04. Januar 2021 / 18:16 Uhr

Wolfsburg-Manager Schmadtke: Wir bleiben oben dran, wenn...

Wolfsburg-Manager Schmadtke: Wir bleiben oben dran, wenn...

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Im Interview: VfL-Manager Jörg Schmadtke.
Im Interview: VfL-Manager Jörg Schmadtke. © Swen Pförtner/dpa
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Der VfL Wolfsburg spielt eine gute Saison, aber gegen die Top-Teams der Liga ist seine Bilanz ausbaufähig - nun gibt es weitere Chancen, das zu ändern.

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1:2 bei den Bayern noch im alten Jahr und 0:2 in der ersten Partie des neuen Jahres in Dortmund verloren – und trotzdem war der VfL gegen die ganz Großen der Liga gut. „Wir haben in München und Dortmund verloren, wir kommen diesen Mannschaften aber näher", hatte Trainer Oliver Glasner am Sonntag nach dem Spiel beim BVB gesagt. Aber es reicht(e) eben noch nicht. Was heißt das für die nächsten Wochen für den Tabellensechsten der Fußball-Bundesliga, wenn es die Wolfsburger in den nächsten vier Partien mit drei Gegnern aus den Top Sechs zu tun bekommen?

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„Wir haben jetzt noch Leipzig und zum Rückrunden-Beginn Leverkusen – das sind Gradmesser, wenn es darum geht, ob man oben dabei bleiben möchte“, betont VfL-Manager Jörg Schmadtke. Keine Frage, die Wolfsburger spielen eine gute Saison, aber gegen die Klubs von ganz oben hat der VfL (noch) eine maue Bilanz. Einzig beim 0:0 am ersten Spieltag gegen Leverkusen (Dritter) konnte gepunktet werden. Jetzt warten mit Union Berlin (Fünfter, nächster VfL-Gegner) und RB Leipzig (Zweiter, übernächster VfL-Gegner) weitere Top-Teams aus der Tabelle. Dann kommt Kellerkind Mainz, bevor es zum Dritten Leverkusen geht.

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Wichtig: Sowohl in München als auch in Dortmund mangelte es dem VfL nicht an Mut. „Wir bespielen die Top-Gegner gut, wir kriegen sie ins Wanken, aber wir kriegen sie nicht umgestoßen. Das liegt an unterschiedlichsten Dingen“, sagt Schmadtke und nennt fehlende „Cleverness in der einen oder anderen Situation“ als einen Grund. „Und in Dortmund haben wir eine Standard-Situation nicht gut verteidigt, da stehen zwei Mann völlig blank, das darf dir nicht passieren. Das sind diese kleinen Nachlässigkeiten, die zwar immer mal passieren können und gegen ‚normale‘ Gegner keine Auswirkungen haben, aber in solchen Spielen haben sie eine Auswirkung.“

Das gelte auch für das Thema Chancenverwertung. Sowohl in Dortmund als auch in München hatte der VfL seine Chancen, im Duell mit dem BVB gab er gar 21 Schüsse ab, aber keiner war gewinnbringend. Die fehlende Kaltschnäuzigkeit - eine Sorge, mit der der Klub schon die gesamte Saison zu kämpfen hat. In der Kicker-Rangliste in Sachen Chancenverwertung ist der VfL Vorletzter, weil er nur 24,1 Prozent seiner Möglichkeiten nutzen konnte, nur Schlusslicht Schalke ist vor dem gegnerischen Tor noch schlechter. Und: Mit „nur“ 20 Treffern hat das Team von Trainer Oliver Glasner die wenigsten erzielten Tore der Top Sieben in der Tabelle.

„Es ist ein Prozess des Lernens, dass man in diesen Spitzenspielen auch Chancen bekommt – und dann nicht darüber überrascht ist, sondern sie einfach verwertet“, sagt der Manager, der lobt, dass der VfL „näher dran“ ist in den Spielen mit den Top-Teams. „Aber wir sind noch nicht auf Augenhöhe, das ist jedoch das, was man eigentlich möchte.“ In den nächsten Wochen gibt‘s weitere Chancen, das beweisen zu können. Schmadtke ist zuversichtlich, dass das gelingt. Er ist sich „sicher“, dass der VfL in der Tabelle weiterhin „da oben“ mitmischen kann - „wenn wir unsere Leistung beibehalten, wenn wir unsere Konsequenz beibehalten, wenn wir unsere spielerischen Ansätze beibehalten und darüber hinaus unsere Chancenausbeute verbessern“.