26. Oktober 2020 / 16:29 Uhr

Wolfsburg-Manager Schmadtke über das Ende von DFL-Chef Seifert: "Kann ich nachvollziehen"

Wolfsburg-Manager Schmadtke über das Ende von DFL-Chef Seifert: "Kann ich nachvollziehen"

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Jörg Schmadtke und Christian Seifert
Kann die Entscheidung von Christian Seifert nachvollziehen: Jörg Schmadtke (r.), der Manager des VfL Wolfsburg. © dpa
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Nach dem angekündigten Ende der Amtszeit von Christian Seifert als DFL-Boss im Juni 2022 zeigt Jörg Schmadtke, der Manager des VfL Wolfsburg, Verständnis für die Pläne des 51-Jährigen.

Diese Nachricht sorgte am Montag für viel Gesprächsstoff: Geschäftsführer Christian Seifert hat seinen Abschied von der Deutschen Fußball Liga (DFL) verkündet. Der 51-Jährige wird die DFL im Juni 2022, nach Ablauf seines Vertrages, verlassen. Wie wurde die diese Nachricht beim VfL aufgenommen? Jörg Schmadtke, der erfahrene Manager des Klubs, sagte zum Seifert-Ende: "Dass es nach so langer Zeit einen Wunsch der Veränderung gibt, kann ich nachvollziehen."

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Seifert kündigte an, "in zwei Jahren ein neues berufliches Kapitel aufschlagen" zu wollen. Bis dahin werde er sich in Seinen DFL-Funktionen "auf die aktuellen und kommenden Herausforderungen selbstverständlich weiter mit größter Ambition und vollem Einsatz fokussieren". Seifert, der 2005 bei der DFL einstieg, hat sich seit Beginn der Corona-Pandemie den Ruf als besonnener Krisen-Manager erarbeitet.

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Schmadtke kann Seiferts Entscheidung nachvollziehen, für den den deutschen Fußball sei "das ein Verlust, den es zu ersetzen gilt. Das ist eine Herausforderung – ohne Wenn und Aber.“ Wer kann diese Führungsfigur nun ersetzen? "Ich weiß es nicht", so der VfL-Manager, der Mitglied in der DFL-Kommission Fußball ist. "Die Frage ist: Macht das einer weiterhin alleine oder muss man das auf mehrere Schultern verteilen. Wir sollten und müssen und als Teil der DFL Gedanken machen", fügte der 56-Jährige hinzu, der sich wünscht, dass schnell ein Nachfolger gefunden wird. „Für die Liga wäre es gut", betonte der Ex-Profi und begründet auch, warum: "Damit es einen vernünftige Stabübergabe geben kann. Das wäre perfekt.“