05. März 2021 / 11:08 Uhr

Wolfsburger Elfer-Frust: Schmadtkes Tipp für Weghorst

Wolfsburger Elfer-Frust: Schmadtkes Tipp für Weghorst

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kann es eigentlich vom Punkt: Wout Weghorst, der Torjäger des VfL Wolfsburg.
Kann es eigentlich vom Punkt: Wout Weghorst, der Torjäger des VfL Wolfsburg.
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Beim 0:2 des VfL Wolfsburg am Mittwochabend bei RB Leipzig hatte Wout Weghorst die dicke Chance zur Führung, aber der VfL-Torjäger vergab vom Punkt. Er dürfe sich davon aber nicht verrückt machen lassen, sagt Manager Jörg Schmadtke.

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Nach dem bitteren 0:2-Aus im Pokal-Viertelfinale am Mittwochabend bei RB Leipzig kann sich der VfL Wolfsburg nun vollends auf die Fußball-Bundesliga konzentrieren. Am Samstag (15.30 Uhr) geht es da für den Tabellendritten zu 1899 Hoffenheim. VfL-Manager Jörg Schmadtke glaubt, dass spätestens dann das bittere Pokal-Aus keine Rolle mehr spielt - das gilt auch für Wolfsburgs Stürmer Wout Weghorst, der im Duell mit RB einen Elfmeter verballerte.

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VfL-Top-Torjäger Weghorst - wer ihn kennt, der weiß, dass er sich selbst am meisten über diesen verschossenen Elfmeter ärgert. Der Niederländer haute beim Pokal-Viertelfinal-Aus bei RB die Kugel beim Stand von 0:0 in den Leipziger Abendhimmel, weil er beim Elfer ausgerutscht war. VfL-Trainer Oliver Glasner versuchte den ehrgeizigen Angreifer zu trösten und versicherte gleichzeitig: "Sollten wir am Wochenende in Hoffenheim wieder einen Elfmeter haben, wird er dort stehen und ihn schießen - und dann auch rein!" Weghorst sei in dieser 26. Minute eben "weggerutscht. Das sieht natürlich skurril aus, aber das kann passieren", so Glasner weiter. "Deswegen gibt es auch keinen Vorwurf an ihn." Weghorst haute nach dem verballerten Elfer mit den Händen wütend auf den Boden. "Das ärgert ihn total, er hätte gern wieder ein Tor gemacht", sagt Manager Schmadtke.

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Weghorst und die Elfer - elf von insgesamt 15 verwandelte er, nachdem er im Sommer 2018 aus Alkmaar nach Wolfsburg gewechselt war. Ziemlich genau vor einem Jahr war ihm im Hinspiel der Europa League gegen Donezk schon einmal so ein Malheur passiert - in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit war Wolfsburgs Nummer 9 weggerutscht, so dass der Ball dann meterweit übers Tor ging. In dieser Bundesliga-Saison hat Weghorst zwei von drei Strafstößen verwandelt - er traf beim 2:1-Sieg gegen Frankfurt und beim 2:2 bei Union Berlin per Elfmeter, den einzigen Fehlschuss vom Punkt leistete er sich in der Liga gegen den kommenden Gegner 1899 Hoffenheim. Im Pokal gegen Schalke wiederum verwandelte der Niederländer einen Strafstoß "erst" im Nachschuss.

Gladbach, Bielefeld, Hertha, Leipzig - vier Spiele in Folge hat Wolfsburgs-14-Tore-Mann nicht getroffen. Das wurmt ihn. Aber: Mit 1899 geht's nun gegen ein Team, gegen das er besonders gern knipst: Gegen keine andere Mannschaft erzielte der Sturm-Riese so viele Bundesliga-Tore wie gegen Hoffenheim (6). Besonders stark war er im vergangenen Jahr gegen die Kraichgauer, im Februar 2020 schoss er beim 3:2-Sieg den einzigen Auswärts-Dreierpack in der Bundesliga.

Weghorst dürfe sich nach seinem Elfer-Fehlschuss jetzt nicht verrückt machen. "Die nächste Chance kommt - und dann muss er dafür die nötige Konzentration und Lockerheit haben, um das Ding zu verwerten. Und das wird er auch tun. Ich habe keine Zweifel", so Schmadtke, der auf das Team nach der Niederlage in Leipzig jetzt keine Probleme zukommen sieht. Der Manager: "Am Ende war das Spiel bei RB ein Kräftemessen auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten entschieden haben - und die waren diesmal gegen uns. Es gibt für mich aber keine Anzeichen, dass da jetzt jemand nervös oder unruhig wird. Ganz im Gegenteil."