05. April 2021 / 14:41 Uhr

Wolfsburger Testlauf für die Tests im Stadion: Der SPORTBUZZER hat mitgemacht

Wolfsburger Testlauf für die Tests im Stadion: Der SPORTBUZZER hat mitgemacht

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Freiwilliger Corona-Schnelltest: Vor dem VfL-Spiel gegen Köln ließ sich SPORTBUZZER-Redakteur Marcel Westermann testen.
Freiwilliger Corona-Schnelltest: Vor dem VfL-Spiel gegen Köln ließ sich SPORTBUZZER-Redakteur Marcel Westermann testen. © Roland Hermstein
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Erstmals bot der VfL Wolfsburg vor dem Heimspiel gegen Köln freiwillige und kostenlos Corona-Testungen an. SPORTBUZZER-Redakteur Marcel Westermann nahm daran teil und kann nur Positives sagen. Dieses Verfahren könnte eine Option für eine baldige Zuschauer-Rückkehr sein.

Seit über einem Jahr sind die Stadien leer, Zuschauer sind wegen der Corona-Pandemie nicht zugelassen. Angesichts der steigenden Inzidenz-Zahlen dürfte es auch noch einige Zeit dauern, bis Fans wieder in die Arenen dürfen. Dennoch überlegen die Fußball-Bundesligisten schon auf Hochtouren, was sie tun können, um bald wieder vor Publikum zu spielen. Der VfL Wolfsburg hat am Samstag vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln erstmals freiwillige und kostenlose Covid-Schnelltests zum Probelauf für Journalisten und Mitarbeiter angeboten - mit Erfolg. Rund 230 Personen nahmen teil, auch ich ließ mich testen und bin überzeugt.

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Denn man musste selbst gar nicht viel tun. Im Vorfeld musste ich nur die App "PassGo" herunterladen, auf der ich später mein Ergebnis erhalte, sowie die Einwilligung für den Corona-Schnelltest, den der VfL vorab geschickt hatte, ausdrucken, durchlesen und ausfüllen. Name, Vorname, Telefonnummer und E-Mail-Adresse waren schnell eingetragen, Unterschrift drunter und ab zur VW-Arena. Etwas aufgeregt war ich schon, muss ich zugeben, schließlich war es mein erster Corona-Test. Natürlich wusste ich in etwa, was auf mich zukommt, aber wie es sich genau anfühlt, war mir nicht bekannt. Aber ich wollte es durchziehen, für mich selbst, aber auch, um die Anzahl der Probanden zu erhöhen. Und ich kann schon mal vorwegnehmen, die Erleichterung war anschließend groß.

Zwei Test-Stationen hatte der VfL aufgebaut, meine befand sich direkt am Kanal im Wölfe-Mobil - das hatte der Verein vorab zugeteilt. Vor Ort musste noch ein weiteres Formular ausgefüllt werden, bevor es losging. Vielleicht könnte man das bei einer Zuschauer-Rückkehr noch optimieren, um Stau zu vermeiden und die Zeit an der Station zu minimieren. Möglicherweise können entsprechende Daten schon in der App eingetragen werden, so dass vor Ort nur noch eine Unterschrift geleistet werden muss. Und dann ging es auch schon los...

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Durch medizinisches Fachpersonal wurde ein Abstrich des Nasen- und Rachenraums entnommen. Zwar tief, aber vorsichtig ging es mit einem Stäbchen erst in ein und dann ins andere Nasenloch. Schmerzen hatte ich nicht, es hat nur etwas gekitzelt. Nach 15 Sekunden war ich auch schon fertig - und erleichtert. Dann hieß es warten, 15 Minuten lang verweilte ich an der Test-Station. Dann gab's das Ergebnis, das mir direkt vor Ort und nicht via App mitgeteilt wurde. Im Falle von vielen Zuschauern wäre es per App deutlich einfacher. Mein Test war negativ, so durfte ich mit meinem Gesundheitsfragebogen in die Arena.

Allerdings: Der negative Test befreit mich nicht von den gängigen Corona-Maßnahmen. Die Hygiene-Regeln waren dennoch am Platz einzuhalten - zwei Meter Abstand halten, eine FFP2-Maske tragen, Hände desinfizieren. Daran bin ich aber ohnehin schon gewöhnt. Doch das Gefühl, mit dem man sich das Spiel nach einem negativen Corona-Test anschaut und weiß, dass die Personen um einen herum auch negativ sind, ist super. Mein Fazit fällt also positiv aus: Mit ein paar Optimierungen können die Schnelltests eine Option für eine baldige Zuschauer-Rückkehr sein.