22. Februar 2021 / 17:34 Uhr

Wolfsburg poliert Torverhältnis auf: "Kann am Ende entscheidende Rolle spielen"

Wolfsburg poliert Torverhältnis auf: "Kann am Ende entscheidende Rolle spielen"

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
 Ein Tor, auf das es ankam: Weil Maximilian Arnold mit diesem Schuss in Bielefeld traf, ist der VfL Dritter - Jörg Schmadtke freut's.
Ein Tor, auf das es ankam: Weil Maximilian Arnold mit diesem Schuss in Bielefeld traf, ist der VfL Dritter - Jörg Schmadtke freut's. © imago images/Ulrich Hufnagel
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Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat in den vergangenen Wochen nicht nur kein Gegentor kassiert, sondern auch ordentlich etwas für sein Torverhältnis getan - das freut Manager Jörg Schmadtke.

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Gerade mal vier Tore hatte der VfL nach den ersten fünf Spieltagen in dieser Fußball-Bundesliga-Saison auf seinem Konto stehen, das Thema Tor-Armut machte die Runde. Aber das ist längst keines mehr, der Wolfsburger Fußball-Bundesligist hat in den fünf Rückrunden-Spielen immerhin neunmal getroffen - und damit dank der Gegentorlosigkeit sein Torverhältnis ordentlich aufpoliert, was die VfL-Verantwortlichen freut. „Das kann am Ende der Saison eine ganz entscheidende Rolle spielen“, betont Manager Jörg Schmadtke.

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Der 56-Jährige hatte jüngst die gute Hinrunde gelobt, gleichwohl angemerkt, dass das Torverhältnis (damals plus sieben) noch ausbaufähig sei. Der Grund liegt auf der Hand: Sollten die Teams am Ende der Saison in der Tabelle eng beieinander sein, ist eine gute Tordifferenz im Kampf um Europa ausschlaggebend. In den vergangenen Wochen hat der VfL gezeigt, dass er hinten nach wie vor nichts anbrennen lässt. Und: Er hat mit Toren nicht gegeizt. Das 3:0 am Freitagabend in Bielefeld war zwar erst das dritte Liga-Spiel mit drei VfL-Toren in dieser Saison, aber das zweite innerhalb kürzester Zeit. Ende Januar waren Wout Weghorst und Co. gegen Freiburg drei Buden geglückt.

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Aktuell ist der VfL dank des besseren Torverhältnisse (plus 16) Dritter vor den punktgleichen Frankfurter (plus 15), die Verfolger Leverkusen (plus 16) und Dortmund (plus 14) liegen ebenfalls in diesem Bereich. Noch spricht das Torverhältnis nicht eindeutig für den VfL - aber es spricht eben im Gegensatz zu weiten Strecken der bisherigen Spielzeit auch nicht mehr gegen die Wolfsburger. Schmadtke: „Es ist gut, wenn die Tordifferenz besser ist als bei den anderen, aber noch wichtiger ist‘s, am Ende die richtige Punktzahl zu haben, um vor den anderen Mannschaften stehen zu können.“

Dafür braucht es Tore. Lange Zeit tat sich das Team von Oliver Glasner damit schwer und war in der Kicker-Rangliste in Sachen Chancenverwertung Letzter, inzwischen steht der VfL in dieser Tabelle auf Rang elf, 29,9 Prozent der Möglichkeiten werden verwertet. Das Glasner-Team geht mittlerweile mit einem ganz anderen Selbstverständnis in die Begegnungen. Und mittlerweile ist dieses Selbstverständnis, den Gegner immer wieder vor Probleme zu stellen, zur Selbstverständlichkeit geworden. Schmadtke: „Das macht eine gute Mannschaft aus.“

Der VfL hat eine - und in der überragte in den vergangenen Wochen meist Weghorst. In Bielefeld ging der Top-Torjäger (14 Treffer) zwar leer aus, was aber nicht so wild war, denn mit Renato Steffen (Doppelpack) und Maximilian Arnold sorgten diesmal zwei andere VfLer mit ihren Treffern für die Jubel-Momente – und dafür, dass der VfL nun eine Tordifferenz von plus 16 hat. Die ist um einen Treffer besser als die von Eintracht Frankfurt. Der kurzfristige Lohn für die Wolfsburger: die Rückkehr auf Platz drei – ein Platz, der am Ende die Champions League bringt. Schmadtke meidet es, darüber öffentlich groß etwas zu sagen, weil noch zwölf Spieltage zu absolvieren seien. Ganz grundsätzlich sagt er über die guten bis sehr guten VfL-Auftritte zuletzt: „Das sieht alles stabil aus.“