03. April 2022 / 17:20 Uhr

Wolfsburg ohne Kohfeldt zu harmlos: Augsburg fertigt VfL ab und holt Big Points

Wolfsburg ohne Kohfeldt zu harmlos: Augsburg fertigt VfL ab und holt Big Points

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Augsburg hat deutlich gegen den VfL Wolfsburg gewonnen.
Der FC Augsburg hat deutlich gegen den VfL Wolfsburg gewonnen. © IMAGO/kolbert-press
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Der VfL Wolfsburg befindet sich wieder mitten im Abstiegskampf. Ohne den erkrankten Cheftrainer Florian Kohfeldt an der Seitenlinie bekamen die Niedersachsen im Keller-Duell beim FC Augsburg eine Abreibung verpasst. Der FCA macht dagegen einen großen Schritt.

Grenzenloser Jubel beim FC Augsburg, großer Frust beim VfL Wolfsburg: Im Tabellenkeller-Duell hat der FCA im eigenen Stadion Big Points im Abstiegskampf eingefahren und gleichzeitig dafür gesorgt, dass die Wölfe wieder deutlich mehr um den Klassenverbleib zittern müssen. Augsburg fertigte Wolfsburg am Sonntagnachmittag mit 3:0 (1:0) ab. Nach dem Blitz-Tor von Iago (1. Minute) legten Florian Niederlechner (63.) und Mads Petersen (69.) in der zweiten Halbzeit gegen offensiv viel zu harmlose Niedersachsen nach.

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Die Fuggerstädter sind mit 29 Punkten nun Tabellen-14. und haben drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16. Mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Mainz 05 am Dienstag könnte der Vorsprung noch anwachsen. Der VfL Wolfsburg, der ohne seinen mit Corona infizierten Cheftrainer Florian Kohfeldt antreten musste, steckt dagegen wieder mitten im Abstiegskampf. Mit 31 Punkten ist die gefährliche Zone weiterhin nah.

Die Gastgeber rotierten vor der Partie auf fünf Positionen. Trainer Markus Weinzierl vertraute in der Startelf auf das neue Quintett Robert Gumny, Niklas Dorsch, Mads Pedersen, Florian Niederlechner und Millionen-Winterneuzugang Ricardo Pepi. Im Vergleich zum 2:3 vor der Länderspielpause beim VfB Stuttgart fielen Michael Gregoritsch (Corona-Infektion) und Ruben Vargas (Mandelentzündung) aus. Beim VfL Wolfsburg fehlte neben dem Cheftrainer auch der erkrankte Linksverteidiger Jerome Roussillon. Für ihn lief Renato Steffen auf. Co-Trainer Vincent Heilmann betreute die Wölfe.

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Und der erst 25 Jahre alte Kohfeldt-Assistent musste direkt einen frühen Gegentreffer schlucken. Nach Hacken-Pass von Mads Petersen schloss Iago perfekt zum Führungstreffer ab. Es waren gerade einmal 56 Sekunden gespielt. Die Wolfsburger, die ihre vorherigen beiden Partien gegen Leverkusen (0:2) und Freiburg (2:3) verloren hatten, wirkten geschockt. Es dauerte etwas, bis sich die Mannschaft um Führungsspieler Max Kruse erholen konnte. Nationalspieler Lukas Nmecha vergab in der 23. Minute die große Chance auf den Ausgleich, als er mit seinem Schuss nach starker Einzelaktion in Rafal Gikiewicz seinen Meister fand. Großchancen blieben danach aus, auch weil Augsburg wegen der Umstellung auf Viererkette in der Defensive deutlich stabiler als noch vor der Länderspielpause stand.

Gikiewicz stand auch direkt nach der Pause wieder im Mittelpunkt: Gegen den Wolfsburger Winterneuzugang Jonas Wind parierte der Pole im Strafraum nach einem Abpraller abermals glänzend (48.). Doch die Wölfe setzten insgesamt nur wenige Nadelstiche und wirkten trotz des bemühten Kruse offensiv limitiert - ganz im Gegensatz zum FCA. Mit einem Doppelschlag - Niederlechner (63.) traf nach einer Ecke, Pedersen hämmerte den Ball in den Winkel (69.) - entschieden die bayrischen Schwaben das Spiel und brachten die WWK-Arena zum Kochen. Wolfsburg bemühte sich angesichts der Situation im Tabellenkeller für die Tordifferenz weitere Gegentreffer zu verhindern, was auch gelang. Im Angriff blieb die Heilmann-Elf aber überaus enttäuschend.