26. Februar 2019 / 09:20 Uhr

Wolfsburger "Kindergeburtstag": Mannschaftlicher Zusammenhalt ist Labbadias Glück

Wolfsburger "Kindergeburtstag": Mannschaftlicher Zusammenhalt ist Labbadias Glück

Engelbert Hensel und Tim Lüddecke
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der Höhenflug des VfL Wolfsburg hat viele Gründe: Fleiß, Mentalität, Wille. Aber auch die Fähigkeit, Ausfälle zu kompensieren. Bruno Labbadia holt viel aus dem vorhandenen Kader.
Der Höhenflug des VfL Wolfsburg hat viele Gründe: Fleiß, Mentalität, Wille. Aber auch die Fähigkeit, Ausfälle zu kompensieren. Bruno Labbadia holt viel aus dem vorhandenen Kader. © dpa
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Es gibt viele Stärken, die der VfL Wolfsburg in dieser Saison auf den Platz bringt. Als ein "überragendes Gut" bewertet Trainer Bruno Labbadia die mannschaftliche Geschlossenheit. Weshalb sich diese Serie wie ein "Kindergeburtstag" anfühlt, dürfte nach seiner Erkärung klar sein.

Bruno Labbadia sagte kürzlich mal: „Wer die letzte Saison erlebt hat – für den ist die jetzige ein Kindergeburtstag.“ Der Trainer des VfL Wolfsburg spielte damit auf Dinge an wie den Druck (nicht abzusteigen gegenüber sich für Europa zu qualifizieren) oder die Anzahl der verletzten Spieler (sehr viele gegenüber immer wieder einige). Dass auch die Resultate aktuell andere sind, hat vor allem damit zu tun, dass die Wolfsburger Mannschaft in dieser Spielzeit wieder eine Mannschaft ist. Und da fallen selbst Ausfälle wichtiger Spieler nicht allzu schwer ins Gewicht.

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Mönchengladbachs Fabian Johnson (li.) im Duell mit Wolfsburgs John Anthony Brooks.  Zur Galerie
Mönchengladbachs Fabian Johnson (li.) im Duell mit Wolfsburgs John Anthony Brooks.  ©

Ausfälle werden gut kompensiert

Ignacio Camacho, lange Zeit Josuha Guilavogui, immer mal wieder Admir Mehmedi, seit der Winterpause auch Daniel Ginczek – irgendwas war/ist immer. Macht dem VfL, respektive Labbadia, aber nichts – weil er mit der Mannschaft, je nach Konstellation, stets eine andere personelle Lösung findet. „Es ist mit ein Hauptgrund, warum wir da vorne sind, das muss man klar sagen“, erklärt der 53-Jährige, „und das geht nur zusammen, das war schon im Abstiegskampf so“.

"Dinge, die die Mannschaft total lebt"

Dieses „zusammen“ ist natürlich leicht dahergesagt, daher führt Labbadia weiter aus: „Das sind Dinge, die wir ausgearbeitet haben und die die Mannschaft total lebt. Und zum anderen treten wir auch auswärts richtig mutig auf.“ Durch den 3:0-Sieg in Gladbach hat sich der VfL nicht nur zur zweitbesten Auswärtsmannschaft der Liga aufgeschwungen, sondern auch zum immer ernstzunehmenderen Kandidaten für die vorderen (europäischen) Plätze.

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Die Vertragslaufzeiten der VfL-Profis ©

Labbadias Formel des Vertrauens

Der Wolfsburger Kader hält zurzeit einfach das, was er auch verspricht – im Gegensatz zu den vergangenen beiden Jahren. „Wir holen schon viel raus“, sagt Labbadia, „das heißt aber nicht, dass da nicht noch bei jedem etwas Luft ist. Wir brauchen die Entwicklung jedes einzelnen Spielers.

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Bislang gab es schon einige Entwicklungen bei vielen Spielern.“ Und dass diese noch weitergehen, hänge eben von Erfolgserlebnissen wie in Gladbach und vom positiven Trend (Platz fünf) ab. „Wenn das Vertrauen in das, was ich tue, größer wird, merkt man erst mal, was in einem steckt“, so Labbadia.

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Am 20. Februar wird Bruno Labbadia als Cheftrainer des VfL Wolfsburg verpflichtet. Er übernimmt das Team im Absteigskampf: Wolfsburg hat seinerzeit 24 Punkte nach 23 Spieltagen und steht auf dem 14. Platz – nur einen Punkt vom Relegationsplatz entfernt. Zur Galerie
Am 20. Februar wird Bruno Labbadia als Cheftrainer des VfL Wolfsburg verpflichtet. Er übernimmt das Team im Absteigskampf: Wolfsburg hat seinerzeit 24 Punkte nach 23 Spieltagen und steht auf dem 14. Platz – nur einen Punkt vom Relegationsplatz entfernt. ©

Mehmedi lobt die Mentalität

Die Spieler merken allmählich auch, was in dem VfL steckt. Doppel-Torschütze Admir Mehmedi sagt: „Das Selbstvertrauen wächst und das sieht man auch in den Spielen; gerade in denen, die auf der Kippe stehen – die entscheiden wir im Moment für uns. Das fühlt sich sehr gut an!“

Der Schweizer betont in diesem Zusammenhang aber auch, dass hinter alledem „enorm viel Arbeit“ steckt. Das zahle sich nun aus: „Die Mentalität, der Wille, die Laufbereitschaft und der Zusammenhalt der Mannschaft – das ist, glaube ich, eine Sache, die wir derzeit sehr gut umsetzen.“ Findet auch Labbadia, der noch mal explizit die „geschlossene Mannschaftsleistung“ herausstellte: „Das ist unser überragendes Gut.“

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