28. Oktober 2020 / 16:31 Uhr

Wolfsburg-Neuzugang Philipp verrät: Ich hatte schon in der A-Jugend ein VfL-Angebot

Wolfsburg-Neuzugang Philipp verrät: Ich hatte schon in der A-Jugend ein VfL-Angebot

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
VfLer im dritten Anlauf: Maximilian Philipp.
Neuzugang des VfL Wolfsburg: Maximilian Philipp. © Boris Baschin
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Maximilian Philipp - der VfL Wolfsburg wollte ihn schon im vergangenen Jahr verpflichten, in diesem Jahr bekam er ihn, aber Wolfsburg wollte Philipp schon als Jugendlicher verpflichten.

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Der VfL wollte ihn schon im vergangenen Sommer, doch die Sache scheiterte an der hohen Ablöse (20 Millionen Euro) von Borussia Dortmund, Dinamo Moskau zahlte die. In diesem Sommer klappte es endlich mit Maximilian Philipp und dem Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Im zweiten Versuch. "Nein, es war schon der dritte Versuch", widerspricht der Offensivmann, "in der Jugend wollte mich der VfL auch schon."

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Philipp hätte einst in die A-Jugend des VfL wechseln können, der damalige Coach Stephan Schmidt (jetzt U19-Trainer bei Hannover 96) wollte ihn unbedingt. "Ich war auch schon hier und hatte mir alles angeschaut, hatte aber noch Vertrag bei Energie Cottbus", verrät Philipp. Der VfL und er - es war also Liebe auf den dritten Blick. "Das kann man so sagen", so der ausgeliehene Offensivmann, der seine Zeit in Moskau jedoch nicht missen möchte, obwohl der Draht zum mittlerweile entlassenen Coach Kirill Novikow am Ende nicht gut war. Philipp: "Ich hatte Differenzen mit dem Trainer."

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Jetzt schaut Philipp nach vorn. Der VfL hat ihn für ein Jahr ausgeliehen, hat sich eine Kaufoption gesichert. Ist er gekommen, um zu bleiben? Grundsätzlich ja, aber Philipp betont: „Ich will natürlich spielen – es bringt mir ja nichts, wenn ich auf der Bank sitze. Das macht nicht glücklich.“ Aber wenn am Ende alles passe, „wenn der Verein will und wenn ich will, dann setzt man sich zusammen und redet darüber“. Darüber, ob es für ihn über die Saison hinaus in Wolfsburg weitergeht.

Neben dem VfL hatte auch der VfB Stuttgart den gebürtigen Berliner auf dem Zettel. Philipp: „Über Stuttgart habe ich nachgedacht.“ Dann signalisierte auch der VfL erneutes Interesse. „Es hat mich gefreut und geehrt, dass er VfL mich immer noch wollte. Dann habe ich mir gedacht: Was kann ich hier schon falsch machen...“

Am Sonntag beim 2:1 gegen Bielefeld hatte der Neuzugang erstmals von Beginn an spielen dürfen – es war ein Debüt mit Licht und Schatten. „Am Anfang hatte ich ein bisschen Probleme. Da habe ich mir gesagt: Willkommen zurück… In der Bundesliga ist halt alles ein bisschen schneller.“ Es brauchte ein bisschen, bis sich der 26-Jährige fing. „Mir fehlt noch ein bisschen das Selbstvertrauen“, sagt Philipp, der am liebsten zentral spielt und sich selbst als „abschlussstarken und zielstrebigen“ Spieler, „ohne viel Schnörkel“ bezeichnet.

Neun Tore und eine Vorlage waren ihn in 29 Pflichtspielen in der vergangenen Saison gelungen – wie viele sollen es in diesem Jahr sein? Philipp setzt sich keine persönlichen Ziele mehr. Das habe er zu seiner Zeit in Dortmund gemacht, „aber da habe ich ein bisschen übertrieben, deswegen lasse das lieber“. Beim BVB hatte er sich nicht durchsetzen können. Dennoch sei der Schritt aus Freiburg zur Borussia jedoch nicht zu früh gewesen. Es habe einfach nicht so gepasst. „Im ersten Jahr lief es ja gut. Aber ich muss auch reflektieren und mich fragen: Ist so ein Riesen-Verein etwas für mich? Oder bin ich eher einer, der ein ruhiges Umfeld braucht?“

Er glaube, ein Klub „mit einem familiären Verhältnis“ passe besser zu ihm. Und der VfL sei ein familiärer Klub in einer beschaulichen Stadt, in der Philipp ein Haus mit Garten gefunden hat. Und das vor seiner Rückkehr am Sonntag nach Berlin. Gibt‘s im Duell mit der Hertha das erste VfL-Tor für ihn? „Das wäre perfekt, das wäre ein Traum“, sagt Wolfsburgs neue Nummer 17. Für ihn als Berliner sei das „ein besonderes Spiel, zumal ich da auch mein erstes Bundesliga-Tor geschossen habe“.