08. Januar 2017 / 10:59 Uhr

Wolfsburg befördert Olaf Rebbe zum Sportdirektor

Wolfsburg befördert Olaf Rebbe zum Sportdirektor

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Olaf Rebbe wird beim VfL Wolfsburg zum Sportdirektor befördert
Olaf Rebbe wird beim VfL Wolfsburg zum Sportdirektor befördert © Roland Hermstein
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Er hat sich mit dem Kaderumbau beim VfL profiliert – und nun wird Olaf Rebbe beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten befördert. Der 38-Jährige steigt vom Leiter Sport zum Sportdirektor auf und bekommt die operativen Aufgaben im sportlichen Bereich inklusive der VfL-Fußball-Akademie übertragen. Zudem gibt’s im Verein Gedankenspiele, Marcel Schäfer im Management-Bereich einzubinden.

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„Ich bedanke mich bei unseren Geschäftsführern Wolfgang Hotze, Thomas Röttgermann und Dr. Tim Schumacher sowie stellvertretend für den gesamten Aufsichtsrat bei Herrn Dr. Garcia für diesen großen Vertrauensbeweis. Das ist eine große Herausforderung für mich, die ich sehr gerne annehme. Der Verein und die Stadt liegen mir am Herzen, wir wollen hier gemeinsam noch viel bewegen“, sagt Rebbe.

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Wer ist Olaf Rebbe? Ein Portrait

Der 38-Jährige ist fleißig und eifrig, er will den VfL zurück in die Erfolgsspur führen und hat über die Feiertage mal richtig aufs Gaspedal getreten und Problemfall Julian Draxler für über 40 Millionen Euro an Paris verkauft, hat die Verträge der Eigengewächse Paul Seguin und Robin Knoche verlängert und hat vor ein paar Tagen mit der Verpflichtung von Yunus Malli aus Mainz einen der begehrtesten Spielmacher der Liga verpflichtet.

Zuletzt war Rebbe Ex-VfL-Manager Klaus Allofs unterstellt, der als Geschäftsführer Sport für das operative Geschäft beim VfL zuständig war. Allofs entschied, welcher Spieler kam oder von welchem man sich trennte.

Jetzt liegt die Kaderplanung in der Hand von Rebbe. „Wir sind davon überzeugt, dass Olaf Rebbe die beste Lösung für den VfL Wolfsburg ist. Wir arbeiten seit vielen Jahren eng und vertrauensvoll zusammen, zudem ist er hervorragend im Fußball vernetzt“, sagt Wolfgang Hotze, der Sprecher der VfL-Geschäftsführung.


Rebbe hat noch einen Vertrag bis 2019 beim VfL, an der Laufzeit soll erstmal nichts verändert werden, aber sein Kontrakt wird finanziell aufgestockt.

Hotze freut sich, dass Rebbe in den vergangenen Tagen und Wochen viele richtige Entscheidungen getroffen habe. „Jede Organisation funktioniert nur dann gut, wenn man wichtige Positionen schnell ersetzen kann und dann auch noch in der Lage ist, diese Personen aus den eigenen Reihen zu rekrutieren." Er könne da aus eigener Erfahrung sprechen. „Ich selbst bin im Alter von 38 Jahren ins Topmanagement bei Volkswagen berufen worden und mit relativ wenig Erfahrung auf diesem Gebiet in diese Verantwortung genommen worden."

Rebbe war im März 2013 von Werder Bremen zum VfL gewechselt. Im Sommer 2015 bekam er beim VfL ein neues Aufgabenfeld. Der ehemalige Leiter Sport sollte in der neugeschaffenen Position neben dem Tagesgeschäft auch als Bindeglied zwischen Allofs und den weiteren Abteilungen fungieren. Er hatte dabei verantwortlich mit Pablo Thiam (Leiter U 23), Fabian Wohlgemuth (Leiter Nachwuchs) sowie Pierre Littbarski (Leiter Scouting) zusammenarbeitet und auch die Schnittstelle zum Bereich Frauenfußball (ist Geschäftsführer Röttgermann unterstellt) gebildet.

Marcel Schäfer ins Management?

Wolfsburgs Marcel Schäfer ist großer USA-Fan.
Wolfsburgs Marcel Schäfer ist großer USA-Fan. © imago

Sehr wahrscheinlich wird Rebbe für die vielen Aufgaben personelle Verstärkung bekommen. Schon im vergangenen Jahr war bekannt geworden, dass der Bundesligist darüber nachdenkt, Rekordspieler Marcel Schäfer im Management-Bereich einzubinden. Gut möglich, dass es so kommt, zumal Schäfers Vertrag am Saisonende ausläuft.