07. Januar 2020 / 12:44 Uhr

Wolfsburg-Stürmer Ginczek will mit Extra-Schichten in die Startelf

Wolfsburg-Stürmer Ginczek will mit Extra-Schichten in die Startelf

Alexander Flohr
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Fußball; Bundesliga; Saison 2019/2020; VfL Wolfsburg; Trainingslager; Wintertrainingslager; Portugal; Almancil, Training, Zirkeltraining
Extra-Training für den Platz im Team: VfL-Stürmer Daniel Ginczek arbeitet daran, wieder auf 100 Prozent Leistungsfähigkeit zu kommen. © Roland Hermstein
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Daniel Ginczek, Stürmer des VfL Wolfsburg, will nach langer Leidenszeit wieder um einen Stammplatz im Team kämpfen - und sucht die Leichtigkeit. "Am Anfang", so sagt er, "hast du ein bisschen Krieg mit dem Ball."

VfL-Trainer Oliver Glasner hatte zu Beginn des Trainingslagers gesagt, man könne die Vorbereitung nicht als solche bezeichnen. Schließlich hätten seine Spieler ja nur knapp zwei Wochen Zeit bis zum Rückrunden-Auftakt in Köln. Stürmer Daniel Ginczek ist beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten allerdings schon etwas länger zurück im Training.

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Während seines Winter-Urlaubs in Abu Dhabi trainierte er fast täglich, um seinen Rückstand nach seiner Verletzung (hatte zu Beginn der Saison eine Rücken-OP) aufzuholen. Auf dem Plan standen 45-Minuten-Läufe und Krafttraining. „Ich hatte insgesamt vier freie Tage, die restlichen Tage habe ich trainiert“, so Ginczek. Um die Übungen korrekt auszuführen, setzte Ginczek nicht auf einen Personal-Trainer, wie es viele andere Profis machen, sondern auf eine spezielle Trainings-App. „Ich wollte einfach meine Ruhe haben. Ich hatte meine App. Da waren Bilder drauf, wie eine Übung genau auszusehen hat. Da hätte sogar ein Nicht-Profi gewusst, was er zu tun hat.“

Das Extra-Programm nahm er bewusst in Kauf: „Ich weiß, dass ich das mit meiner Verletzungshistorie brauche. Ich muss vielleicht immer einen Tick mehr machen als andere.“

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Seine Krankenakte ist lang: Innenbandriss, Zehenbruch, zwei Kreuzbandrisse, Bandscheibenvorfall, Bänderriss im Sprunggelenk, Rückenprobleme. Im ersten Training unter Glasner im Sommer hatte sich Ginczek dann erneut am Rücken verletzt. Nach seiner Operation war er fast die komplette Hinrunde ausgefallen.

Nun will er aber pünktlich zum Rückrundenauftakt am 18. Januar wieder fit sein. Ginczek: „Die Leichtigkeit kommt jetzt ein bisschen zurück. Natürlich hast du am Anfang ein bisschen Krieg mit dem Ball, weil man viele Wochen raus war, den Ball nicht so am Fuß hatte und viel im Kraftraum stattgefunden hat. Aber jetzt fühle ich mich deutlich besser und versuche, auf 100 Prozent zu kommen.“

Den nötigen Feinschliff will er sich in diesen Tagen in Portugal holen. Im neuen (alten) 4-3-3-System könnte er eine wichtige Rolle im Angriff spielen. Dort fehlt es dem VfL vor allem an der nötigen Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Einzig Teamkollege Wout Weghorst traf in gewohnter Manier. Zusammen mit Weghorst könnte er nun wieder für mehr Torgefahr sorgen.


Der VfL Wolfsburg im Trainingslager

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Dabei sieht er sich allerdings nicht im Zentrum, sondern eher auf den Positionen daneben. „Ich spiele gerne drumherum, das liegt mir mehr. Da kann ich in die Tiefe gehen und auf den Gegner zudribbeln“, so Ginczek. „Wout ist dagegen mit dem Rücken zum Gegner besser. Da ergänzen wir uns gut.“

Wenn Ginczek die 100 Prozent seiner Leistungsfähigkeit erreicht hat, will er auch wieder einen festen Platz im Team von Glasner haben. Sein Ziel für die Rückrunde ist klar: „Ich will spielen. Ich war immer Stammspieler, wenn ich fit war und will da auch wieder hin zurück.“