23. November 2019 / 21:24 Uhr

Wolfsburgs Weghorst: Baby-Jubel und Sieg im Holland-Duell

Wolfsburgs Weghorst: Baby-Jubel und Sieg im Holland-Duell

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wout Weghorst wird zum zweiten Mal Papa
Wout Weghorst wird zum zweiten Mal Papa © imago images/Jan Huebner
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Wout Weghorst hat sein neuntes Pflichtspieltor in dieser Saison erzielt, traf beim 2:0-Sieg des VfL Wolfsburg bei Eintracht Frankfurt per Kopf. Den Jubel verband er mit einer wichtigen Mitteilung.

Manchmal muss man nur den Kopf hinhalten - und alles läuft rund. Kugelrund, sozusagen. Wout Weghorst, Stürmer des VfL Wolfsburg ebnete am Samstag mit seinem Führungstreffer den Weg zum 2:0-Sieg bei Eintracht Frankfurt, steckte sich dann zum Jubeln den Ball unters Trikot und den rechten Daumen in den Mund: Der niederländische Top-Torjäger des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten wird wieder Papa, Freundin Nikki erwartet im Frühjahr des zweite Kind.

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Den etwas verunglückten Schuss von Maximilian Arnold hätte Eintracht-Keeper Felix Wiedwald gehalten, aber Weghorst hielt geistesgegenwärtig den Kopf in die Flugbahn, machte den Ball so unhaltbar. Instinkt? "Ja, Pippo Inzaghi hat das immer gemacht. Ich mache eben meinen Weg zum Tor, dann habe ich gesehen, dass er den Ball nicht gut berührt, dann habe ich ihn ganz bewusst verlängert, ich wusste auch gleich, dass es kein Abseits war. Ich finde, es ist ein geiles Tor.“

Die Wölfe in Noten: Das ist die Einzelkritik zum Spiel des VfL Wolfsburg bei Eintracht Frankfurt

<b>Koen Casteels:</b> Erstes Spiel seit seinem Haarriss im Wadenbein gegen Paderborn, gleich gut drin, sicher auf der Linie, sicher beim Herauslaufen, gut beim Mitspielen, die Ruhe selbst – kurzum: Comeback gelungen. Note: 2 Zur Galerie
Koen Casteels: Erstes Spiel seit seinem Haarriss im Wadenbein gegen Paderborn, gleich gut drin, sicher auf der Linie, sicher beim Herauslaufen, gut beim Mitspielen, die Ruhe selbst – kurzum: Comeback gelungen. Note: 2 ©

Den Jubel, der dann folgte, hätte er gern schon ein paar Wochen früher gezeigt – aber bei seinem zuvor letzten Treffer, dem späten 1:6 bei der Pokal-Pleite gegen RB Leipzig, war es nicht angebracht, danach war er dreimal leer ausgegangen. "Wir sind schon bei über der Hälfte der Schwangerschaft. Ich habe drei Spiele drauf gewartet, so zu jubeln, zuvor in der Europa League hatte ich da mal dran gedacht, aber da war das Gefühl nicht so da.“

Umso größer die Freude jetzt nach seinem neunten Pflichtspieltor in dieser Saison - und dem wichtigen Sieg. "Diesmal haben wir wieder gezeigt, was uns stark macht. Wenn wir das in jedem Spiel machen, kommen noch ganz viele positive Ergebnisse, davon bin ich überzeugt.

Bilder vom Spiel der 1. Bundesliga zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfL Wolfsburg

Frankfurts Torwart Felix Wiedwald (rechts) kommt vor dem Wolfsburger Joao Victor an den Ball. Zur Galerie
Frankfurts Torwart Felix Wiedwald (rechts) kommt vor dem Wolfsburger Joao Victor an den Ball. ©

Für Weghorst wird das Kind Wolfsburg-Baby Nummer 2: Als er beim VfL im Sommer 2018 startetem war seine Nikki schwanger, wegen der Geburt von Töchterchen Juul verpasste Weghorst das erste Pflichtspiel der Saison, den 1:0-Sieg in der ersten Pokalrunde in Elversberg. Am Samstag nun überraschte der treffsichere Angreifer auch seinen Trainer: "ich weiß auch nicht, so viel Zeit hat er zu Hause gar nicht verbracht", so Glasner schmunzelnd. "Dann war es vielleicht noch vor meiner Zeit, sonst hätte er es erklären müssen...." Seine Nikki war übrigend mit der Jubel-Geste einverstanden: "Sie wusste es. Ich habe das auch beim ersten Baby so gemacht in Holland, jetzt musste ich das wieder machen."

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Das Duell der Holland-Riesen gegen Frankfurts Ex-VfLer Bas Dost hat Weghorst mit dem Tor und dem Sieg gewonnen, das Trikot des Landsmannes ebenfalls abgestaubt. Bei Dost - von vielen Flanken gesucht, aber fast nie gefunden – war die Laune wie immer nach Niederlagen – eher im Souterrain: „Es ist eine Enttäuschung. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Es gibt einfach Tage, da läuft es nicht. Das war heute so ein Tag.“ Dass sein Keeper Wiedwald das zweite Tor verschuldet hatte, kommentierte Dost auf die ihm eigenen Art: „Ich habe es vorne auch nicht besser gemacht, also mache ich ihm keinen Vorwurf."