08. April 2021 / 14:37 Uhr

Wolfsburg-Trainer Glasner vorm Top-Spiel in Frankfurt: "Eine Serie wird reißen"

Wolfsburg-Trainer Glasner vorm Top-Spiel in Frankfurt: "Eine Serie wird reißen"

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Heißer Fight: Am Samstag muss der Tabellendritte VfL Wolfsburg (r.) beim Vierten Eintracht Frankfurt ran.
Heißer Fight: Am Samstag muss der Tabellendritte VfL Wolfsburg (r.) beim Vierten Eintracht Frankfurt ran. © Uwe Anspach/dpa
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Der Tabellendritte VfL Wolfsburg muss am Samstag beim Vierten Frankfurt ran - ein Top-Spiel, auf das sich VfL-Trainer Oliver Glasner freut. Für Wolfsburgs Kapitän Josuha Guilavogui gab's vor dem Spiel eine Hiobsbotschaft.

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Der VfL Wolfsburg hat seine bisher letzten vier Gastspiele bei Eintracht Frankfurt allesamt gewonnen. Das ist die eine Wahrheit. Die andere ist: Frankfurt hat in dieser Saison noch kein einziges Heimspiel verloren. "Eine Serie wird reißen", so VfL-Trainer Oliver Glasner am Donnerstag schmunzelnd. Die Ausgangslage für sein Team ist dabei komfortabel: Denn auch wenn die Hessen als Tabellenvierter der direkte Verfolger des VfL sind, steht angesichts des Abstands bereits jetzt fest: Wolfsburg wird auch nach dem Spiel noch vor Frankfurt stehen - egal, welche Serie in diesem Top-Spiel in der Fußball-Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr) reißt.

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Frankfurt gegen Wolfsburg - das ist das Duell der beiden Teams, die überraschend auf Champions-League-Kurs sind und in der Rückrunden-Tabelle hinter Bayern die Plätze zwei und drei belegen. Während der VfL vor allem defensiv glänzt, hat die Eintracht ihre Qualitäten vorn. Glasner: "Sie haben sich im Winter mit Jovic noch mal verstärkt. Dazu Kostic, der nach seiner Verletzungspause in Top-Form ist." Auch Nationalspieler Amin Younes habe nach seinem Wechsel zur Eintracht "richtig gut reingefunden". Und über Top-Torjäger André Silva (22 Tore) "müssen wir nicht viel sprechen. Sie haben viele Spieler, die in der Offensive sehr gut sind", lobt der VfL-Coach, dessen Team das Hinspiel mit 2:1 gewinnen konnte.

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Auch am Samstag soll es wieder einen Dreier geben, wenngleich die Hürde hoch ist, denn die Frankfurter haben wie der VfL noch kein Heimspiel verloren. "Frankfurt macht es gut, hat viel Selbstvertrauen. Aber das Gleiche möchte ich über uns sagen - auch wir machen es sehr gut, haben sehr viel Selbstvertrauen und haben auswärts das eine oder andere Spiel gewonnen", so der VfL-Coach.

"Ich denke, es wird ein Schlagabtausch, ein sehr intensives Spiel. Wenn ich die Mittelfeld-Reihen sehe, sind da Lauf-Maschinen auf beiden Seiten, Pressing-Maschinen auf beiden Seiten. Auf den Außen verfügen beide Seiten über Spieler mit starker Physis und die Defensiv-Reihen sind extrem robust. Und vorn sind beide Mannschaften immer für ein Tor gut." Der Trainer weiter: "Wir freuen uns auf dieses Spiel, das wird ein richtig cooler Samstagnachmittag."

Ein richtig cooler Samstagnachmittag mit dem nächsten VfL-Sieg? Glasner fordert nach der nicht guten ersten Halbzeit beim 1:0 gegen Köln: "Wir wissen, wir treffen auf einen Gegner, der genau wie wir eine herausragende Saison spielt. Aber ich will von der ersten Sekunde an von meinen Spielern sehen, dass wir dort sind, um zu gewinnen."

Guilavogui fällt aus

Verzichten muss Glasner auf Josuha Guilavogui. Bei der Trainingseinheit am Mittwoch mit wechselhaftem Wetter und zwischenzeitlichem Schneefall war der Kapitän (zuletzt nicht erste Wahl) weggerutscht und zog sich eine Zerrung zu. Weil auch das Schweiz-Duo Renato Steffen und Admir Mehmedi weiterhin fehlt, gibt es für Glasner eigentlich keinen Grund, die Startelf zu ändern.

Das Duell Vierter gegen Dritter ist das Top-Spiel des Bundesliga-Wochenendes - und wird auch in Österreich sehr genau verfolgt, denn mit Glasner und Adi Hütter treffen die einzigen Austria-Trainer der Liga im direkten Duell aufeinander. Beide kennen und schätzen sich, stehen auch immer mal wieder im Kontakt. "Er ist ein super Kerl. Aber es ist nicht so, dass wir jetzt vor dem Spiel die Aufstellungen austauschen", erzählt Glasner schmunzelnd. Hütter und er sind sich auch privat schon mal über den Weg gelaufen - unter anderem bei einem Charity-Golf-Turnier. Bleibt die Frage: Wer ist der bessere Golfer? Glasner grinsend: "Wir sind beide blutige Anfänger. Wenn Urlaub kommt, werden wir an unseren Handicaps arbeiten.“