06. März 2021 / 17:47 Uhr

Super-Serie gerissen: VfL Wolfsburg geht bei 1899 Hoffenheim leer aus

Super-Serie gerissen: VfL Wolfsburg geht bei 1899 Hoffenheim leer aus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ihlas Bebou gegen Maxence Lacroix
Ihlas Bebou gegen Maxence Lacroix © 2021 Getty Images
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Es war nicht der Nachmittag des VfL Wolfsburg: Mit 1:2 (1:2) verlor das Team von Trainer Oliver Glasner bei 1899 Hoffenheim - nicht nur gab es keine Punkte, auch die Super-Serie der Grün-Weißen fand ihr Ende.

Die ersten Liga-Gegentore nach über elf Stunden, die erste Niederlage nach neun Spielen: Die Serien des Rückrunden-Topteams VfL Wolfsburg sind gerissen. Der Champions-League-Aspirant verlor am Samstag mit 1:2 (1:2) bei der TSG 1899 Hoffenheim. Keeper Koen Casteels kassierte nach 673 Minuten in der Fußball-Bundesliga erstmals wieder ein Gegentor, als Christoph Baumgartner (8.) die Hoffenheimer in Führung brachte. Nach dem Ausgleich durch Hoffenheim-Schreck Wout Weghorst (23.) gelang Andrej Kramaric (41.) noch vor der Pause die erneute Führung. Zum ersten Mal unter Coach Sebastian Hoeneß ist die TSG vier Spiele in Serie unbesiegt. Die Wolfsburger verpassten es, auch im zehnten Spiel nacheinander ungeschlagen den Platz zu verlassen und Rang drei in der Tabelle zu festigen. Sekunden vor dem Ende kassierte Wolfsburgs Paulo Otavio wegen einer Notbremse noch die Rote Karte.

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Kurz bevor es für die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner schon denkbar schlecht losging, hatte Sportdirektor Marcel Schäfer noch die Gegentor-Statistik gelobt. „Man sieht, wie es ihnen Spaß macht zu verteidigen“, sagte er beim Sender Sky. Nach wenigen Minuten und einem sehr verhaltenen Beginn war davon aber wenig zu sehen. Spektakulär schloss Baumgartner per Volleyschuss nach Brustannahme ab. Der Ball krachte unter die Latte und ins Tor - ausgerechnet bei seinem Ex-Club ein Gegentreffer für Casteels.

Der VfL Wolfsburg bei 1899 Hoffenheim - Die Bilder

Das VfL-Team vorm Spiel. Zur Galerie
Das VfL-Team vorm Spiel. ©

Aufgeschreckt wirkte Wolfsburg dadurch nicht, aufgeregt auch nicht. Zunächst machte Hoffenheim weiter das Spiel. Die Hoeneß-Mannschaft, in der in Kevin Vogt wegen Adduktorenprobleme kurzfristig ein weiterer Spieler fehlte, kombinierte gefällig. Vor allem Baumgartner, dessen Vertrag unter der Woche bis Ende Juni 2025 verlängert worden war, trieb das TSG-Spiel an.

Aber da gibt es ja diese besondere Liaison von Weghorst und den Hoffenheimern. Gegen Leipzig beim Pokal-Aus jüngst noch vom Pech verfolgt, als er bei einem Elfmeter wegrutschte und verschoss. Vier Pflichtspiele nacheinander war er sogar insgesamt ohne Tor geblieben, aber gegen die TSG ist er mal wieder zur Stelle. Nach einem Pass aus der eigenen Hälfte von Xaver Schlager lief der 28 Jahre alte Niederländer mit dem Ball aufs TSG-Tor zu und schob unbedrängt und souverän an Keeper Oliver Baumann vorbei ins Tor.

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Einzelkritik: 1899 Hoffenheim - VfL Wolfsburg

<b>Koen Casteels</b>: Bei den Gegentoren machtlos, ansonsten gewohnt sicher, aber nicht stark beschäftigt. - Note 3 Zur Galerie
Koen Casteels: Bei den Gegentoren machtlos, ansonsten gewohnt sicher, aber nicht stark beschäftigt. - Note 3 ©

Weghorsts siebtes Liga-Tor gegen die TSG, sein 15. in dieser Saison. Trotz der nun stärkeren Phase der Wolfsburger gingen die Hoffenheimer aber noch vor der Pause erneut in Führung. Kramaric ließ sich aus kurzer Distanz eine Hereingabe nicht nehmen - und schon wieder war Casteels geschlagen.

So wollte Wolfsburg partout nicht heimreisen. Die Mannschaft - nun auch mit Admir Mehmedi - drehte nach dem Seitenwechsel auf, erhöhte den Druck, hatte deutlich mehr Ballbesitz. Ein Kopfball von Weghorst streifte die Latte (61.) bei der besten Ausgleichschance.

Hoffenheim ließ sich immer weiter in die eigene Hälfte drängen. Nach einem Klasse-Angriff initiiert von Baumgartner bot sich dann jedoch die große Möglichkeit für die Hausherren. Einen Freistoß aus 16 Metern schoss Kramaric aber deutlich am Tor vorbei (67.). Wolfsburg stemmte sich bis zum Ende gegen die dritte Niederlage in dieser Saison nach den punktlosen Spielen gegen den FC Bayern München und Borussia Dortmund - vergeblich.

dpa

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