18. April 2021 / 17:26 Uhr

Wolfsburg-Knipser Weghorst: "Ich bin kein Corona-Leugner"

Wolfsburg-Knipser Weghorst: "Ich bin kein Corona-Leugner"

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Traf gegen die Bayern: Wout Weghorst, der Top-Torjäger des VfL Wolfsburg.
Traf gegen die Bayern: Wout Weghorst, der Top-Torjäger des VfL Wolfsburg. © imago images/Hübner
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Der Auftritt von Wout Weghorst im ZDF-Sportstudio am vorletzten Samstagabend hatte für Wirbel gesorgt, am Tag nach der Niederlage gegen Bayern München sprach er erstmals über seine Aussagen zum Thema Corona.

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Getroffen und auch danach immer wieder gefährlich gewesen – Wout Weghorst war beim 2:3 des VfL gegen die Bayern bester Wolfsburger. 19 Tore hat der Niederländer nun auf seinem Konto. Ebenfalls wichtig: Der Niederländer sprach nun erstmals über seinen TV-Auftritt im ZDF-Sportstudio am vorletzten Wochenende, bei dem er mit seinen schwammigen Formulierungen zum Thema Corona in den sozialen Netzwerken viel Gegenwind bekommen hatte. Weghorst ließ das keineswegs kalt, wie er nun erklärte. Er stellte klar, dass er kein Verharmloser des gefährlichen Virus sei. "Ich möchte ganz klar sagen: Ich bin kein Corona-Leugner. Da sind weltweit Leute daran gestorben, was erschütternd ist", so der VfL-Knipser im Interview mit dem NDR-Sportclub.

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Weghorst beendet den Corona-Wirbel - Hintergrund war ein bereits im Dezember von ihm geteilter und später wieder gelöschter Instagram-Beitrag einer Impfgegnerin, von dem er sich im Sportstudio auch auf Nachfrage inhaltlich nicht distanziert hatte. Manager Jörg Schmadtke hatte daraufhin in der Woche vor dem Bayern-Spiel ein Gespräch geführt und hinterher zum SPORTBUZZER gesagt: „Wout wird noch etwas dazu veröffentlichen und wird versuchen, aus seiner Sicht klarzustellen, worum es ging und worum es ihm nicht ging.“ Das ist nun passiert. "Ich habe direkt nach der Sendung Samstagabend das Gefühl gehabt: Hatte ich die richtigen Worte, habe ich das Richtige gesagt?! Dann habe ich die nächsten Tage alles gesehen, im Internet und auf Instagram und auch in Holland wurde viel darüber gesagt. Und ich bin dann auch keiner, den das kalt lässt", so der Stürmer weiter.

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Koen Casteels: Der sonst so souveräne Rückhalt erwischte einen gebrauchten Tag, sah beim ersten und beim zweiten Gegentor nicht gut aus. Note: 5 ©

Er ärgerte sich im Nachhinein darüber, sich bei seinem TV-Auftritt nicht klar genug ausgedrückt zu haben. "So wie ich das jetzt formuliere, hätte ich das direkt machen müssen. Die Fragen haben mich überrascht. Und es ist nicht meine eigene Muttersprache. Dementsprechend habe ich da die letzten Tage viel drüber nachgedacht und kann mich jetzt besser ausdrücken", sagte Wolfsburgs 19-Tore-Mann, der betonte: "Was mir wichtig ist, ist, dass wir bald Corona hinter uns lassen können und zurückkehren können in ein normales Leben."

Weghorst hatte Ende des vergangenen Jahres einen fragwürdigen Corona-Post einer amerikanischen Impfgegnerin geteilt – und ihn später gelöscht. Im Netz hatte er dafür heftigen Gegenwind hinnehmen müssen. Weghorst war im Sportstudio erneut mit diesem Post konfrontiert worden – und der 28-Jährige ließ eine große Chance ungenutzt, sich davon zu distanzieren. Er habe keinem „damit schaden wollen. Ich habe mich bei den Leuten entschuldigt, die das vielleicht falsch aufgenommen haben. So habe ich das absolut nicht gemeint. Es ist ein wichtiges und sensibles Thema“, sagte er. Weghorst hatte unter anderem ein Bild gepostet mit den Worten: „Stell dir vor, es gibt einen Impfstoff, der so sicher ist, dass du bedroht werden musst, ihn zu nehmen - für eine Krankheit, die so tödlich ist, dass man getestet werden muss, um zu wissen, dass man sie hat.“ Darunter forderte er die Menschen auf, sich selbst zu informieren.