15. August 2020 / 13:53 Uhr

Wolfsburg-Trainer Glasner nach der Testpleite: "Haben noch viel Arbeit vor uns"

Wolfsburg-Trainer Glasner nach der Testpleite: "Haben noch viel Arbeit vor uns"

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Das war nichts: Der VfL Wolfsburg (l. Felix Klaus) verlor gegen Braunschweig mit 0:1.
Das war nichts: Der VfL Wolfsburg (l. Felix Klaus) verlor gegen Braunschweig mit 0:1. © Roland Hermstein
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Es lief nicht viel zusammen beim VfL Wolfsburg im ersten Test der Saisonvorbereitung gegen Eintracht Braunschweig. Der Fußball-Bundesligist unterlag mit 0:1 - Trainer Oliver Glasner sieht bis zum ersten Pflichtspiel noch viel Arbeit auf sich und sein Team zukommen.

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Zu Beginn der vergangenen Saison war der VfL Wolfsburg 22 Spiele lang ungeschlagen geblieben, diesmal gab's die erste Niederlage im ersten Test. Mit 0:1 unterlag der Fußball-Bundesligist am Samstagmittag im AOK-Stadion gegen Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig. Trainer Oliver Glasner war mit dem Auftritt seiner Mannschaft "nicht zufrieden".

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Gegen gut organisierte und kämpferisch starke Braunschweiger taten sich die Wolfsburger schwer, Torchancen waren Mangelware. Eine hatte Steffen (zu harmlos), die beste gehörte Youngster Omar Marmoush, der nach etwa einer Viertelstunde den Außenpfosten traf. "Das Engagement war größtenteils okay", bilanzierte Glasner. "In der ersten Halbzeit hatten wir guten Tiefgang und Torchancen. In der zweiten Hälfte hatten wir weniger Tiefe, zwar viel Ballbesitz aber ohne viel Durchschlagskraft." Das gilt es nun zu verbessern, schon am nächsten Samstag (15.30 Uhr) steht der nächste Test gegen Holstein Kiel an. Glasner: "Ich denke, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben. Es gibt viele Dinge aufzuarbeiten."

Der VfL Wolfsburg bestreitet sein erstes Testspiel in der Saisonvorbereitung 2020/21 gegen den Zweitliga-Nachbarn Eintracht Braunschweig Zur Galerie
Der VfL Wolfsburg bestreitet sein erstes Testspiel in der Saisonvorbereitung 2020/21 gegen den Zweitliga-Nachbarn Eintracht Braunschweig ©

Vor allem im Spiel mit Mittelfeldraute, wie es die Wolfsburger angegangen waren, "brauchen wir die Außen", betont Glasner, der sich die Partie von Tribüne aus angesehen hatte. "Ich habe mich wegen der Sonne in den Schatten gesetzt"; sagte der Österreicher schmunzelnd. Zudem habe er von dort einen besseren Überblick auf das Spielgeschehen. Ihm fiel auf: "Bis 20 Meter vor dem Tor machen wir es richtig gut, aber da müssen wir noch mehr draus machen."

Dass neben den verletzten und angeschlagenen Spielern nur Torhüter Koen Casteels, Youngster John Yeboah und Innenverteidiger Marcel Tisserand nicht im Aufgebot standen, dafür hatte Glasner eine Erklärung: "Tisserand und Yeboah haben ein paar Probleme aus dem Training, daher haben wir sie draußen gelassen." Und zum Schlussmann sagte der Coach: "Koen hat bei Donezk 90 Minuten und in Leipzig 60 Minuten gespielt. Jetzt war es mal wieder Zeit, dass Pavo ein längeres Spiel bekommt – er hat es gut gemacht."

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Unterdessen könnte sich beim VfL in den nächsten Tagen etwas in Sachen Transfers tun: Der 18-jährige Mittelstürmer Bartosz Bialek vom polnischen Erstligisten Zaglebie Lubin soll noch am Wochenende seinen Medizincheck in Wolfsburg absolvieren - und den VfL 5 Millionen Euro kosten. Äußern wollte sich Glasner dazu nicht, er sagte nur soviel: "Ich bin nicht in Polen, sondern in Wolfsburg. Wenn wir einen Spieler verpflichtet haben, werden wir das bekannt geben. Da gibt’s von meiner Seite aus nichts zu sagen."

Doch damit nicht genug: Wie Sky berichtet, soll der VfL sich bereits mit Maxence Lacroix vom FC Sochaux einig sein - nur die Klubs müssen noch auf einen Nenner kommen. Demnach haben die Wolfsburger 4,5 Millionen Euro geboten, die Franzosen wollen für den 20-jährigen Innenverteidiger aber 6 Millionen Euro haben.