26. Oktober 2020 / 19:42 Uhr

Wolfsburg-Manager Schmadtke fordert: Die Chancenverwertung muss besser werden!

Wolfsburg-Manager Schmadtke fordert: Die Chancenverwertung muss besser werden!

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Rückführung von Spielern, die sich mit Covid-19 infiziert haben, per Leitfaden? VfL-Manager Jörg Schmadtke findet es schwierig.
An der Chancenverwertung muss gearbeitet werden: Das sagt Jörg Schmadtke, der Manager des VfL Wolfsburg. © (c) dpa-Zentralbild
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Jörg Schmadtke, der Manager des VfL Wolfsburg, freut sich fürs Team, nachdem das am Sonntag den ersten Saisonsieg landete. Gleichwohl sieht Schmadtke noch viel Luft nach oben - vor allen Dingen in Sachen Chancenverwertung!

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Der VfL Wolfsburg hat mit dem 2:1 gegen Arminia Bielefeld nach vier Remis zum Auftakt der Fußball-Bundesliga am Sonntag seinen ersten Sieg eingefahren. Das freute Fans, Spieler, Trainerteam – und den Manager. „Siege sind grundsätzlich gut und wichtig, Siege sind bedeutsam“, betont Jörg Schmadtke. Und doch gibt es beim VfL vor dem Wiedersehen am Sonntagabend mit Ex-VfL-Trainer Bruno Labbadia, der nun Trainer bei Hertha BSC ist, ein Aber. Das Aber bezieht sich auf „die Chancenverwertung. Die ist nach wie vor nicht gut“, sagt Schmadtke.

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Und damit hat der Manager Recht. In der Kicker-Tabelle mit der Chancenverwertung ist der VfL Letzter, weil er nur 13,8 Prozent seiner Möglichkeiten hat verwerten können. Zahlen, die Schmadtke gar nicht gefallen. Im Moment sei das Herausspielen und eben das Verwerten der Möglichkeiten „eine Herausforderung für uns. Daran werden wir arbeiten.“ Arbeiten müssen, denn die Wolfsburger wollen auch in dieser Saison wieder um die europäischen Plätze mitspielen, in der vergangenen Saison hatte der VfL den Sprung in die Europa-League-Gruppenphase verpasst, weil er am Ende Platz sechs doch noch hatte hergeben müssen. „Um weiter oben zu landen, haben uns 15 bis 20 Tore gefehlt“, hatte der Manager im Sommer gesagt – und damit gleichzeitig deutlich gemacht, was in dieser neuen Runde besser werden müsse.

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Aber noch hat der VfL das Problem mit dem Toreschießen nicht in den Griff bekommen: Vier Treffer hat er nach fünf Spieltagen erzielt – dabei hätten es schon weitaus mehr sein können, aber sowohl in der zweiten Halbzeit beim 1:1 in Gladbach als auch gegen die Bielefelder wurden beste Möglichkeiten nicht genutzt. „Ich will die beiden Tore, die wir machen, nicht kleinreden, aber die passieren dir nicht jedes Wochenende“ so der Manager, der die Treffer gegen die Arminia meint. Zunächst hatten die Wolfsburger nach einem Freistoß-Trick getroffen, bei dem die Bielefelder Abwehr gepennt hatte. Treffer Nummer zwei ging mit auf die Kappe von Arminia-Torhüter Stefan Ortega, der bei der Spieleröffnung zu risikoreich war. Schmadtke: „Wir hatten andere Möglichkeiten, die dir vielleicht jedes Wochenende passieren, die wir aber nicht verwertet haben. Normalerweise verwertet man diese.“ Torschütze Wout Weghorst etwa hatte in der zweiten Halbzeit zwei gute Möglichkeiten vergeben, Renato Steffen ebenfalls eine, Maxence Lacroix wiederum hatte bei seinem Versuch Pech, als er die Latte traf.

Augsburg (nutzte 45,5 Prozent seiner Möglichkeiten) liegt in der Chancen-Tabelle vorn, Zweiter ist Meister Bayern München (44%), auf Platz drei rangieren die Bremer (36,8%), Vierter ist hier Aufsteiger Stuttgart (35,7%) und Fünfter der nächste VfL-Gegner Hertha BSC (32,1%). Die Wolfsburger laufen der Musik hier hinterher. Macht sich der Manager Sorgen, dass der VfL dieses Problem nicht in den Griff bekommt? „Nein, aber es ist schon wichtig, dass man das verbessert bekommt – sonst kannst du nicht in der oberen Tabellenhälfte landen, wenn du dauerhaft diese Problematik beibehältst. So gut es auch ist, dass wir erst drei Gegentore bekommen haben – das da vorn muss verbessert werden.“