09. September 2021 / 17:21 Uhr

Wolfsburg statt Leipzig: Van Bommel weiß, dass es für Larcoix nicht einfach war

Wolfsburg statt Leipzig: Van Bommel weiß, dass es für Larcoix nicht einfach war

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Happy, weil er ihn weiterhin in seinem Team hat: VfL-Trainer Mark van Bommel (l.) lobte Maxence Lacroix.
Happy, weil er ihn weiterhin in seinem Team hat: VfL-Trainer Mark van Bommel (l.) lobte Maxence Lacroix. © Roland Hermstein
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Im Sommer hatte Maxence Lacroix den VfL Wolfsburg verlassen wollen. Aber der VfL ließ ihn nicht ziehen. Trainer Mark van Bommel freut das natürlich... Der Holländer lobt den Top-Abräumer.

Am Dienstag hatte Maxence Lacroix erstmals über das Wechselverbot zu RB Leipzig gesprochen. Der Super-Abräumer des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten gab zu, nach dem Veto des VfL im ersten Moment „ein bisschen sauer gewesen zu sein“. In den Spielen zuletzt war davon aber nichts zu sehen, Lacroix spielte wie der Lacroix aus der vergangenen Saison - er antizipierte gut, war schnell und rigoros in den Zweikämpfen, was wiederum Trainer Mark van Bommel freut.

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„Ich habe mit Maxence über das Interesse aus Leipzig gesprochen“, so der Holländer über den Franzosen, der nach seinem Wechsel im vergangenen Sommer aus der 2. Liga aus Sochaux beim VfL in Windeseile überzeugt hatte, der Innenverteidiger wurde schnell zum Shootingstar, spielte sich mit Top-Tacklings in die Notizbücher von Top-Klubs wie Chelsea oder eben RB. Die Situation im Sommer sei für einen so jungen Spieler wie Lacroix nicht einfach gewesen, sagt van Bommel. „Er kommt aus der 2. Liga, spielt hier eine überragende Saison und dann gibt es ein Angebot von Leipzig – damit muss man umgehen“, meinte der VfL-Trainer und dachte an seine aktive Karriere zurück, in der er für Top-Vereine wie Bayern, Barcelona oder Milan gekickt hatte.

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Nach solch einem steilen Aufstieg und einem Angebot wie eben dem aus Leipzig denke man „am Anfang: Puh, da ist ein anderer Verein, der mich gern haben und viel Geld bezahlen möchte.“ Andererseits habe sich Lacroix sicher auch gedacht, dass er mit dem zufrieden ist, was er beim VfL habe. In der Kabine und auf dem Platz habe er sich trotz des Vetos vorbildlich verhalten. Er habe nicht gesagt, dass er unbedingt wechseln wolle. „Wenn man einen Vertrag hat, muss man offen und ehrlich miteinander reden. Und das haben wir gemacht“, sagte van Bommel. „Ich bin sehr froh, dass er hier ist.“

Schon zum Ende der vergangenen Saison sollen die VfL-Verantwortlichen um Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer der Lacroix-Seite signalisiert haben, den Vertrag (läuft bis 2024) nach den guten Leistungen des Abwehrspielers verlängern und ihm mehr Gehalt zahlen zu wollen. Doch damals wurde das abgelehnt, laut Kicker ist es dennoch denkbar, dass zu einer Verlängerung des Kontrakts bei Lacroix kommt – obwohl der perspektivisch nicht zu halten sein wird.

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Alles Zukunftsmusik, Lacroix konzentriert sich auf die anstehende englische Woche. Zunächst geht es in der Liga nach Fürth, bevor für den VfL am Dienstag mit der Partie in Lille die Champions League beginnt. Er denkt aber noch nicht an Lille, denn: „Wenn du nach Fürth fährst und denkst: „Wir sind der VfL, wir sind besser, kannst du eine böse Überraschung erleben. Ich respektiere alle Teams.“

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