17. Januar 2021 / 07:18 Uhr

Wolfsburg-Sportchef Jörg Schmadtke kritisiert DFB-Machtkampf: "Nicht gut für den deutschen Fußball"

Wolfsburg-Sportchef Jörg Schmadtke kritisiert DFB-Machtkampf: "Nicht gut für den deutschen Fußball"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wolfsburgs Geschäftsführer Sport, Jörg Schmadtke, spricht über die aktuelle Lage beim DFB.
Wolfsburgs Geschäftsführer Sport, Jörg Schmadtke, spricht über die aktuelle Lage beim DFB. © dpa/Montage
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Über den Machtkampf beim Deutschen Fußball-Bund findet Jörg Schmadtke deutliche Worte. Der Sportchef des Bundesligisten VfL Wolfsburg kritisiert den Verband scharf.

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Sportchef Jörg Schmadtke vom VfL Wolfsburg hat den Machtkampf und die Außenwirkung des Deutschen Fußball-Bundes kritisiert. "Das Bild ist insgesamt nicht gut. Das ist auch nicht gut für den deutschen Fußball", sagte der Geschäftsführer Sport des Bundesligisten am Samstagabend im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF. "Der DFB spielt gerade eine sehr unglückliche Rolle. Aber der DFB ist auch ein schwieriges Konstrukt. Es gibt die Landesfürsten, es gibt die Nationalmannschaft": Das seien "sehr unterschiedliche Interessen".

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DFB-Präsident Fritz Keller und DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius hatten am Vortag nach einer mehrstündigen Präsidiumssitzung erklärt, "letztmalig einen gemeinsamen Versuch»" der Zusammenarbeit unternehmen zu wollen. Schmadtke kennt Keller aus seiner aktiven Zeit beim SC Freiburg und schätzt den DFB-Chef nach eigenen Angaben sehr. Der erfahrene Manager kritisierte allerdings auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) dafür, dass ihr Bruch mit Curtius genau einen Tag vor der Präsidiumssitzung des DFB öffentlich wurde.

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Dass die Nationalmannschaft mit Fußball für Ablenkung von den Krisenherden des Verbandes sorgt, wird noch dauern. Löw und die DFB-Auswahl bestreiten das erste Pflichtspiel in der WM-Qualifikation erst am 25. März gegen Island. Stand jetzt könnten in etwas mehr als zwei Monaten sowohl Keller als auch Curtius in offizieller Funktion auf der Tribüne sitzen.