellt wurde laut Bundesanwaltschaft das Verfahren wegen des Verdachts auf Geldwäsche. Die Beschuldigten haben die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Beckenbauer-Verfahren abgetrennt

Das Verfahren gegen den damaligen WM-Organisationschef Franz Beckenbauer war im Juli abgetrennt worden. Als Grund nannte die Bundesanwaltschaft dessen Gesundheitszustand, der „nach derzeitiger Prognose eine Teilnahme oder Einvernahme an der Hauptverhandlung vor Bundesstrafgericht (BStGer) nicht zulässt.“

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In dem Verfahren geht es um die weiterhin nicht geklärten Zahlungen von umgerechnet 6,7 Millionen Euro aus den Jahren 2002 und 2005. Beckenbauer hatte vom Unternehmer Robert Louis-Dreyfus einen Kredit in dieser Höhe erhalten. Das Geld floss auf Konten des damaligen FIFA-Funktionärs Mohammed Bin Hammam. Die Rückzahlung drei Jahre später wurde von einem DFB-Konto über die FIFA abgewickelt.

Erstinstanzliches Urteil bis April 2020

Um die Rückzahlung zu ermöglichen, hätten die Beschuldigten gegenüber dem Präsidialausschuss des WM-OK den Vorgang „wahrheitswidrig als einen Mitfinanzierungsbeitrag des DFB bzw. des OK WM 2006 an die FIFA- Auftaktveranstaltung der WM 2006“ ausgewiesen, schrieb die Bundesanwaltschaft in einer Mitteilung. Um eine Verjährung zu verhindern, muss bis April 2020 ein erstinstanzliches Urteil gefällt werden.

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