30. November 2020 / 14:14 Uhr

Wolfsburg auf Rekordjagd: Ausgerechnet bei Schmadtkes Ex-Klub kann's so weit sein

Wolfsburg auf Rekordjagd: Ausgerechnet bei Schmadtkes Ex-Klub kann's so weit sein

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Jörg Schmadtke sprach im Sport1-Doppelpass über den VfL-Start
Wünscht sich fürs Team, dass es ungeschlagen bleibt: Jörg Schmadtke, der Manager des VfL Wolfsburg. © sport1 / Getty Images
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Neun Spiele schon ist der VfL Wolfsburg ungeschlagen, am Samstag will der Bundesligist nun einen Start-Rekord aufstellen - ausgerechnet im Duell mit Schmadtkes Ex-Klub 1. FC Köln, der gerade in Dortmund gewonnen hat...

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Zwei Tage durften die VfL-Profis regenerieren, bevor am Dienstag die Vorbereitung für das vorletzte Auswärtsspiel in diesem Jahr am Samstag (15.30 Uhr) beim 1. FC Köln beginnt. Und ausgerechnet im Duell mit dem Ex-Klub von VfL-Manager Jörg Schmadtke kann der noch ungeschlagene Wolfsburger Fußball-Bundesligist seinen eigenen Start-Rekord aus der Vorsaison (neun Spiele ohne Niederlage) pulverisieren! Schmadtke glaubt nach dem tollen Lauf des Teams nicht, dass der VfL nun einen Millimeter nachlässt. „Ich hoffe es zumindest nicht – und erwarte es auch nicht“, betont der Manager.

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Der 56-Jährige war von 2013 bis 2017 Manager beim Geißbock-Klub. Beide Seiten trennten sich während einer sportlichen Krise im Oktober 2017. Im Sommer 2018 dann der Wechsel nach Wolfsburg. Nach zwei Fast-Abstiegen haben Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer den Klub zunächst stabilisiert. Viele Transfers erwiesen sich als Glücksgriff - und so ist die Mannschaft trotz Start-Schwierigkeiten in dieser Spielzeit oben dabei. Seit Schmadtke beim VfL ist, hat‘s für die Wolfsburger in Spielen gegen die Kölner einen Sieg (2:1 zum Auftakt der Saison 2018/19) und eine 1:3-Niederlage (zum Rückrunden-Start) gegeben.

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Nun treffen beide Mannschaften erneut aufeinander, der Saisonverlauf beider Teams könnte kaum unterschiedlicher sein: Während der VfL mit vier Siegen und fünf Remis Fünfter ist, steht der FC als 15. im Keller, am Samstag jedoch gewannen die Kölner erstmals in dieser Spielzeit. Ausgerechnet bei Vizemeister Borussia Dortmund hat der Geißbock-Klub (zuvor fünf Niederlagen und drei Remis) seinen ersten Sieg eingefahren. Dieses Spiel habe mal wieder gezeigt, dass man in der Liga nichts geschenkt bekomme, betont Schmadtke und fügt hinzu: „Man muss immer vorsichtig sein, das hat das Wochenende gezeigt. Alle Experten haben gesagt: Dortmund gegen Köln - das ist eine klare Geschichte. Und dann war es keine klare Geschichte.“

Köln gewann mit 2:1, der VfL sollte also gewarnt sein. Schmadtke: „Man sollte vorsichtig sein mit Dingen, die man schon im Vorhinein zu wissen glaubt.“ Jedes Spiel bringe besondere Herausforderungen mit sich, die man zu meistern habe. „Es gibt Tage, an denen ist man nicht in der Lage, die Fragestellungen eines Gegners zu beantworten.“ Im Januar 2020 beim 1:3 der Wolfsburger war das trotz der Niederlage nicht so. Bevor die Kölner in Führung gingen, hätte der VfL schon mit 2:0 vorn liegen müssen. Aber aufgrund von individuellen Patzern jubelten am Ende die FC-Profis.


Diesmal muss es, wenn man an den Start-Rekord denkt, anders laufen. Und der VfL (zuletzt drei Siege in Folge) kommt mit einer breiten Brust. Schmadtke wünscht sich, dass Wout Weghorst und Co. bei der Rekordjagd nicht an das in dieser Saison schon Geleistete denken, „sondern das Spiel so angehen, als ob es ein Endspiel wäre – Feierabend!“ Der Manager weiter: „Ja, wir werden auch mal ein Spiel verlieren, aber man sollte sich nicht einreden lassen, dass das jetzt vor der Tür steht. Das kann auch irgendwann sein. Wir sollten nicht auf die Niederlage warten, sondern sollten alles machen, um Spiele zu gewinnen. Und wenn wir mal verloren haben, dann ist das halt so.“