05. Juni 2021 / 09:12 Uhr

Wolfgang Wolfs Wünsche für Lok Leipzig: „Keine Mickey Maus, sondern ein Kracher“ im DFB-Pokal

Wolfgang Wolfs Wünsche für Lok Leipzig: „Keine Mickey Maus, sondern ein Kracher“ im DFB-Pokal

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Wolfgang Wolf, der frühere Trainer und Sportdirektor von Lok Leipzig, im Bruno-Plache-Stadion
Wolfgang Wolf, der frühere Trainer und Sportdirektor von Lok Leipzig, im Bruno-Plache-Stadion © Picture Point
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Wolfgang Wolf pflegt immer noch einen regen Kontakt zum 1. FC Lokomotive Leipzig. Der frühere Trainer und sportliche Leiter wünscht seinem alten Arbeitgeber ein Topspiel im DFB-Pokal: „Ein schöner Bundesligaverein, wo richtig was los ist, vielleicht das Derby gegen RB Leipzig.“

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Leipzig. Wolfgang Wolf hatte sie alle im DFB-Pokal, erlebte 59 Matches im historischen Cup, lief vor ausverkauftem Betzenberg gegen die Bayern auf, stand 1981 mit Kaiserslautern gegen Eintracht Frankfurt im Finale, traf 1991 auf den VfB Leipzig und haute als Coach mit den Kickers aus Offenbach den BVB 2010 aus dem Wettbewerb. Ein solches Highlight wünscht er nun dem 1. FC Lok Leipzig für den ersten Auftritt im DFB-Pokal seit der Neugründung und in Probstheida seit 1997. „Nicht irgendeine Mickey-Maus-Mannschaft, sondern ein Kracher“, hofft der 63-jährige Pfälzer im Gespräch mit dem SPORTBUZZER.

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Fast tägliche Telefonate mit Thomas Löwe

Wolf führte als Sportdirektor und ungeschlagener Trainer die Lok-Mannschaft in der Saison 2019/20 zur Corona-Regionalligameisterschaft, scheiterte jedoch in der Relegation an zwei Unentschieden sowie der Auswärtstorregelung, zwei Tage nach dem bitteren Aus verkündete er seinen Abschied aus Leipzig und präsentierte zeitgleich mit Almedin Civa seinen Nachfolger. „Was Alme aufstellt, gefällt mir sehr gut. Ich bin froh, dass ich mich für ihn entschieden habe. Er macht eine sehr gute Arbeit“, lobt er den 49-jährigen Bosnier.

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Wolfs Kontakt nach Probstheida riss nie ab, der ehemalige Bundesligaprofi telefoniere fast täglich mit Präsident Thomas Löwe oder Aufsichtsratsvorsitzenden Olaf Winkler, auch mit Torsten Kracht oder Almedin Civa steht er im Austausch. „Ich verfolge alles, kriege alles mit, auch was ihr beim Schreiben verzapft. Ich bin mit dem Herzen dabei, schließlich war Lok meine letzte Station“, erklärt der Ruheständler, der, sobald es wieder möglich ist, häufiger in Leipzig und im Bruno-Plache-Stadion zu Besuch sein möchte. „Das ist ja logisch, ich habe es versprochen. Erstens gefällt mir die Stadt gut, zweitens laden mich alle ein.“



„Wir nehmen jeden und krachen ihn weg“

Entsprechend fest habe er auch beim Sachsenpokalfinale die Daumen gedrückt und anschließend den Pokalsiegern gratuliert. „Klar, auch Fußballgott Djamal Ziane“, lacht Wolf. „Ich bin ja mit allen noch emotional verbunden. Das haben sich der Verein, die Mannschaft und die Anhänger verdient. Es war wundervoll, wie sie von Fans und Sponsoren in der Pandemie unterstützt wurden.“

In einer Woche werden Wolfs alte Schützlinge wieder ins Training einsteigen, Ende Juli soll die neue Spielzeit beginnen. „Ich hab schon Vorfreude“, war Kapitän Sascha Pfeffer bereits unmittelbar nach Abpfiff im Pokalfinale heiß. Vom 6. bis 9. August wird die erste Runde des DFB-Pokals ausgetragen. Wer soll es denn nun werden? „Wir nehmen jeden und krachen ihn weg“, scherzte Pfeffer, der immerhin sechs Cup-Einsätze hatte. Ähnlich wie Wolf wünscht sich auch Robert Berger, für Zwickau gegen den HSV im Einsatz: „Einen guten Gegner.“ Und der erfahrene Pfälzer liebäugelt: „Ein schöner Bundesligaverein, wo richtig was los ist. Vielleicht das Derby gegen RB.“