30. August 2021 / 19:34 Uhr

Wolfsburg-Rakete Roussillon zündet endlich wieder: "Da geht noch mehr!"

Wolfsburg-Rakete Roussillon zündet endlich wieder: "Da geht noch mehr!"

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Bärenstark gegen Leipzig: Jerome Roussillon vom VfL Wolfsbhurg.
Bärenstark gegen Leipzig: Jerome Roussillon vom VfL Wolfsbhurg. © 2021 Getty Images
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Jerome Roussillon vom VfL Wolfsburg will wieder zu alter Formstärke zurückkehren. Der Anfang ist mit der Top-Leistung gegen Leipzig gemacht.

Jerome Roussillon – der kleine Franzose ist einer der schnellsten VfL-Spieler, aber der Linksverteidiger zeigte das lange nicht. Doch beim 1:0 gegen RB Leipzig spielte Roussillon endlich wieder, wie der Roussillon aus seiner ersten Wolfsburg-Saison 2018. Mit ganz viel Tempo, mit ganz viel Willen und ganz viel Durchsetzungsvermögen. Nicht nur das: Roussillon schoss auch noch das Tor des Abends. Und das bereitete der Linksverteidiger auch noch mit vor.

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Er war es, der den Ball im Zweikampf mit Leipzigs Emil Forsberg kurz hinter der Mittellinie eroberte, jedoch dann nicht stehen blieb, sondern Richtung Strafraum durchlief - und traf. „Ich freue mich sehr für ihn, weil er ein extrem positiver junger Mann ist, der bei uns auch schwierige Phase hatte – aber auch die hat er mit einem Lächeln überstanden“, so Manager Jörg Schmadtke. Der pfeilschnelle Franzose war unter Ex-VfL-Trainer Oliver Glasner (jetzt Frankfurt) am Ende nur noch zweite Wahl gewesen. Der Frust darüber saß tief. Vergessen und vorbei.

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Unter Glasner-Nachfolger Mark van Bommel geht es für den 28-Jährigen wieder bergauf. Schmadtke: „Gegen Leipzig ist Jerome von Minute zu Minute besser geworden.“ Der Manager fügt schmunzelnd hinzu: „Nach dem Tor habe ich gedacht: Oje, jetzt müssen wir aufpassen, dass er nicht aus der Stadt läuft...“ In der Tat: Nach seinem Treffer war Rouss, wie er von seinen Kollegen gerufen wird, kaum zu halten. Er lief Richtung Seitenlinie und feierte seinen Treffer, es brauchte nicht lange, da waren fast alle seine Kollegen ebenfalls zum Gratulieren da.

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Rakete Roussillon zündete endlich wieder – der VfL-Renner machte es hinten gut und zog im Spiel nach vorn viele Sprints an. Schmadtke: „Er war sich für keinen Weg zu schade.“ An dieser Klasse-Leistung muss sich der Linksverteidiger jetzt erst einmal messen lassen. Schmadtke: „Er selbst wird das auch tun. Er ist ja selbst nicht happy, wenn er nicht gut spielt. Rouss ist jemand, der seine Leistung sehr gut einschätzen kann.“ Gegen Leipzig war die top, aber Wolfsburgs Nummer 15 darf nach der Länderspielpause im Duell mit Fürth nicht nachlassen. Schmadtke: „Ich habe den Eindruck, dass er sich gerade sehr wohlfühlt, weil er etwa Zuspruch vom Trainerteam bekommt. Und trotzdem glaube ich, dass das, was er gegen Leipzig gezeigt hat, noch nicht das Ende der Fahnenstange war. Da geht noch mehr!“