13. August 2021 / 15:15 Uhr

Wolfsburg-Start in die Liga: Nmecha fällt aus, Baku ist fit

Wolfsburg-Start in die Liga: Nmecha fällt aus, Baku ist fit

Andreas Pahlmann und Benno Seelhöfer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Start: Bei van Bommels Trainerdebüt in der Bundesliga ist Ridle Baku (l.) dabei.
Start: Bei van Bommels Trainerdebüt in der Bundesliga ist Ridle Baku (l.) dabei. © Guido Kirchner/dpa
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Personelle Überraschung vor dem Bundesliga-Auftakt des VfL Wolfsburg gegen den VfL Bochum: Statt des unter der Woche angeschlagenen Ridle Baku fällt Neuzugang Lukas Nmecha aus.

Es geht los - diesmal so richtig, ohne Verlängerung, ohne Wechselfehler, ohne die Reise zu einem Viertligisten: Der VfL Wolfsburg startet am Samstag (15.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger Bochum in seine 25. Bundesliga-Saison. Die Startelf der Niedersachsen wird dabei im Vergleich zur Stammbesetzung der Vorsaison eher wenige Unterschiede aufweisen, dafür ist an der Seitenlinie fast alles anders. Chefcoach Mark van Bommel und sein Trainerteam betreten zum ersten Mal in neuer Funktion die Erstliga-Bühne.

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Diese Bühne muss der Niederländer mit seinem Team aber ohne Lukas Nmecha betreten. Der Neuzugang, der in Münster auf dem linken Flügel begonnen hatte, fällt mit Muskelproblemen im Oberschnekel überraschend aus. Van Bommel: "Ich bin kein Arzt, aber er ist kein Langezeitverletzter." Außerdem seien neben den Spielern die ohnehin schon länger ausfallen (William, Bartosz Bialek, Aster Vranckx und Felix Nmecha) noch die Einsätze weiterer Spieler fraglich. Dazu zählt mindestens Daniel Ginczek, der bereits unter der Woche angeschlagen war. Ebenfalls angeschlagen war auch Ridle Baku. Doch seinem Einsatz gegen Bochum stehe nichts im Wege, sagte van Bommel.

Bei Außenbahner Baku lobte der VfL-Coach zudem dessen Vielseitigkeit und wollte sich nicht festlegen, ob der Ex-Mainzer künftig vor allem rechts vorn oder rechts hinten spielen wird. "Das ist ein großer Vorteil, dass wir ihn auf mehreren Positionen einsetzen können", sagte van Bommel. "Er versteht das aber auch, dass er dort spielt, wo wir ihn brauchen." Egal wo, "seine Qualität steht außer Frage".

Baku ist dazu auch Teil des Mannschaftsrats, den seit dem vergangenen Wochenende Koen Casteels als Kapitän anführt, seine Stellvertreter sind Maximilian Arnold und Vorgänger Josuha Guilavogui. Van Bommel begründete nun erstmals auch seine Entscheidung. "Ich habe mich für die drei entschieden, weil ich denke, dass sie alle Kapitän sein können. Aber wir haben noch viele andere Spieler, die Verantwortung übernehmen können." Deshalb sei es für van Bommel auch kein Problem, einem Torhüter die Binde zu geben, obwohl dieser im Feld nicht immer mitten im Geschehen ist.

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Über den Wechselfehler am Sonntag in Münster wollte van Bommel allerdings keine großen Worte verlieren. Er verwies auf das laufende Verfahren und die Verhandlung am Montag. "Was Sonntag passiert ist, ist natürlich ärgerlich. Aber wir haben uns normal und gut vorbereitet." Und auch wie der Verein die Situation handhabt - nämlich mit viel Selbstironie - gefällt dem Coach. "Wir lachen sowieso immer viel. Es ist schön, dass der Verein so damit umgeht. Wir stehen zusammen, so muss es auch sein."

Für Wolfsburg-Manager Jörg Schmadtke ist klar: "Es ist ein bisschen Druck drauf bei diesem Spiel." Und das nicht in erster Linie wegen der fünf Testspiel-Niederlagen und dem Wechselfehler von Münster, sondern eher wegen der Ausgangslage. "Wir sind Champions-League-Teilnehmer, Bochum ist Aufsteiger", so Schmadtke. Von daher sei die Favoritenrolle klar verteilt. Wie damit umgehen? "Ich erwarte Engagement und Konzentration. Man sollte die Dinge sehen, die in der Vorbereitung erarbeitet wurden, vor allem in der Offensive - und dabei defensiv weiterhin die Sachen gut machen, die auch in der vergangenen Saison gut waren."

Aufsteiger Bochum kehrt nach elf Jahren in der 2. Liga wieder in die Erstklassigkeit zurück, das letzte Duell mit dem Vereinsnamensvetter aus Wolfsburg liegt entsprechend lange zurück. Im März 2010 gewannen die Heimelf in der VW-Arena nach 0:1-Rückstand mit 4:1, liegt seitdem in der Gesamtbilanz vorn - neun Wolfsburger Siege gab es, acht Spiele gewann Bochum, dreimal gab es ein Remis. Und: Der Saisonauftakt wird zum großen Wiedersehen: Bochum-Trainer Thomas Reis war U19-Trainer in Wolfsburg, Sportvorstand Sebastian Schindzielorz wurde 2009 mit dem grün-weißen VfL deutscher Meister, und Elvis Rexhbecaj wechselte gerade erst auf Leihbasis von Wolfsburg nach Bochum.

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