14. September 2021 / 15:08 Uhr

Wolfsburg-Start in die Champions League: Die „Doggen“ laufen der Musik hinterher

Wolfsburg-Start in die Champions League: Die „Doggen“ laufen der Musik hinterher

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
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Der VfL Wolfsburg startet am Dienstag in die Champions League. Beim OSC Lille läuft es bisher noch nicht rund, aber vor heimischer Kulisse gibt sich der französische Meister der Vorsaison trotzdem kämpferisch.

Das Warten hat ein Ende: Nach fünfeinhalb Jahren ohne Champions League startet der VfL Wolfsburg am Dienstag (21 Uhr) in die Königsklasse. Los geht‘s für den Fußball-Bundesligisten in Nordfrankreich an der Grenze zu Belgien. Beim OSC Lille kämpft die Mannschaft von Trainer Mark van Bommel um die ersten Punkte in der Gruppe G.

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In der rund 235.000 Einwohner umfassenden Hauptstadt der Region Hauts-de-France beginnt für den VfL das Abenteuer Champions League. Nach dem besten Bundesliga-Start der Wolfsburger Vereinsgeschichte gehen Maximilian Arnold und Co. die Aufgabe in Lille mit breiter Brust an. Im Gegensatz zum OSC ist der VfL mit vier Siegen aus vier Spielen optimal in die neue Spielzeit gestartet.

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Der französische Meister der Vorsaison hingegen hat noch mit einigen Problemen zu kämpfen, ist nach fünf Spieltagen in der Ligue 1 nur auf Rang zwölf. Gerade mal ein Spiel konnte das Team von Jocelyn Gourvennec für sich entscheiden (2:1 gegen Montpellier HSC). Niederlagen kassierte Lille beim 0:4 gegen den OGC Nizza sowie beim 1:2 beim FC Lorient. Zudem gab‘s zwei Unentschieden beim FC Metz (3:3) und bei der AS St. Etienne (1:1). Doch nicht nur das: Lille stellt mit elf Gegentoren die zweitschlechteste Defensive der Liga, nur Girondins Bordeaux kassierte noch einen Gegentreffer mehr.

Dennoch wird Lille alles daran setzen, einen guten Start hinzulegen. Mittelfeldspieler Benjamin André ahnt aber schon, was für ein Gegner auf ihn und seine Teamkollegen zukommt: „Wolfsburg ist ein sehr starker Gegner, der viel rennt. Aber in unserem Stadion wollen wir das bestmögliche Ergebnis erzielen.“ Ein Sieg soll also her. Zählen kann Lille dabei auf die Unterstützung von etwa 25.000 Zuschauern – dabei dürfte das 50.000 Fans fassende Stade Pierre Mauroy voll ausgelastet werden.

OSC-Coach Gouvrennec weiß auch um die Stärken der Wolfsburger. „Sie spielen sehr organisiert, die Mannschaft hat sich in den vergangenen Jahren nicht groß verändert“, sagt der Trainer. „Es liegt an uns, dass wir dagegenhalten.“ Wie das gelingen soll, da hat sich der Franzose schon einen Plan zurechtgelegt: „Wir müssen die Intensität und die Konzentration erhöhen. Wir brauchen mehr Entschlossenheit als zuletzt.“

VfL Wolfsburg in Lille: Abschlusstraining und PK vor dem Champions-League-Auftakt.

VfL Wolfsburg in Lille: Abschlusstraining und PK vor dem Champions-League-Auftakt Zur Galerie
VfL Wolfsburg in Lille: Abschlusstraining und PK vor dem Champions-League-Auftakt © Roland Hermstein

Allerdings müssen die Doggen, wie der Klub in Frankreich in Anlehnung an sein Wappen genannt wird, gegen die Wolfsburger auf einige Akteure verzichten – unter anderem auf den aus deutscher Sicht wohl namhaftesten Akteur in den französischen Reihen: Ex-Bayern-Profi Renato Sanches fällt mit einer Meniskusverletzung rund zwei Monate aus. Zudem können Timothy Weah und Jonathan Bamba (beide angeschlagen) nicht dabei sein.


Das heißt aber gar nichts, der OSC-Kader ist dennoch stark besetzt. Unter anderem mit dem niederländischen Innenverteidiger Sven Botman, dem türkischen Außenverteidiger Zeki Celik (kehrt nach Verletzung in den Kader zurück) sowie den Offensivkräften und Namensvettern Jonathan Ikoné und Jonathan David.