17. September 2020 / 23:48 Uhr

Wolfsburg-Knipser Weghorst ist heiß auf den Liga-Start: "Jetzt kann es losgehen!“

Wolfsburg-Knipser Weghorst ist heiß auf den Liga-Start: "Jetzt kann es losgehen!“

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Weghorst trifft zum 3-0 gegen Kukesi
Weghorst trifft zum 3-0 gegen Kukesi
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Der VfL Wolfsburg siegte in der Europa-League-Quali in Tirana gegen FK Kukesi mit 4:0 - und freut sich jetzt auf den Bundesliga-Start am Sonntag (18 Uhr) gegen Bayer Leverkusen...

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Es war ein ordentliches Stück Arbeit – und das hat der VfL, bis auf ein paar kleine Wackler, souverän erledigt: Der Wolfsburger Fußball-Bundesligist gewann sein Europa-League-Quali-Spiel in Tirana beim albanischen Vizemeister FK Kukesi mit 4:0 (2:0). Kurios: In Halbzeit eins gab’s gleich zwei Ping-Pong-Tore.

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Zuerst traf Wout Weghorst unter Mithilfe des Gegners, er nahm die Kugel nach einem Abpraller vom Gegner direkt – und vorm 2:0 schaltete Renato Steffen ganz schnell, nachdem die Kugel vom Kukesi-Keeper abgewehrt worden war, Neuzugang Maxence Lacroix nutzte das zum 2:0. Nach der Pause jubelte erneut Weghorst. Nach feinem Zuspiel des eingewechselten Joao Victor schnürte der Top-Torjäger, der in der Vorbereitung ohne Treffer geblieben war, seinen Doppelpack – Admir Mehmedi sorgte mit seinem Treffer kurz vorm Ende für den Schlusspunkt.

Dieser Sieg – er war gut fürs Selbstvertrauen, aber am Sonntagabend (18 Uhr), wenn der VfL in die neue Bundesliga-Saison startet, kommt mit Bayer Leverkusen ein ganz anderes Kaliber. Trainer Oliver Glasner wusste das, er nutzte dieses Spiel bei Kukesi auch dafür, um im zweiten Pflichtspiel der neuen Saison seine vermeintlich erste Elf auflaufen zu lassen. Einzig Jerome Roussillon fehlte, der pfeilschnelle Linksverteidiger war zwar nach seinen Rückenbeschwerden wieder im Kader, aber hinten links dürfte wie schon im Pokal Paulo Otavio ran.

FK Kukesi gegen VfL Wolfsburg - Die Bilder

Renato Steffen Zur Galerie
Renato Steffen ©

Hinten links hat der VfL keine Sorgen, rechts dagegen drückt der Schuh, weil mit Kevin Mbabu (schwere Knieverletzung) und William beide etatmäßigen Rechtsverteidiger fehlen. William hat nach seinem Kreuzbandriss im Februar noch Fitness-Defizite und braucht daher noch ein bisschen länger, bis er wieder eine Alternative sein kann. Im Pokal und gegen Kukesi spielte da mit Felix Klaus ein offensiver Außen, den Glasner in der Vorbereitung zum Rechtsverteidiger umfunktioniert hat.

Und dass Klaus auf dieser Position noch nicht ganz sattelfest ist, war im Duell mit den Albanern zu sehen. Er kam zweimal zu spät – in der ersten Halbzeit gab’s daraufhin einen Elfmeter, den Torhüter Koen Casteels glänzend entschärfte. Und in der zweiten Halbzeit hatte Albin Gashi vor seinem Lattentreffer leichtes Spiel gegen Klaus. Nach einer guten Stunde musste Klaus runter, Glasner ließ Linksfuß Roussillon hinten rechts verteidigen. Macht er das auch am Sonntag so?

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Wegen der vielen Personalsorgen denken die Wolfsburger darüber nach, einen neuen Abwehrmann zu holen, der sowohl auf der Außen- als auch auf der Innenverteidiger-Position (Marin Pongracic fehlt wegen Pfeifferschen Drüsenfiebers) spielen kann. Auch auf dem rechten Flügel könnte noch etwas passieren – ein Spieler mit Tempo und Tiefgang soll es dafür sein. Einer, der auch Weghorst bedienen kann.

Der Niederländer war nach seinem Doppelpack happy: „Im Pokal hatte ich schon ein paar Möglichkeiten, habe die aber nicht genutzt. Ich als Stürmer lebe von Toren. Da ist es wichtig und super für mich, dass es zweimal geklappt hat. Ich habe große Ziele für die neue Saison, daher ist es gut, dass es so anfängt.“ Weghorst weiter: „Jetzt kann es in der Liga losgehen!“

Ein bisschen Sorgen gibt es aber auch: Nach einem Foul in der 23. Minute musste Maximilian Arnold am rechten Knöchel behandelt werden. Das Wolfsburger Eigengewächs konnte zunächst weiterspielen, aber nach einer guten halben Stunde kam dann Yannick Gerhardt. Arnolds Auswechslung sei eine Vorsichtsmaßnahme gewesen. Trainer Oliver Glasner: „Wir hoffen, dass es bei Max nichts Schlimmeres ist.“