13. Oktober 2021 / 17:18 Uhr

Wolfsburg einig mit US-Supertalent Pepi? Schmadtke schweigt

Wolfsburg einig mit US-Supertalent Pepi? Schmadtke schweigt

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Holt er ihn nach Wolfsburg? VfL-Manager Jörg Schmadtke (r.) will sich nicht konkret zu US-Supertalent Ricardo Pepi äußern.
Holt er ihn nach Wolfsburg? VfL-Manager Jörg Schmadtke (r.) will sich nicht konkret zu US-Supertalent Ricardo Pepi äußern. © AP
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Ricardo Pepi - verpflichtet der VfL das nächste große Talent? Aus den USA heißt es, der VfL und der Spieler seien sich bereits einig. Aber Manager Jörg Schmadtke mag das "nicht bestätigen".

Es ist noch nicht lange her, da schloss das Sommer-Transferfenster, sieben neue Spieler hatte der VfL bis Ende August verpflichtet. Mit Lukas und Felix Nmecha sowie Micky van de Ven waren wieder Top-Talente gekommen. Jung, talentiert, willig – das wollen Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer. Diese Idee wird gelebt. Und mit Ricardo Pepi wird schon seit Wochen ein weiteres großes Talent mit dem Wolfsburger Fußball-Bundesligisten in Verbindung gebracht. Der VfL und der 18-jährige Mittelstürmer sollen sich nun einig sein.

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Das behauptet Fußball-Reporter Chris Smith via Twitter. Der Vertrag sei ausgehandelt worden, der Bundesligist führe nun Gespräche mit dem FC Dallas, bei dem der US-Nationalspieler noch bis 2026 unter Vertrag steht. Kommt Pepi? Kommt er gar schon im Winter als Vorgriff auf den Sommer? Schmadtke schweigt weitgehend. Der VfL-Manager gab sich auf SPORTBUZZER-Nachfrage total zugeknöpft: „Ganz ehrlich: Ich kann dazu nichts sagen. Ich kann nichts bestätigen, es gibt auch nichts zu bestätigen. Punkt.“ Klar ist aber: Spieler wie Pepi genießen in Wolfsburg größte Wertschätzung. Ein Blick auf die VfL-Einkäufe in den letzten Transferperioden reicht dafür.

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Im Sommer 2020 etwa waren Maxence Lacroix und Bartosz Bialek zwei Talente gekommen, in diesem Sommer griffen Schmadtke und Schäfer wieder ins Talente-Regal und scheinen wieder gute Griffe getätigt zu haben. Jetzt könnte Pepi folgen. In seiner Heimat ist der Angreifer bereits ein Supertalent: In 53 Liga-Spielen gelangen ihm 16 Treffer, 13 davon in dieser Saison. Dafür wurde er mit einer Nachwuchsauszeichnung belohnt. In der „22 Under 22“-Kategorie wurde der US-Boy, der jüngst auch in seinen ersten beiden Länderspielen drei Tore erzielt hatte, als jüngster Fußballer an die Spitze des Rankings gewählt seit Alphonso Davies (damals in Vancouver, jetzt bei den Bayern eine feste Größe) im Jahr 2018. Ebenfalls bemerkenswert: Beim 4:0 gegen Los Angeles Galaxy Ende Juli hatte Pepi in 23 Minuten einen Dreierpack geschnürt und war mit 18 Jahren und sechs Monaten als jüngster Hattrick-Schütze in die Liga-Geschichte eingegangen.

Klar ist: Einen wie Pepi will nicht nur der VfL, neben den Bayern wurden und werden auch Juventus Turin oder Ajax Amsterdam gehandelt. Doch der VfL soll im Rennen vorn liegen. Pepi selbst denkt bereits groß. "Ich würde gerne eines Tages bei Real Madrid spielen", sagte er im Gespräch mit TyC Sports. Und er schwärmt von Dortmund-Goalgetter Erling Haaland, der vor allem wegen seines Hochgeschwindigkeits-Fußball, seines Durchsetzungsvermögens und seiner Kaltschnäuzigkeit vor der Kiste von Europas Top-Klubs gejagt wird. Pepi, der in El Paso (Texas) geboren wurde, sagte bei Goal und SPOX: „Eines der wichtigsten Dinge, die ich mir ansehe, sind die Läufe, die er macht, seine Pässe, seine Bewegungen im Strafraum. Das sind seine Stärken, also versuche ich, seine Bewegungen zu beobachten und zu sehen, wie er einen Weg findet, den Verteidigern zu entkommen." Und das gelingt ihm bereits so gut, dass viele Klubs ihn längst im Visier haben.

Die MLS-Saison neigt sich so langsam dem Ende entgegen, Pepis Klub steht auf Platz elf und hat keine großen Chancen mehr auf eine Teilnahme an den Play-Offs. Und so stellt sich die Frage, ob Pepi den Verein schon in diesem Winter verlässt - und zwar in Richtung Wolfsburg?