17. Februar 2021 / 14:50 Uhr

Wolfsburg beim Bayern-Fast-Bezwinger Bielefeld: "Unser Respekt ist nicht größer geworden..."

Wolfsburg beim Bayern-Fast-Bezwinger Bielefeld: "Unser Respekt ist nicht größer geworden..."

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
14.02.2021, Niedersachsen, Wolfsburg: Fußball: Bundesliga, VfL Wolfsburg - Bor. Mönchengladbach, 21. Spieltag in der Volkswagen Arena. Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner beim Interview vor dem Spiel. WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. Foto: Swen Pförtner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Hat Respekt vor Arminia Bielefeld: Oliver Glasner, der Trainer des VfL Wolfsburg. © (c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Der VfL Wolfsburg muss am Freitagabend (20.30 Uhr) bei Arminia Bielefeld ran - bei der Mannschaft, die nach dem Achtungserfolg bei den Bayern mit breiter Brust ins Duell mit dem VfL geht. Aber breit ist auch die Wolfsburger Brust.

Den vergangenen Spieltag schloss der VfL Wolfsburg mit dem 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach ab, den nun anstehenden eröffnet der Tabellenvierte am Freitagabend (20.30 Uhr) mit der Partie beim Drittletzten Arminia Bielefeld, das wiederum am vergangenen Montag mit dem 3:3 bei Spitzenreiter Bayern München einen Achtungserfolg gelandet hatte. Ein Remis, das überraschte - jedoch nicht Oliver Glasner.

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„Ich sehe keinen leichten Gegner in der Bundesliga. Ich bin nicht so blauäugig und lasse mich vom Tabellenplatz blenden“, begründet der VfL-Trainer. Der letzte Spieltag (sieben Remis) habe abermals gezeigt, wie ausgeglichen die Bundesliga sei. Der Trainer: „Unser Respekt ist nicht größer geworden, er war auch vorher schon groß, weil wir auch zu Hause gegen Bielefeld gesehen haben, dass wir – obwohl wir lange Zeit das Spiel kontrolliert haben, am Ende noch Probleme bekommen haben.“

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Dennoch reichte es zu einem 2:1 und damit am fünften Spieltag zum ersten Saisonsieg, nachdem der VfL nur ganz schwer in die Saison gekommen war. Defensiv war es damals ordentlich, heute ist der VfL da gut, hat mit nur 19 Gegentoren die zweitbeste Abwehr der Liga. Aber das Spiel nach vorn bereitete vorm ersten Aufeinandertreffen doch arge Sorgen. Der Sieg gegen die Bielefelder war vor allem für die Psyche der Offensivkräfte um Top-Torjäger Wout Weghorst wichtig, in den Partien danach war Wolfsburg nämlich deutlich torgeiler. Glasner: „Wir haben uns in allen Bereichen verbessert. Wir haben uns als Mannschaft weiterentwickelt und spielen jetzt auf einem anderen Level als damals, aber ich denke, dass auch die Bielefelder jetzt angekommen sind.“

Das habe die Arminia beim Remis in München „eindrucksvoll“ unter Beweis gestellt. Der Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 1:2 habe die Bielefelder nicht geschockt. „Sie haben gleich das dritte Tor nachgelegt.“ Generell sei das Team offensiv ausgerichtet. Das werde auch am Freitag so sein. Glasner: „Ich denke nicht, dass sie sich am eigenen Strafraum verbarrikadieren werden.“

Wieder nach Europa - das ist das erklärte Ziel des VfL. Heißt: Europa League oder besser noch Champions League. "Wenn ich es mir aussuchen dürfte, dann würde ich die Champions League wählen", sagt VfL-Mittelfeldspieler Maximilian Arnold vor den Duellen mit den Klubs aus der unteren Tabellenhälfte. Die Partie am Freitag in Bielefeld ist der Auftakt, danach kommt Hertha BSC, bevor der VfL bei 1899 Hoffenheim, gegen Schalke, bei Werder Bremen und gegen den 1. FC Köln ran muss. Erst am 28. Spieltag wartet mit Frankfurt wieder ein Team aus der Spitzengruppe der Liga. Arnold: "Wenn wir in den nächsten paar Spielen keine Punkte liegenlassen, dann sind wir dabei." Dabei in der Champions League.

In die will natürlich auch Glasner, wenngleich er immer wieder betont, dass es jetzt nichts bringe, über die Königsklasse zu reden. "Wenn wir nur darüber quatschen, werden wir in Bielefeld nicht gewinnen", sagt der Österreicher, der wie Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer immer wieder betont hatte, man müsse demütig bleiben. Glasner: "Wir müssen es in Bielefeld auf den Platz bringen, müssen die Leistungen der vergangenen Wochen bestätigen - egal, wie der Gegner heißt. Alles andere lenkt uns ab und hält uns auf." Und aufhalten lassen will sich der VfL auf seinem Weg nach Europa in dieser Saison nicht.


Personell kann der Coach wieder aus dem Vollen schöpfen. Glasner: "Für einen Trainer ist das natürlich sehr erfreulich." Ob er erneut dieselbe Startelf wie in den vergangenen Wochen ran lässt, ließ er noch offen. "Da will ich mich noch nicht festlegen, aber acht Wechsel wird es sicher nicht geben", so der Österreicher schmunzelnd.