25. August 2019 / 19:32 Uhr

Wolfsburger Günther löst Göttinger Hippe ab

Wolfsburger Günther löst Göttinger Hippe ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Teilnehmerinnen beim Stadtwerke Volkstriathlon im kühlen Nass.
Teilnehmerinnen beim Stadtwerke Volkstriathlon im kühlen Nass. © Pfoertner
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773 Teilnehmer sind beim Stadtwerke Volkstriathlon an den Start gegangen. Bei den Männern löste Marc Günther (Wolfsburg) den Göttinger Vorjahressieger Yannis Hippe ab. Bei den Frauen gewann Saskia Käs vor Naima Diesner (beide jedestrainingzählt).

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Der Sieger des Stadtwerke Volkstriathlons heißt Marc Günther vom VfL Wolfsburg. Er löste Vorjahressieger Yannis Hippe (jedestrainingzählt) ab, der sich hinter Morris Weihmüller vom LTV Obereichsfeld als Dritter platzierte. Bei den Frauen gewann Saskia Käs (jedestrainingzählt) vor Naima Diesner (jedestrainingzählt). Sie hatte sich im Vorfeld eher verhalten geäußert. „Ich kann nicht schwimmen, denke immer, es wäre eine bessere Idee, dass Becken auszutrinken.“ Das Wasser blieb den nachfolgenden Startern erhalten und sie spielte ihre Stärken anschließend aus.

Der Gewinner bei den Männern, Marc Günther, hatte sich mit Lokalmatador Hippe anfänglich ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. „Wir sind zusammen vom Rad gestiegen“, berichtete Günther. Dann aber setzte er sich ab. „Ich habe gegen Yannis dieses Jahr schon ein paar Wettkämpfe bestritten und hatte ein gutes Gefühl, dass ich ihn beim Laufen schlagen könnte“, erläuterte der Wolfsburger, der zum ersten Mal in Göttingen war. „Der Kurs war ok, teilweise war es beim Laufen unter den Bäumen sogar schattig.“ Mit 56:40 Minuten war er nur etwas über eine Minute langsamer als die Staffelsieger „Beyond Limits“ (55:02 Minuten) beim Sehenswert Staffeltriathlon, die Bahn-Weltmeister Tobias Buck-Gramcko in ihren Reihen hatten.

Der Stadtwerke Volkstriathlon verzeichnete 733 Teilnehmer. Zur Galerie
Der Stadtwerke Volkstriathlon verzeichnete 733 Teilnehmer. © Swen Pförtner

Gö-Challenge Sieger heißt Philipp Schüler

Einen besonderen Tag erlebte Philipp Schüler (ASC Göttingen Triathlon Team). Mit seinem sechsten Platz holte er sich den Gesamterfolg bei der Gö-Challenge, die sich aus Starts bei der Tour d’Energie, dem Frühjahrsvolkslauf, dem Flachzeitfahren in Rosdorf, Jedermann-Zeitschwimmen, dem Altstadtlauf in Göttingen und eben dem Volkslauf-Triathlon zusammensetzt. Schüler war sehr glücklich über sein Abschneiden, nahm die Glückwünsche seiner Mitstreiter strahlend entgegen. „Ich war beim Laufen schneller als sonst, denn eigentlich ist schwimmen meine Disziplin“, berichtete er.

Für die meisten Teilnehmer hätte der Stadtwerke Volkstriathlon nur aus einer Disziplin bestehen müssen: Schwimmen stand angesichts von über 30 Grad Außentemperatur ganz hoch im Kurs. Doch der Veranstalter kannte „kein Erbarmen“ und schickte die Teilnehmer anschließend auf die Rad- und Laufstrecke.

„Eigentlich ist Laufen meine Disziplin, aber es war einfach zu warm“, berichtete Sina Maurer aus Göttingen, die sich gleich nach Zielankunft schnell in den Schatten gerettet hatte. Diese Plätze waren heiß begehrt im Jahnstadion. Die Sonne brannte vom fast wolkenlosen Himmel, die für den frühen Nachmittag angekündigte Abkühlung in Form eines Gewitters kam nicht.

57 Starter beim Kindertriathlon

Weder für Wärme noch für Sonne und schon gar nicht für die Athleten interessierten sich die vielen Kinder. Hüpfburgen, Stelzenlaufen, Bungeespringen und vieles mehr lockte deutlich mehr. Einige von ihnen hatten bereits den Kindertriathlon morgens absolviert. 57 Kinder waren hier dabei, Schnellster war Neo Witte.

Als sehr einfallsreich erwiesen sich die Teams wieder bei der Namensgebung. Von den „Turboschnecken“, über die „Drei Wadenkrämpfe für ein Halleluja“, die „Labormäuschen“ bis hin zum „Bauchfleisch intensiv“ war alles vertreten. Mit am Start war auch Gerd Rappenecker, technischer Vorstand Stadtwerke Göttingen. Als Staffelmitglied von „jedestrainingzählt“ hatte er die Radstrecke übernommen. „Es war toll. Der Volkstriathlon ist ein Familienereignis in fröhlicher Atmosphäre“, berichtete er.

Nicht als Teilnehmer, sondern als Unterstützer stand Handballer Marlon Krebs im Stadion. Der zuletzt bei der HSG Plesse-Hardenberg in Diensten stand, spielt nun beim HSV Hannover in der dritten Liga. „Wir sind am Sonnabend mit einem Sieg in Bernburg in die Saison gestartet“, berichtete Krebs. Triathlon würde wohl hingegen noch nicht ganz so bald zu seinen Lieblingsdisziplinen gehören. „Handballer laufen ja bekanntlich nicht so gern, höchstens hinter dem Ball her“, sagte er und lachte dabei.

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Steffen Baumbach ist selber Triathlet, doch beim Stadtwerke Volkstriathlon war er in eigener Sache unterwegs. „jedestrainingzählt“ heißt sein inzwischen eingetragener Verein. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Sportlern aller Leistungsklassen. Unter ihnen sammelt Baumbach Spenden für das Elternhaus für das krebskranke Kind. „Durch einen Vorfall in der eigenen Familie bin ich auf die Idee gekommen“, erzählt Baumbach. „Jeder von uns hat beschlossen, nach seinem Training ein paar Cent oder Euro in ein Sparschwein zu stecken“, berichtet er. In den vergangenen fünf Jahren sind mehr als 70 000 Euro zusammengekommen. Die Kontakte zu den anderen Sportlern sind durch ein Trainingscamp auf Mallorca entstanden. „Dort fahre ich seit über 13 Jahren mit meiner Familie über Ostern hin. Über die Jahre haben sich enge Freundschaften entwickelt, unsere Freunde besuchen uns seit mehreren Jahren zum Volkstriathlon in Göttingen“, sagt Baumbach. Für ihn war der Volkstriathlon 2019 aus familiärer Sicht ein sehr erfolgreicher, denn sein Sohn Michel holte sich beim Kindertriathlon den zweiten Platz.

Ergebnisse unter: [triathlon-goettingen.de](/„jedestrainingzählt“%20sammelt für das Elternhaus)

Von Vicki Schwarze